Schlagwort-Archive: workflow

PLE 2015

Auf Twitter kam vor ein paar Tagen die Diskussion um digitale Lern-Werkzeuge auf, die mich daran erinnert hat, dass ich eigentlich schon seit Längerem etwas zum PLE schreiben möchte. Tu ich dann mal: 

PLE, das ist ein „Personal Learning Enviroment“, eine Mischung aus Lernwerkzeugen und Orten. Vielleicht kann man ein PLE auch als eine Art Landkarte digitaler Werkzeuge bezeichnen, in der  Quellen und Wege der eigenen Lernprozesse festgehalten werden.

Da fast alles, was ich täglich tue, einen Mikro-Lernanlass in sich trägt, stellt sich die Frage: Was ist denn ein „Nicht-Lernprozess“? Was gehört nicht in ein PLE?

Um hier durch Reduktion eine Übersicht zu erhalten, soll bei der Formulierung des PLE zwangsweise heftig periodisiert werden: Was sind wesentliche, nicht verzichtbare Bestandteiles meines täglichen Lern-Arbeits-Prozesses und wie spielen diese „Bestandteile“ zusammen?

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Mail → Zwischenablage

Kleines Update für den Mail-Workflow: Message-URLs in die Zwischenablage kopieren geht natürlich auch – nicht nur direkt in Evernote oder OmniFocus (wie hier beschrieben).

Guido und ich habe uns heute zusammengesetzt und ein wenig probiert. Das Ergebnis ist ein kleines Script, das als Dienst unter Mac OS X in Mail.app läuft und die Message-URL in die Zwischenablage kopiert. Das ganze aber nicht als unformatierte URL (was ich einfach unschön finde), sondern im Format „(siehe Mail)„.

Ideengeber für die Scripts sind folgende Quellen:

Download des Scripts:

Mail → Evernote & Omnifocus

In den letzten Ausgaben von BZT habe ich mich über das Zusammenspiel von Evernote, Omnifocus und Mail geäußert. Wie ich die drei nutze und untereinander verlinke, möchte ich kurz vorstellen.

Mail wird von vielen als Todo Liste genutzt. Der Eingangskorb ist das, was man noch erledigen muss – neben dem, was man schon gelesen hat und nicht bearbeiten muss und den Mails, die man irgendwie später mal bearbeiten könnte. Das führt – wenn man den Eingang dann auch gleich noch als Archiv nutzt – in Windeseile zu einem unübersichlichen Chaos. Sicherlich, es funktioniert; irgendwie. Aber ein „trusted system“, also eine Ablage, die Sicherheit für die wichtigen Dinge vermittelt, ist das nicht.

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Medien im Unterricht

In der Zeitschrift „kjl&m – forschung.schule.bibliothek“ erschien vor kurzem ein lesenswerter Bericht von Ricarda Dreier über ihre Erfahrungen mit dem digitalen Schulalltag und dem iPad im Unterricht. Ricarda hat den Artikel zur (Neu-)Veröffentlichung hier freigegeben. Danke!

„Bring your own devices“

Nicht nur aus der Perspektive der Schüler(innen), sondern auch aus der Sicht der meisten Lehrer(innen) gilt, dass sich private und schulische Medienwelten fundamental unterscheiden. Während Computer und Internet zu Hause ganz selbstverständlich zu den unverzichtbaren Werkzeugen der Unterrichtsvorbereitung gehören, werden digitale Medien im konkreten Unterrichtsalltag weitaus seltener eingesetzt. Das liegt häufig immer noch daran, dass es in der Schule gravierende infrastrukturelle, technische und organisatorische Probleme gibt: Denn brauchbare Hard- und Software ist – wenn überhaupt – nur in einigen speziell eingerichteten Computerräumen zu finden, die umständlich und oft lange im Voraus reserviert werden müssen und deren Nutzung häufig ineffektiv ist, wenn man lediglich ein kurzes Video bei YouTube anschauen oder rasch eine Internetrecherche starten möchte. Weiterlesen

Das iPad als Dokumentenkamera

Hintergrund

In der Session „Show me your Apps“ von @ralfa und @alextee auf dem EduCamp Bielefeld ist die Idee entstanden, das iPad als Dokumentenkamera zu verwenden. @alextee hatte einen AppleTV dabei, um über AirPlay das Bild des iPads auf den Beamer zu übertragen. Weil dies mit älteren Geräten aber nicht ging, haben wir auf einem iPad2 die Kamera-App gestartet und dann das Bild über AirPlay an den Beamer weitergeleitet. Fertig war die mobile Dokumentenkamera. Weiterlesen

Tools: Teachertool, Evernote und ifttt

Länger schon habe ich nicht mehr über Software geschrieben, die mir im Alltag gute Dienste leistet und die papierfreie Schultasche erst ermöglicht. Daher heute eine kleine Tool-Show mit den Programmen Teachertool, Evernote und ifttt.

TeacherTool
http://www.teachertool.de/

Das digitale Notenbuch Teachertool begleite ich inzwischen seit den ersten Beta-Versionen. Mit dem letzten Update auf Version 3.0 ist es nun auch offiziell auf dem iPad angekommen und nutzt den Platz auf dem Bildschirm für eine deutlich bessere Übersicht.
Ich konnte Teachertool seit Beginn des Schuljahres auf dem iPad nutzen (Beta-Tester) und habe seitdem die iPhone Version nicht mehr angerührt. Da das iPad eh ein integraler Bestandteil meines Alltages ist, ist es so immer dabei.

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Die digitale Schultasche – Juli 2011

Wenn sich ein Schuljahr dem Ende neigt, ist die Zeit für ein kleines Resümee gekommen. Das Projekt der ‚papierfreien Lehrertasche‚ mit dem iPad jährt sich dieser Tage.

Was kann man als Erfahrung festhalten? Wo hakt es noch, was funktioniert schon gut? Ich habe mal ein paar Gedanken zusammengetragen…

Digitale Lehrertasche

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Papierfreie Schultasche – November 2010

Wie läuft es denn so mit dem iPad im Schulalltag? Kann man die papierlose Schultasche noch aufrecht halten, oder ist es auf Dauer doch zu aufwändig?

Es läuft gut, und es wird besser.

Seit meinem Bericht im Mai 2010 hat sich einiges verändert. Das Setting ist kleiner geworden und die Handhabung wird zunehmend runder. Das liegt sowohl an dem Update für das iPad, welches vor einer Woche veröffentlicht wurde. Und auch an der Aktualisierung von Google, die es endlich erlaubt, die GoogleDoc Dokumente auch auf mobilen Endgeräten zu editieren.
Für die, die sich auch mit dem Gedanken einer papierfreien (Schul-)tasche beschäftigen, folgende Tipps aus den bisherigen Erfahrungen. Ich freue mich über einen Erfahrungsaustausch.

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Zwischenbericht „Digitale Schultasche“

Mich erreichte gerade eine Mail:

Kannst Du mal die Vorteile des iPads gegenüber einem Laptop zusammenzufassen, die sich nicht auf „das Surfgefühl ist einfach toll“ oder „im Bett kann man damit besser Mails tippen als mit dem iPhone“ beschränken?

Die beiden Punkte sind aber relevant, auch wenn sie überall runtergebetet werden. Ich sitze weniger am Schreibtisch und nutze inzwischen auch mal Sofa und Stühle… die bisher ein unbeachtetes Dasein geführt haben.

Aber darüber hinaus:

Das Schreiben von längeren Texten am iPad ist schwierig/gewöhnungsbedürftig. Es geht zwar, aber eine richtige Tastatur ist definitiv besser und schneller. Andererseits ist es deutlich angenehmer als am iPhone – ein Zwischending eben.

In der Schule nutze ich das iPad jetzt seit zwei Tagen:

  • Die Notizen, die ich während des Tages machen muss, sind oft kurz und „Merkzettel“. Dafür eignet sich zum einen ein Stück Papier in der Hosentasche, oder das schöne Programm Penultimate.
  • Sollte es Änderungen und Ergänzungen an der Unterrichtsplanung geben, so kann ich das über das iPad gut machen. Ich habe das entsprechende Word-Dokument über die DropBox verfügbar und kann es mit Office2 HD bearbeiten.
  • Bücher und Co. bleiben auch zu Hause, da ich inzwischen alle aktuell genutzten Werke eingescannt und über den GoodReader verfügbar habe. Werden Arbeitsblätter oder Unterlagen für eine Stunde gebraucht, werden diese in einer blauen Mappe mitgenommen.
  • Den Server kann ich über VNC verwalten.

Meine (fast) papierlose Schultasche besteht also aus 1. dem iPad (700 g), 2. einer blauen Mappe mit ein paar weißen Blättern und ggf. den Arbeitsblätter (250 g) und 3. einem Kugelschreiber. Find ich angenehm.

Ist das nun ein Bruch und alles wird anders? Mhh… Für ein erstes Fazit müssen wohl noch ein paar Wochen ins Land ziehen. In den letzten beiden Tagen habe ich zumindest den Laptop in der Schule nicht vermisst. Wenn das so bleibt, könnte sich mein Mediennutzungsverhalten grundlegend ändern.

Was mir ganz klar noch fehlt:

  1. Ein vernünftiger Sync der Arbeitsdaten zwischen iPad-Programmen und der DropBox
  2. OmniFocus for iPad
  3. Die Möglichkeit, systemweit das Videosignal über VGA auszugeben. (Das hier ist nur eine Zwischenlösung.)
  4. Eine Benutzerverwaltung, um das iPad auch mal Schüler/innen für eine spontane Recherche in die Hand zu drücken.