Schlagwort-Archive: wochenrückblick

Wochenrückblick KW28

Der Rückblick auf die Woche 28 mit Artikeln aus den verschiedenen Quellen (RSS, Twitter,…).

Das Relikt OHP
Marc-Andree Hennekes rechnet ab.
Overheadprojektoren (OHPs). 1945 von der US Army zu Ausbildungszwecken genutzt, seit den 50er/60er Jahren an Schulen verbreitet. Funzelig und unzuverlässig seit mehr als einem halben Jahrhundert…
http://mandree.de/2011/07/10-grunde-overheadprojektoren-zu-hassen/

Innen und/oder außen?
Der Pisaversteher Christian Füller nimmt einen Tweet und stellt sich die Frage, woher der Strukturwandel im Bildungssystem kommen soll.
Und sicher wird dieser Kulturwandel von den Rändern kommen, wie jede Innovation in der Regel von da stammt. Also lexikalisch gesprochen von dem Außen, das um die Schule rum ist, die sich wie eine Wagenburg anfühlt.
http://pisaversteher.de/

Tugendhaft
Der Frage nach der Ungeduld als Tugend geht Sascha Lobo in seiner wöchentlichen Kolumne nach:
Diese digitale Sollbruchstelle zwischen Bürger und Staatsapparat wird irgendwann brechen, und es wird kein schönes Geräusch sein. Der mittelfristige Sieger steht auch bereits fest, denn die Mischung aus Volksungeduld und Vernetzung kann sehr machtvoll sein
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,774110,00.html

Das Glaubensbekenntnis
Über die brisante Mischung von Glauben und Wirtschaftstheorie berichtet in dieser Woche ein Artikel auf Telepolis:
The government’s power to control one’s life derives from its power to tax. We believe that power should be minimized. ATR opposes all tax increases as a matter of principle.“
http://www.heise.de/tp/artikel/35/35124/1.html

Wochenrückblick KW27

Der Rückblick auf die Woche 27 mit Artikeln aus den verschiedenen Quellen (RSS, Twitter,…).

Der öffentliche Raum
Warum das Internet die Unterscheidung von Privatheit und Öffentlichkeit neu definiert und dabei vor allem dafür sorgt, dass der öffentliche Raum neu definiert und vor allem „belebt“ wird, wird in diesem Artikel der ZEIT beschrieben: „Ab nach draußen!“
Der öffentliche Raum erfreut sich heute nicht zuletzt deshalb wachsender Beliebtheit, weil es viele Hemmschwellen des Privaten nicht mehr gibt.
• http://www.zeit.de/2011/27/Public-Space/

Kontrollverlust und Blumenwiesen
Ein Gespräch mit Anke Domscheit-Berg über den Kontrollverlust durch das Internet und wie wir gesellschaftlich darauf reagieren sollten, ohne Gräben zu ziehen, erschien in dieser Woche bei The European: „Man muss die bunte Blumenwiese erkennen können“.
http://www.theeuropean.de/anke-domscheit-berg/7300-das-recht-auf-internet

Wirtschaft ohne Wachstum
Ebenfalls bei The European ging es um die passende Antwort auf die aktuellen wirtschaftlichen Verwerfungen.
Titel: „Politik ohne Kreativität ist nicht politisch“.
Ich glaube, dass sowohl der Kapitalismus als auch der Kommunismus als Formen gesellschaftlicher Organisation versagt haben. Wir sehen uns also mit einem Vakuum konfrontiert, das mit neuen Ideen gefüllt werden muss.
•  http://www.theeuropean.de/tim-jackson/7236-wohlstand-ohne-wachstum

Ein Reservat für Bildung
Auch wenn der Name aktuell andere Emotionen hervorruft, so sind die Ausführungen von Rupert Murdoch über die zukünftige Gestaltung des Bildungssystems doch einen Blick wert. Er redet für mich zwar ein wenig zuviel von „Humankapital“ und nennt viele Argumente, die bereits in diesem und anderen Edu-Blogs formuliert worden sind. Vielleicht hat er aber als Nicht-Bildungs-Agent ein anderes Publikum, dass so auf die Überlegungen aufmerksam wird.
Titel: „Bildung ist das letzte Reservat“ in der faz.net
•  http://www.faz.net/artikel/C31373/zukunftspotentiale-bildung-ist-das-letzte-reservat

SpOn ist die neue BILD
Stefan Gärtner hat für die TITANIC eine Bestandsaufnahme der einflussreichen Medien im Internet gemacht und stellt fest:
Heute kann Springers Bild mit der Virulenz von »Spon« schon nicht mehr recht mithalten.
• http://www.titanic-magazin.de/stefan-gaertner-leitmedium.html

QR-Codes, Supermärkte und die U-Bahn
Weil die Leute kaum noch Zeit für den echten Supermarkt haben und statt dessen ihre Zeit lieber beim U-Bahn fahren verbringen, hat sich ein japanischer Anbieter was einfallen lassen und Plakatwände mit QR-Codes in den U-Bahnen aufgehängt. So kann man beim Warten auf die U-Bahn mit der entsprechenden App auf dem Mobiltelefon seinen Einkauf erledigen und bekommt die Ware dann frei Haus geliefert. Genial.
http://www.iphoneblog.de/2011/07/06/so-verwendet-man-qr-codes-richtig

Wochenrückblick KW26

Der Rückblick auf die Woche 26 mit Artikeln aus den verschiedenen Quellen (RSS, Twitter,…).

Creative-Commens
Kann das Creative-Commens Lizenzmodell nicht auch was für die Materialdistriubution im schulischen Kontext sein? Die Frage stelle ich mir, seitdem wir vor 3 Jahren quasi ein eigenes Schulbuch für den Chemieunterricht in der SI erstellt haben.
Auf Netzpolitik.org hat es in den vergangenen Wochen zwei gute Artikel gegeben, um sich dem Thema zu nähern. Da nun auch die Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ die CC-Lizenzen empfiehlt, lohnt sich ein Blick.
• Creative Commons – Lizenzen für das Internet-Zeitalter
• Enquete-Kommission erklärt Creative Commons

Der Preis des Geldes
Eine kulturhistorische Betrachtung des Geldes durch Professorin Christina von Baum  hat es Anfang der Woche in der taz gegeben:
Am Ende steht nur der Glaube dahinter. So erklärt sich auch, weshalb das moderne Finanzsystem, der Kapitalismus, im christlichen Kulturraum entstanden ist. Die christliche Kultur hat sehr viel mehr von dieser Logik des Geldes als die beiden anderen monotheistischen Religionen.
Der Preis des Geldes – Anmerkungen zu seiner Kulturgeschichte

Demokratie im Internet
David Precht hat sich in der Frankfurter Rundschau Gedanken über den aktuellen Zustand der Demokratie gemacht:
Wir leben in einer Welt, die viel komplexer ist als alles, was es je gegeben hat. Das Verfügungswissen ist enorm hoch. Mit einem Knopfdruck weiß ich, wie die Hauptstadt von Bhutan heißt. Aber das Orientierungswissen hat im gleichen Maße abgenommen.
„Ist das noch Demokratie?“

Die CDU plädiert für Gemeinschaftsschulen
Spiegel-Online veröffentlichte diese Woche einen Artikel von Christian Füller, in dem er über den Wunsch von CDU-BürgermeisterInnen berichtete, doch vermehrt Gemeinschaftsschulen einsetzen zu können.
CDU-Bürgermeister rebellieren gegen Parteispitze

Schule und digitale Medien
Dauerbrenner sind die digitalen Medien in der Schule, ihr Einsatz und die Ausstattung. So fragte Daniel Eisenmenger, ob denn Lehrende an der Wikipedia mitarbeiten sollen.
Die taz stellte einmal mehr fest, dass die Aussattung an den ‚computerscheuen Schulen‚ nicht ausreichend ist und viele SchülerInnen daher vor allem zu Hause das Internet nutzen könnten.
Während in Deutschland diskutiert wird, geht Südkorea einen Schritt weiter. Obwohl das Land bei den Vergleichsstudien gut abgeschnitten hat, forciert man an den Schulen den Einstieg in das digitale Zeitalter: Aus dem Schulbuch wird ein E-Buch.
Aber nicht nur Südkorea prescht voran, auch in Ruanda gewinnt das OLPC Projekt an Fahrt.
Wir lange werden wir in Deutschland noch warten?

Neue Konzepte für den Sozialen Wandel
Roland Benedikter lädt dazu ein, über neue Konzepte des Sozialen Wandels nachzudenken.
Welche Kernpunkte gilt es im Hinblick auf den sozialen Wandel der Gegenwart zu beachten? Und wie kann man lokale, nationale und internationale Veränderungsfaktoren so zusammenschauen, dass sie für die kreative Arbeit relevant werden?
Unterwegs zu einem zeitgemäßen Verständnis des globalen sozialen Wandels

Wochenrückblick KW25

Der Rückblick auf die Woche KW25 mit Artikeln aus den verschiedenen Quellen (RSS-Reader, Twitter,…) Dieses mal kurz gehalten.

Über dominante Kulturen
„Der britische Archäologe und Historiker Ian Morris über die Strukturmuster geschichtlicher Entwicklung, die Gründe für die Vorherrschaft des Westens und einen kommenden historischen Umbruch.“
SpOn: „Angst treibt uns voran

Über die Zukunft der Zeitung
„Werden Zeitungs- und Zeitschriftenmacher zur Zukunft von Print befragt, neigen sie zu einer Romantisierung des Papiers und Ignoranz der technischen Entwicklung. Ein wenig mehr Offenheit wäre wünschenswert.“
netzwertig: „Das Hoffen auf die ewige Kraft des Papiers

Über die Notwendigkeit der Empörung
Ein Gespräch von Stéphane Hessel über sein Büchlein „Empört Euch!“ in der Sendung Vis-à-vis mit Frank A. Meyer vom März 2011.
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=dHSTw0hICRQ

Wochenrückblick KW24

Der Rückblick auf die Woche KW24 mit Artikeln aus den verschiedenen Quellen (RSS-Reader, Twitter,…)

Bitcoin
Seit ungefähr drei Wochen erregt das Thema „Bitcoin“ große Aufmerksamkeit. Es geht dabei um digitales Geld, welches fernab von landesgrenzen als Tauschmittel einen gewissen Grad an Akeptanz gewonnen hat. Wer sich über das spannende – und sicherlich nicht dauerhaft erfolgreiche – Projekt informieren möchte, kann dies über die Podcasts von Alternativlos Folge 16 und Chaosradio-Express Folge 182 tun.

Schulpreis
Diese Woche ist der Deutsche Schulpreis der Bosch-Stiftung  vergeben worden. Die Preisträger werden im AdZ-Netzwerk portraitiert (1. Platz, 2. Platz, 3. Platz, ). Ein Fazit des diesjährigen Wettbewerbes: Keine Noten bis in Klasse 9, stabile Lerngruppen auch in differenzierten Fächern, freie Lernphasen und eine demokratische Schulentwicklung mit Lehrenden, Eltern und Schülern. Verwunderlich? Eigentlich nicht.
Achso: Alle Schulen sind „Regelschulen“, also keine Projekt- oder Privatschulen mit einem alles erklärenden Privileg… Wann gehen die Konzepte in die Breite der öffentlichen Schulen?

Verschulte Universität
Unter dem (unpassendem) Titel „Jetzt kommen die Kinder“ hat sich Frank Berzbach  in der F.A.Z. Gedanken über die verschulte Universität gemacht und was dies für die die Absolventen bedeutet…
„Die jungen Masterstudenten sind aber sozialisiert durch die Schule, durch verschulte BA-Studiengänge, und ihnen fehlt oft jede ernsthafte Erfahrung mit der real existierenden Arbeitswelt.“ – „… über 24-jährige Absolventen von aufbauenden Managementstudiengängen, die noch bei den Eltern wohnen, die vielfältige Erfahrungs- und Verhaltensdefizite mitbringen, schütteln die Arbeitgeber zunehmend den Kopf.“
Ich glaube im Übrigen nicht, dass es am Alter der Absolventen liegt – wie es der Titel suggeriert.. Die Struktur der Ausbildung ist verschult und wurde schon in den Anfängen der konsekutiven Studiengänge als „Sekundarstufe 3“ bezeichnet. Die Struktur von Universitäten und Schulen ist ein politischer Akt. Daher ist das, was wir dort installiert haben, auch etwas, was wir offensichtlich mittragen. Oder?

Digitales Lesen
Die „Langsame Revolution“ des digitalen Lesens ist bei hdschellnack.de thematisiert worden: „In Jahr nachdem das iPad den Auftakt zu einer globalen neuen Digitalisierungswelle bei «Print»-Medien ausgelöst hat, reibe ich mich als Leser (aber auch als Designer) immer wieder an seltsamen und frustrierenden Elementen dieses Umbruchs, die einzeln jeweils sicher erklärbar sind, kollektiv aber den Buchmarkt und die Anbieter von Hard- und Software vor wichtige Herausforderungen stellen.“

Arbeiten mit Tomaten
Der Lehrerfreund hat die Pomodoro-Technik für Lehrende übersetzt und empfiehlt das Arbeiten in 25 Minuten Blöcken. Während einer solchen Einheit wird nur gearbeitet, sonst nichts: „Sie dürfen während der festgelegten Zeitspanne nichts anderes tun: nicht telefonieren, keine Mails abrufen, keinen Kaffee holen, nicht aufs Klo gehen, nicht auf Facebook nach den Freunden schauen, nicht mit den Kindern im Nebenzimmer schimpfen. Erledigen Sie das alles vorher.“

Was darf man als Lehrer in Blogs schreiben?
kubiwahn fragt sich, ob er ein medialer Trottel ist. Ich verneine das vehement und verweise auf seinen Blogbeitrag mit der spannenden Frage, wie LehrerInnen bloggen sollten, um nicht anzuecken und beruflich Probleme zu bekommen: Bin ich ein medialer Trottel?

#opco11
Das Projekt OpenCourse läuft nun schon etwas länger. Auf Gedankenstücke hat Birgit Rydlewski ihre bisherigen Eindrücke zusammengeschrieben, denen ich mich in weiten Teilen anschließen möchte: Open Course – Was ich bisher dabei empfunden habe.

Wochenrückblick KW23

Der wöchentliche Rückblick auf die Woche KW23 mit Artikeln aus dem RSS-Reader, von Twitter und so.

Guido Brombach, Rüdiger Fries, Kerstin Heinemann, Eike Rösch und Daniel Seitz haben sieben Thesen für eine „Digitale (Bildungs)Kultur“ Kultur verfasst und wünschen sich nun Feedback und Diskussionen: http://www.dotcomblog.de/?p=2860

Gleich zwei Artikel gibt es von Beat Döbeli Honegger über die Medienausstattung an Schulen. Er fragt sich, welche Computertypen schulrelevant sind und stellt Überlegungen über die Auswirkungen der iCloud auf die Schulinfrastruktur an.

Sebastian Dorok stellt den Begriff der „Digital Natives“ kritisch seinen täglichen Beobachtungen an Uni und Schule gegenüber: Mythos „Digital Natives“?Vor wenigen Tagen bin ich in meinem Unterricht in eine Situation geraten, die mich nachdenklich gemacht hat, ob es diese “Digital Natives” schon gibt, bzw. in wie weit die Verfügbarkeit der o.g. Medien bereits wirklich zu fundamentalen Unterschieden führt.

Die Karrierebibel verweist in dem Beitrag „Das bessere Leben – Wohin man mal auswandern könnte“ auf das Angebot der OECD, bei dem man sich anzeigen lassen kann, wie die eigenen Einschätzungen eines ‚guten Lebens‘ auf das eigene Land passen – oder auch nicht. OECD Better Life Initiativehttp://www.oecdbetterlifeindex.org/

Island arbeitet an einer neuen Verfassung. Das Besondere daran: Die entsprechenden Vorschläge werden nicht nur in kleinen Kreisen arbeitet, sondern mit allen Isländern diskutiert: Das besondere daran ist, dass nicht nur einige wenige Politiker Vorschläge dafür einbringen, sondern des gesamte Volk. Möglich wird dies dadurch, dass der Verfassungsrat seine Entwürfe wöchentlich im Web veröffentlicht.
Mehr Infos: http://www.heise.de/tp/blogs/

Zum Schluss noch eine schöne Infographik über „Revolutionizing Education“, die wir wahrscheinlich  in einigen Vorträgen der nächsten Zeit sehen werden.

How the Internet is Revolutionizing Education
Via: OnlineEducation.net

Wochenrückblick KW22

Passion der Liebe
Über die Neukodierung des komplexen Begriffs der ‚Liebe‘ spricht Niklas Luhmann in einem Beitrag bei dctp.tv. „Ein Liebesbeweis ist das Einlassen auf das, was man in den Augen des anderen ist – und das auch zu wissen! Nicht nur, sich zu fügen, sondern das auch zu wollen, dass man der ist, der der andere erwartet, dass man ist.
http://www.dctp.tv/#/liebe-macht-hellsichtig/luhmann_liebe-als-passion/

Gemeinsames Lernen in Bayern
Der LBBV plädiert nach einem Bericht von bildungsklick.de dafür, die Strukturen der Schulen zu öffnen: „Ein auf Sortieren ausgelegtes System lässt jede Form des modernen Lernens scheitern.“
Soweit, so gut und folgerichtig. Lesenswert ist dann vor allem der erste Kommentare: „…Gott beschütze unser Vaterland [vor?] den sozialistischen Utopisten.
http://bildungsklick.de/pm/78896/schulen-sollten-neue-wege-gehen-duerfen/

Mehr standardisierte Schnittstellen
In einem Gastbeitrag „Nomaden des Wissens“ bei theeuropean.de fordert Jörg Kantel gemeinsame Standards für die wissenschaftliche Arbeit, damit die einzelnen Projekte an den unterschiedlichen Orten dieser Welt besser kooperieren und gemeinsame Datenbestände pflegen können.
Ich glaube, dass standardisierte Schnittstellen sind ein politisches Betätigungsfeld, dass noch viel zu wenig ins Auge gefasst worden ist. Nach der re:publica ’11 wollte ich über standardisierte Schnittstellen für die Schule schreiben, bin aber noch nicht dazu gekommen. Kommt vielleicht noch – aber der Artikel von Jörg Kantel umreisst es schon gut. Er formuliert bislang nur nicht für das Einsatzfeld „Schule“, sondern die Uni. Denkt man erstes mit, gilt aber das Gleiche.
http://www.theeuropean.de/joerg-kantel/6833-web-des-wissens

Koordination des information overflow
Wie können wir uns für etwas Entscheiden, wenn die Informationsflut immer größer wird und damit gleichzeitig auch die Anzahl der zur Verfügung stehenden Optionen? Für Peter Kruse ist die Frage der Relevanz durch Mustererkennung und ‚wisdom of the crowd‘ eine wesentliche Frage, mit der sich die Gesellschaft in der nächsten Zeit befassen muss, wenn sie sich auf den Weg in eine neue Wissensgesellschaft macht.
Video bei Youtube: http://youtu.be/5e21bPydGaQ

G8
Verzweifelnd an der Schulzeitverkürzung des achtjährigem Gymnasiums hat Henning Sußebach seiner Tochter Lisa einen Brief geschrieben: „Liebe Marie, …“ ist als Artikel bei der ZEIT erschienen und lässt einen etwas anderen Blick auf die „guten“ Reformen des Bildungssystems entstehen.
http://www.zeit.de/2011/22/DOS-G8/

Menschenrecht auf Internet
Die UNO hat einen Internetzugang als Menschenrecht bezeichnet. Also fast, indem sie sagen, dass das „Abklemmen nicht den Menschenrechten entspricht“ – das Nicht-haben dagegen ist noch (?) kein Verstoß. Die Richtung aber stimmt.
http://www.wired.com/threatlevel/2011/06/internet-a-human-right/

2000 hours
Der US-amerikanische Lehrer Charles Ripley hat genug von der Lehrerschelte, die scheinbar in den USA besonders heftig ist und von den Republikanern als Beispiel für die Rolle des Staates gesehen wird (dank @macmind für den Hinweis). Er will nun – statt einer Kündigung – ein Jahr lang alle seine Arbeitszeiten dokumentieren und in seinem Blog berichten: http://2000hours.blogspot.com
Wäre es nicht eine Idee, dass wir das – zeitlich etwas mehr begrenzt – bei uns auch mal machen?

Wochenrückblick KW21

Ulrike Reinhard war in der letzten Woche mit dem Projekt butterfly works in Kabul unterwegs. Dabei sind einige Fotoserien (nur Facebook) und Interviews entstanden. Unbedingt ansehen. Mir hat es  einen neuen Blick auf das Land Afghanistan geöffnet.

Mit den „Kolonialherren des Internets“ hat sich die ZEIT anlässlich des (e)G8 Gipfels in Deauville auseinandergesetzt. Sarkozy formulierte auf der Konferenz, dass man das Netzt endlich mal „zivilisieren“ müsse… Die alten Kolonialherren waren unter sich.
Jeff Jarvis, der zwar geladen war, aber eigentlich aus dem unzivilisiertem Internet kommt, twitterte„At #eg8 I feel like a native American or African watching colonial powers sailing in to conquer our new land.“

Wie kann man das iPad (vor allem das 1er) sinnvoll für Präsentationen nutzen? Beat Doebli hat dazu seine persönlichen Tipps zuammengefasst, die ich alle unterschreiben kann.
Kleine Anmerkung: Neu war für mich das Tool iWhiteboard, das jetzt auch auf dem iPad liegt. Ergänzen würde ich dafür den Prezi Viewer, der Präsentation anders, aber auch sehr gut wiedergeben kann.

An der KAS in Köln hat André Spang im Rahmen des iPad Projektes das mündliche Abitur in Musik mit dem iPad durchgeführt und seine Vorbereitungen und Erfahrungen notiert: Mündliches Abitur Musik und GarageBand.

Die letzte Sendung von scobel auf 3sat stand unter dem Thema: „Die Welt ist flach – Chancen und Risiken der digitalen Veränderung„. Mit dabei sind Constanze Kurz, Frank Schirrmacher und Gisela Schmalz. Die Sendung eignet sich ganz toll für eine Partie Buzzword-Bingo – ohne wirklich neue Aussagen.

Ticken Landkinder anders als Stadtkinder? Beim Gedankenhappen ging es am Donnerstag um „Distanz und Nähe“ – aufgezogen an dem Problem, dass die Nachbarn ungefragt die Paprika gießen und man nicht weiß, ob man sich darüber freuen oder ärgern soll.

 

Wochenrückblick KW20

In loser Folge ein paar Links und kurze Kommentare zu Fundstücken der letzten Woche.
Wenn es angenommen wird und ich es zeitlich auf die Reihe bekomme, könnte ich das regelmäßiger durchführen. Maik Rieken geht mit seiner Reihe „Verlorene Links“ mit gutem Beispiel voran. Also:

Marianne Gronemeyer konstatiert in einem Interview im ORF: Die Schule ist durch und durch ökonomisiert. […] ?Für unsere Lebensführung ist das, was wir in der Schule gelernt haben, von außerordentlich untergeordneter Bedeutung.“
http://vorarlberg.orf.at/…

Streng nach dem Motto „Keep the customer satisfied“ überlegt Ellen Smyth: Was ist ein guter Lehrer eigentlich aus Schülersicht? Als Ergebnis gibt es, für online und face-to-face Situationen getrennt, ein Ranking, bei dem ganz oben „Respectful“ steht… vor Knowledge.
http://www.facultyfocus.com/…

Eine Schule ohne Noten, ohne Zensuren und ohne echtes Schulhaus – und trotzdem zahlen Eltern eine Menge Geld für die „verspielteste Schule Amerikas“. RP-online berichtet.
http://www.rp-online.de/…

Google hat mit dem Chromebook ein weiteres Kapitel aufgeschlagen, um dem „User“ den Umgang mit dem Computer noch ein Stück einfacher zu machen. Wer möchte,muss das Notebook nicht kaufen, sondern kann es auch nur leihen. Auf dem Rechner wird eh nichts mehr gespeichert, da ja alles in der Wolke liegt. Dass man natürlich auch nichts am System ändern darf, ist ebenso klar. Kommt eine solche Entwicklung nicht einer Entmündigung der Bürger nahe? – fragt sich Linus Neumann auf netzpolitik.org:
http://www.netzpolitik.org/…

Über die digitale Generation und ihre Verantwortung – und die der Wissenschaft -, sich nicht von der Technologie abhängig zu machen, sondern auf ihr aufbauend die zentralen Fragen neu zu stellen, spricht Gunter Dueck in einem Gastbeitrag bei theeuropean.de.
http://www.theeuropean.de/…

Lummaland unterhält mit seiner Tochter über das iPhone: „Papa, seit wann hast Du eigentlich ein iPhone?
http://lumma.de/…

Amazon hat bekannt gegeben, dass die Anzahl der verkauften digitalen Bücher die Anzahl der Taschenbücher überholt habe. Das (papierne) Buch verliert seinen Nutzwert und erobert sich wahrscheinlich die gesellschaftliche Luxus-Nische, in der schon die Philatelisten warten. Adieu, liebes Papier!
http://www.heise.de/tp/…

Hätte Kant gesurft? Auf einem Forum bei der Friedrich-Eber-Stiftung ging es um das neue digitale Leitmedium und seine Auswirkungen auf Schule und Bildung. Lisa Rosa war dort ebenfalls zu Gast und hat ihre Statement vorher schon in ihrem Blog veröffentlich und eröffnet den kulturhistorischen Bezug auf diese Frage.
http://shiftingschool.wordpress.com/…