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Science on stage

Vom Donnertag bis Sonntag der kommenden Woche (23.10. – 26.10.) findet in Berlin das „Science on Stage Festival 2008“ statt. Der Kongress wird sich unter anderem mit der Frage beschäftigen: Alleinunterhalter oder Moderator? Der Nawi-Lehrer von morgen.

Wir haben uns von der Gesamtschule-Barmen mit dem seit einem Jahr laufenden Projekt „KiD – Kursinterne Differenzierung im Chemieunterricht“ beworben und sind eingeladen worden, das Konzept dahinter vorzustellen und dabei vor allem auf die neue Rolle des Lehrenden einzugehen.

Mit einer im Projektantrag verbrieften Differenzierung in zwei Leistungsniveaus – die auch auf dem Zeugnis ausgewiesen werden – kann die Rolle des Lehrenden nicht mehr so zentral sein kann wie man das von klassischen Unterrichtsformen oft gewohnt war. Wir agieren mehr als Arrangeure, bereiten das Lernumfeld vor und stehen während der Arbeit den Lernenden mit Rat zur Seite.

Bei dem Projekt hat sich für uns selber deutlich gezeigt, wie wichtig im Schulalltag die gemeinsame Arbeit in einem Team ist. Trotz aller Zeit, die die Planung verschlingt, bringt es am Ende ein Mehr an Spaß bei der Arbeit. Und im weiteren Verlauf ergibt sich auch wieder eine Zeitersparnis, da man die gemeinsamen Arbeitswerkzeuge mit neuen Erkenntnissen etwas anpassen und erneut einsetzen kann.

Finden sich zufällig weitere Leser in Berlin auf dem Kongress ein?

Klimawandel Hype

Cicero hat eine Übersicht über die kritischen Fragen zum „Klimawandel“ erstellt – und die FdoG haben es gleich aufgegriffen. Aufklärung und Erklärung tut bei diesem Thema sicherlich besonders not. Nicht nur, um den Hype entgegenzuwirken.

Leider arbeitet der Autor nach ähnlichen Prinzipien wie jene, die er eigentlich entkräften möchte.

Warum wird eine solche Frage formuliert?

Ist Kohlendioxid ein Schadstoff?

Kohlendioxid ist kein Schadstoff, sonst müsste man dem Menschen das Atmen verbieten. Der Mensch ist selbst eine Verbrennungsmaschine. Schon wenn er den Brennwert seines Frühstücks umwandelt, emittiert er Kohlendioxid. Wenn sich 100 Menschen in einem vier Meter hohen Raum von 200 Quadratmetern versammeln, dann ist die CO2-Konzentration in diesem Raum nach einer Stunde etwa zehnmal höher als in der Erdatmosphäre. Gefährlich ist das aber nicht. Wie die Sonne, das Wasser oder der Sauerstoff hält Kohlendioxid den planetaren Kreislauf in Gang, es dient zur Ernährung der Pflanzen. In Gewächshäuser wird daher sogar zusätzliches Kohlendioxid hineingeblasen. 97 Prozent der jährlichen Kohlendioxidemissionen entstammen der Natur, etwa drei Prozent aus der Verbrennung fossiler Rohstoffe durch den Menschen.

Die Frage ist doch schon Humbug. Und die Antwort vermittelt, dass man sie ernsthaft beantworten könne.

Nach dem Text ist Kohlenstoffdioxid nicht nur kein Schadstoff, sondern gar ein nützliches Gas, das unseren Planten am Wachsen hält. Für die Pflanzen gilt das sicherlich. Für Lebenwesen sind hohe Konzentrationen von CO2 allerdings tödlich – nicht umsonst wird an Höhleneingangen oft davor gewarnt, Hunde auf dem Arm zu tragen. Die CO2-Pfützen in den Mulden könnten sonst unangenehme Folgen haben. Immerhin bekommt man davon kaum was mit: CO2 ist geruchslos.
Diese Konzentrationen finden sich freilich nicht in der Atmosphäre.

Die Absicht des letzten Satzes dieser Erklärung finde ich ebenfalls zweifelhaft. Natürlich ist der Anteil des anthropogenen Kohlenstoffdioxids am gesamten Kohlendioxidhaushalt relativ gering. Wenn man allerdings bedenkt, dass das „natürliche“ CO2 in einem geschlossenen Kreislauf arbeitet, aus dem seit Millionen von Jahren Biomasse – die heutigen fossilen Brennstoffe – herausgetrennt wurde und nun innerhalb von einigen Jahrzehnten wieder hineingeblasen wird, dann werden die restlichen 3 Prozent plötzlich sehr relevant. Sie sind nämlich auf der sensiblen Waage zusätzlich im Spiel.

Wenn man die feinen und mehrfach gekoppelten Gleichgewichte der Atmosphäre kennen lernt, dann ist klar, dass man keine 1:1 Übereinstimmung herleiten kann, dass das CO2 als einziger Grund für den erhöhten Treibhauseffekt verantwortlich ist. Aber man kann es auch nicht ausschließen und die Indizien wiegen schwer.

Ich hätte mir eine etwas gemäßigtere Form der Informationen gewünscht.

Lösungen herstellen

Eine passend konzentrierte Lösung herzustellen gehört zu den (fast) täglichen Aufgaben für den Chemielehrer und ist doch immer mit Rechnerei verbunden. Ich helfe mir dabei mit dem Solution Widget fürs Dashboard. Schnell die molare Masse, das Volumen und die gewünschte Konzentration eintragen und schwupps, hat man die abzuwiegende Menge parat. Geht auch manuell, ist so aber einfacher.

http://mekentosj.com/widgets/solutions/

Visualisierungen

„Verdammt, morgen muss die Präsentation fertig werden und ich hab einfach noch nicht den richtigen Weg gefunden, die Daten gut zu präsentieren… “

Kein Problem mit dem ‚Periodensystem der Visualisierungen‚. Hier sind verschiedenste Möglichkeiten zusammengefasst, die einen inspirieren können. Kopieren ist nicht gut, da die Qualität und Gestaltung nicht immer Sahne ist, aber als Ideengeber sicherlich zu gebrauchen. Klasse.

via: http://blog.guykawasaki.com/2007/01/the_art_of_visu.html