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Kritische Anmerkungen zur Methode „WebQuest“

Einleitende Gedanken zur Methode „WebQuest“, wo die Wurzeln liegen und welche methodisch-didaktischen Überlegungen ihr zu Grunde liegen, finden sich in einem Artikel von Mai und Meeh. Die Autoren stellen heraus, dass das WebQuest nach Dodge vor allem unter zeitökonomischen Gesichtspunkten für eine Recherche im unterrichtlichen Rahmen eine gute und kalkulierbare Struktur vorgibt.
Durch Einsatz der Methode lassen sich typische Probleme bei der Internetrecherche mit Schülerinnen und Schüler vermeiden: u.a. ziel- und planloses Verlaufen im Internet, die Auswahl geeigneter Quellen, so dass sich damit die Effizienz der Internetnutzung deutlich erhöhen lässt.
WebQuests sind inzwischen in vielen Ausführungen verfügbar. Die dafür notwendige Technik ist bereits in diversen Portalen und Lernplattformen – oft kostenlos – integriert. Welche Rolle spielt das WebQuest aber unter methodischen Gesichtspunkten? Ist ein WebQuest eine umweltschonende Alternative für Recherche- und Selektionsarbeiten oder ein medienpädagogisch wirksames Instrument für den kritischen Umgang mit dem Internet? Wird, wie von den Autoren oft formuliert, wirklich das eigenverantwortliche Lernen mehr gefördert als im regulären Unterricht?

Aus der Erfahrung heraus möchte ich dazu fünf provokante Thesen formulieren:

1. Ein WebQuest dient dazu, die Kopierkosten der Lehrkraft zu minimieren.
Da bei der Bearbeitung / Lösung eines WebQuests kaum interaktive Momente gegeben sind, könnte man den Einsatz eines Computers oder des Internets auch als überflüssig bezeichnen. Die vom Lehrer unter didaktischen Gesichtspunkten ausgewählten Webseiten ließen sich auch ausgedruckt verteilen und von den Schülerinnen und Schülern analog bearbeiten.

2. Nur die Lehrkraft steigert durch die didaktische Vorbereitung eines WebQuests nachhaltig ihre Medienkompetenz.
Die eigentlich angestrebte Förderung der Medienkompetenz bei den Schülerinnen und Schülern, sich das Wissen selbstständig zu erarbeiten und dabei vor allem Bewertungen von Quellen zu üben, findet in diesem klassischen Rahmen eines WebQuests nicht statt. Zwar werden, wie von Mai und Meeh zitiert, „Wissenswelten“ erarbeitet und ggf. im Anschluss an das WebQuest publiziert und präsentiert, allerdings rechtfertigt dies meiner Ansicht nach noch nicht den Einsatz eines Computers.

3. Die Methode dient nur dazu, dem Lehrenden ein gutes Gefühl hinsichtlich moderner Unterrichtsmethoden zu vermitteln.
Darf der Computer als eigenständiges Werkzeug verstanden und im methodischen Einsatz legitimiert werden, wenn er nur das leistet, was bisher ein Blatt Papier – vielleicht sogar besser und flexibler – ebenfalls leisten konnte? Wird hier im Rahmen der Methode WebQuest nicht versucht, eine klassische Form von Unterricht durch den Einsatz von elektronischen Medien „modern“ zu gestalten, ohne methodisch wie didaktisch qualitativ etwas verändert zu haben?
Die Schülerinnen und Schüler wachsen als „digital natives“ in einer medienkonvergenten Welt auf, die – auch für die ganz jungen Lehrenden – fremd ist. Chatten, SMS, Youtube und flickr sind für die heranwachsende Generation eine normale Informationsquelle. Ob sie deren Wert in Gänze schätzen können ist fraglich – ob wir immer die Bibliotheken richtig genutzt haben auch.

4. Selbstständiges Lernen findet immer schon statt.
Dass durch das WebQuest das selbständige Lernen der Lernenden gefördert wird, halte ich für theoretisch. Denn durch die strenge Vorgabe der Bearbeitungsschritte und eine Vorauswahl der Quellen fehlen zwei für einen Lernprozess wesentliche Punkte: Selbstorganisation und Informationsbeschaffung.
Einzig sinnvoll könnte die Variabilität der Lerngeschwindigkeit sein, die die einzelnen Gruppen hier individuell anpassen können. Da ein WebQuest oft über mehrere Stunden erarbeitet wird und eine Sicherung am Ende in Form einer Präsentation vorgenommen wird, können die Lernenden ihre Zeit im kalkulierbaren Rahmen selber einteilen. Ein besonderes Merkmal der Methode WebQuest ist dies aber nicht und spiegelt sich in vielen freieren und handlungsorientierten Unterrichtsformen ebenfalls wieder.

5. Ein WebQuest tut keinem weh.
Bei der Auswahl eines WebQuests zur Steigerung der Medienkompetenz bei Schülerinnen und Schülern ist Zurückhaltung hinsichtlich der Auswirkungen geboten. Man sollte die Methode nicht mit allzu vielen Hoffnungen überlasten. Enttäuscht werden muss die Hoffnung, dass die Schülerinnen und Schüler durch ein WebQuest lernen, wie aus den schier unbegrenzt scheinenden Informationen des Internets durch ihre subjektive Bewertung und damit Selektion ein befriedigendes Ergebnis erzielt werden kann. Die wesentliche Arbeit dazu wurde bereits von den Autoren eines WebQuests durchgeführt. Ebenso erweitern die Lernenden nicht dem Umgang mit dem Computer, zumindest nicht über die Basis hinaus (einschalten – surfen – chatten – mailen – ausschalten), die sie aus informellen Lernprozessen ehedem schon mitbrachten.
Dennoch kann ein WebQuest einen pädagogisch wertvollen Einsatz finden. Für den Aufbau kritischer Medienkompetenz sehe ich hier zum Beispiel den Anfangsunterricht der 5. bis 8. Klasse. Die teilweise zu beobachtende Ohnmacht vor den Suchmaschinen Google, Yahoo und Co. können über ein WebQuest aufgefangen werden. Gekoppelt an eine sinnvolle Aufgabenstellung kann Schülerinnen und Schülern eine wage Vorstellung vermittelt werden, wie sich im und mit dem Internet arbeiten lässt.
Ein daran anschließender Einsatz könnte beispielsweise sein, dass eine Klasse ein WebQuest erstellt, welches von einer nachfolgenden Klasse durchgearbeitet würde, um dann Verbesserungen und Ergänzungen zu machen oder Fehler zu finden. In diesem Rahmen könnte ein WebQuest eine Art kollaborative Plattform bieten, an der jahrgangsübergreifend gearbeitet wird.
Darüber hinaus ist ein WebQuest sicherlich als Methode zu nutzen, um den Unterricht abwechslungsreicher zu gestalten, da der Einsatz oft mit einer hohen Motivation der Lerngruppe verbunden ist.


Hinweis: Eigentlich hatte ich diesen Artikel schon 2007 als Referendar für das Portal sowi-online geschrieben. Leider wurde der Text nie veröffentlicht, da die Webseite kommentarlos eingestellt worden ist. Leider.
Damit der Text nicht ganz umsonst geschrieben wurde, veröffentliche ich ihn jetzt hier unverändert.

Twitter im Unterricht: Nein, bitte nicht!

Wir versuchen wieder, neue Technologien in ein System zu drücken, das dafür nicht geschaffen ist. Mit der Überlegung von Twitter im Unterricht reduzieren wie nicht nur Twitter in seinen Möglichkeiten enorm, sondern überstrapazieren auch die Schule in ihrer derzeitigen Struktur (was natürlich durchaus wünschenswert sein kann).

Twitter_Was tust du

Twitter ist ein „Was tust Du gerade“ Dienst, der sich in den letzten Monaten verstärkt als politisches und persönliches Sprachrohr entwickelt hat.

Das, wofür man Twitter jedoch in der Schule einsetzen möchte, wie zum Beispiel hier bei LehrerOnline vorgeschlagen, ist nichts anderes als ein Chat. Warum dann nicht direkt auf dieses Medium setzen? Vorteil: Man muss sich nicht anmelden (natürlich anonym! ist ja Schule und wir müssen die Schüler schützen) und braucht sich nicht mit sowas seltsamen wie Hash-Tags auseinanderzusetzen, die dann ggf. sogar noch doppelt verwendet werden und Irritationen schaffen. Immerhin soll Twitter ja innerhalb des Klassenzimmers bleiben.

Solange wir inszenieren ist die Thematisierung im Unterricht immernoch ein gutes Mittel, um den Schülerinnen und Schülern die Lust an einem Werkzeug zu nehmen.

Lasst also Twitter, solange es die Twitterer selber nicht richtig verstehen, aus den Schulen raus. Nutzt Chats für das Feedback und die zeitlich begrenzte Kommunikation im Klassenraum. Das ist einfacher. Allerdings gewinnt man dabei auch bei keinem Bingo.

Kristallisationspunkt für das Posting ist der Beitrag von Melanie, mit dem Titel „Ist Twitter für den Unterricht geeignet?“. Dort hat sich eine spannende Diskussion ergeben.

Digitaler Arbeitsalltag

Es gehört zu einer guten Sitte, dass man hin und wieder über seine täglichen Tools berichtet. Einen gerade gelesenen Beitrag möchte ich daher gerne zum Anlass nehmen und meine eigenen Arbeitsmittel kurz vorstellen:

  • DropBox: Mit der DropBox arbeiten wir inzwischen in drei Arbeitsgruppen eng zusammen und pflegen zur Zeit in vier Fächern gemeinsame Ordner für Unterrichtsmaterial. Das Ganze läuft so nahtlos ineinander, dass ich auf diese Art der Kollaboration inzwischen nicht mehr verzichten könnte. (Wer die DropBox selber mal testen möchte kann das hier tun und bekommt dann direkt noch 250 MB dazu.)
  • iCal: Meine Verwaltung von Terminen und Stundenplänen läuft über iCal, den ich mit dem iPhone abgleiche. Dadurch habe ich überall Zugriff und kann kurzfristig Änderungen eintragen, die über MobileMe und Push direkt auch auf dem MacBook sichtbar werden. Vorteil: Da iCal mit dem vCalendar-Format arbeitet, kann man sich mit vielen Kollegen digitale Einladungen zusenden und so Terminankündigungen vereinfachen.
  • OpenOffice: Obwohl Pages viel schicker aussieht haben wir uns in den Arbeitsgruppen darauf geeinigt, primär mit OpenOffice zu arbeiten. Dies ist dann nötig, wenn man die Dateien über die DropBox austauschen möchte (wenn doch mal Pages, dann auf jeden Fall ein PDF beilegen). Es ist keine Liebe, aber man gewöhnt sich dran und genießt die Vorteile, dass man ein offenes Dokumentformat verwenden kann (.odt) und so kaum Formatierungsprobleme auftauchen.
  • TeacherTool: Für die gesamte Unterrichtsdokumentation, die überlicherweise über Notenlisten und Kursbücher abläuft, verwende ich seit letztem Schuljahr TeacherTool. Dieses Programm läuft auf dem iPhone und funktioniert inzwischen ohne größere Probleme (Version 1.5 – kommt in ein paar Tagen über iTunes). Ich genieße es, dass ich schnell Feedback über die letzten Wochen geben kann (gegenüber Kollegen und Schülern) und mit der Wiedervorlage nicht so schnell vergesse, wenn noch etwas abgegeben oder ein Referat besprochen werden muss. Habe damit alle Infos immer in der Tasche.
  • moodle: Für die Oberstufe habe ich in den letzten drei Jahren sehr intensiv neben dem Unterricht ein moodle geführt und dort neben Aufgaben auch die Themen dokumentiert und alle Arbeitsblätter und Quellen hinterlegt. Im laufenden Schuljahr habe ich darauf vorerst verzichtet, da mit der Format zu eng erscheint.
  • Blog: Für die Kommunikation in und mit der eigenen Klasse verwende ich ein WordPress Blog, welches mit ‚authenticator‚ nach außen hin geschlossen ist. Hier werden aktuelle Notizen hinterlegt, die Elternbriefe gesammelt oder Berichte aus der Woche oder von spannenden Unterrichtsprojekten von den Schüler/innen verfasst.
  • Wiki: Anstelle eines moodles versuche ich zur Zeit in einem 11er Kurs ein Wiki einzusetzen. Dies erscheint bisher deutlich attraktiver für die Schüler/innen zu sein und bietet eine größere Flexibilität bei der Gestaltung der Inhalte. Da ich auf den Service von wikispaces.com zurückgreife, erspare ich mir außerdem die Wartung eines zusätzlichen Wikis auf dem eigenen Server.
  • MindMeister: Sowohl für Unterrichtsplanungen mit den Schüler/innen, als auch für ie Dokumentation von Projekten oder als rudimentäre ToDo-Liste in einer Arbeitsgruppe setze ich sehr gerne MindMeister ein. Die Oberfläche ist ansprechend und selbsterklärend und die Ergebnisse lassen sich gut exportieren oder unterwegs auf dem iPhone ansehen und bearbeiten. Seamless.
  • lo-net2: Nein, mögen tue ich diese Plattform nun wirklich nicht. Und daher setze ich sie auch im eigenen Unterricht nicht ein. Da wir aber als Schule vor ca. drei Jahren entschieden haben, dass die Fachkonferenzen dort ihre Protokolle und Dokumente hinterlegen, ist es einer Erwähnung wert. Immerhin kamen darüber viele Kollegen erstmalig in den Kontakt mit Online-Lernplattformen.
  • OmniFocus: Auch ohne strenges GTD-Prinzip ist mir OmniFocus eine große Hilfe für die ganzen Kleinigkeiten, die am Tag erledigt werden müssen. Ich spare mir so das Papier und kann sowohl unterwegs (iPhone) wie auch am Rechner komfortabel Notizen eintragen und als erledigt abhaken. Den Twitter-Beitrag von macmind vor ein paar Tagen unterstütze ich voll…
  • GoogleReader & Instapaper: Um die tägliche Flut an Nachrichten zu organisieren setze ich GoogleReader und Instapaper ein, die sich mit ein paar Tricks hervorragend ergänzen. Auf diese Weise kann ich nicht nur den interessanten Diskussionen folgen, sondern finde auch den ein oder anderen Artikel für eine Klausur. Auf dem iPhone genauso wie im Web oder auf dem Mac.
  • DevonThink: Mein zentraler Datensammler ist DevonThink Pro Office. Alles, was als Interessantes von außen kommt, wird dort hinterlegt (ausgenommen Unterrichtsmaterial). Mit den integrierten Import-Optionen werden sowohl Papier wie auch Webseiten verarbeitet und wegsortiert.
  • MobileMe: Der Sync der Kalender, Adressen und Bookmarks läuft über MobileMe.

Über Feedback und Anregungen bin ich dankbar.

WiiBoard im Einsatz

In den letzten Tagen habe ich immer wieder mal das WiiBoard ausgepackt und stelle fest: Es wird wohl ein fester Bestandteil meiner Lernarrangements. Der Aufbau dauert nicht länger als die Schülerinnen und Schüler brauchen, ihre Materialien bereit zu legen. Und der Mehrwert ist gewaltig.

So haben wir heute mit MindMeister ein Brainstorming mit anschließender Planung der Reihe „Tropischer Regenwald“ gemacht, was mit Magneten an der Tafel in der durchgeführten Art überhaupt nicht denkbar gewesen wäre. Zuerst alles sammeln, dann gruppieren, einzelne Gruppen verschieben, Gruppen mit Ähnlichkeiten auf eine Seite bringen und am Ende große Äste erstellen. Wo früher oft das Problem des Clusterns bestanden hat (wer macht es? Mitdenken der Gruppe nur schwer möglich) geht es heute mit dem IR-Stift. Man kann auch mal was verschieben und wieder zurück packen. Es kostet keine Zeit und ist visuell direkt begreifbar.

Es ist klar, dass durch ein Wiiboard noch kein offener Unterricht nötig wird. Auch die Substitution der grünen Tafel ist nicht angedacht oder machbar. Bei mir geht es vor allen Dingen darum, den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in neue Technologien zu ermöglichen und WebTools im Unterricht einzusetzen. Die schnellere Reaktionsmöglichkeit führt zu einer hohen Aktivität der Schülerinnen und Schüler und löst einen direkten Mitmachfaktor aus („Ach, ich geh mal eben nach vorne und erkläre es da“.).

Der Aufbau

Der OHP inklusiv Tisch spielt dabei eine zentrale Rolle, da er den Beamer mit WiiRemote in Position bringt. Durch die klippertsche Sitzordnung habe ich vor einer Tischgruppe Platz, sodass keiner in seinem Blickfeld eingeschränkt wird und der Beamer nicht mittem im Raum steht. Gerade für bewegte Unterrichtsphase ist das wichtig.

WiiBoard: von oben

Vor dem OHP-Wagen steht einer der freien Einzeltische, auf dem ich das MacBook platziere. Auch hier besteht durch die Eingliederung in die Tischgruppe nicht die Gefahr, dass jemand aus Versehen dagegen läuft.

WiiBoard: von der Seite

Um das Bild vernünftig an der Wand zu sehen und vor allem mit dem Stift flüssig schreiben zu können habe ich ein Plakat aus der Reihe „Der Planet Erde“ (ich glaube es ist die Darstellung des Mondes) umgedreht, sodass ich eine weisse Fläche an der Wand habe.

WiiBoard Aufbau

Überlegen muss ich noch, ob ich das orangene – und zum Glück extra lange – Stromkabel mit Panzertape am Boden befestige. Dann kann eigentlich nichts mehr schief laufen. Das würde allerdings auf Kosten der Flexibilität des Klassenraumes gehen, weshalb ich bisher Abstand davon genommen habe. Die Beobachtung, dass selbst in den Pausen die Schülerinnen und Schülern vorsichtig im Klassenraum unterwegs sind, lässt mir die Hoffnung, dass es mit der nötigen Verantwortung auch so geht.

Let´s wordle

Taggen geht auch im Unterricht.

Mit wordle.net lassen sich aus Texten oder Stichwortlisten ruck-zuck Textwolken erstellen. So lassen sich Einsstiege oder abschließende Betrachtungen in textlastigen Phasen abwechslunsreicher gestalten.

René hat sich dem Thema auch schonmal angenommen und bei lehrer-online einige Einsatzszenarien skizziert.

Ich habe mal Becks Text „Das normale Chaos der Liebe“ ins wordle geworfen. Raus gekommen ist dabei das:

Digitale Tafeln

René hat in den letzten Wochen das interaktive Whiteboard entdeckt und sich eine low-cost Version mit Beamer und Wii-Remote hergestellt. Eine Sache, dich ich auch unbedingt probieren möchte.

Wir haben in der Schule bereits zwei Smartboards und nutzen diese in den NT-Raum. Ich nutze es in erster Linie dafür, Webseiten wie beispielsweise ein gemeinsames Wiki zu zeigen und durch die Webseite zu navigieren. Es ist für alle angenehmer, wenn man dafür nicht gebückt in einer Ecke über dem Computer stehen muss, sondern sich frei bewegen kann.

smartboard

Auch spontane Skizzen sind mit dem in der Software integrierten Notebook schnell für alle sichtbar erstellt und erfreuen die Schüler/innen bis weit in die Pausen hinein. Praktisch ist, dass die Ergebnisse nicht weggewischt werden müssen, sondern abgespeichert sind und beim nächsten Mal wieder geöffnet werden können.

Gerade für diesen Einsatz wünsche ich mir Smartboards auch im GL-, Chemie- und SoWi Unterricht. Tafelbilder, die in einer Stunde gemeinschaftlich entworfen wurden, haben eine hohen Wiedererkennungswert. Darin liegt ein nicht zu unterschätzender Vorteil für den getackteten Lernprozess an den Schulen, den wir mit den grünen Tafel bisher nicht nutzen können. Das Fotografieren der Tafelbilder löst das Problem nicht wirklich, auch wenn die Bilder für die Schüler/innen im moodle hinterlegt werden.

Eine Wandtafel bleibt aber – egal ob grün oder weiss – ein frontales Medium. Einzig der Inhalt kann bei einer weißen Tafel erheblich flexibler sein und  auch für die Ideen der Wandtafel 3.0 von Beat Döbeli offenstehen. Sein Vortrag – den ich an anderer Stelle mal erwähnt hatte – vergleicht die klassische Wandtafel mit den Wikis und zieht dabei interessante Parallelen (ab Min. 14:45 h).

Lösungen herstellen

Eine passend konzentrierte Lösung herzustellen gehört zu den (fast) täglichen Aufgaben für den Chemielehrer und ist doch immer mit Rechnerei verbunden. Ich helfe mir dabei mit dem Solution Widget fürs Dashboard. Schnell die molare Masse, das Volumen und die gewünschte Konzentration eintragen und schwupps, hat man die abzuwiegende Menge parat. Geht auch manuell, ist so aber einfacher.

http://mekentosj.com/widgets/solutions/

Visualisierungen

„Verdammt, morgen muss die Präsentation fertig werden und ich hab einfach noch nicht den richtigen Weg gefunden, die Daten gut zu präsentieren… “

Kein Problem mit dem ‚Periodensystem der Visualisierungen‚. Hier sind verschiedenste Möglichkeiten zusammengefasst, die einen inspirieren können. Kopieren ist nicht gut, da die Qualität und Gestaltung nicht immer Sahne ist, aber als Ideengeber sicherlich zu gebrauchen. Klasse.

via: http://blog.guykawasaki.com/2007/01/the_art_of_visu.html