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BarCamp als Teil der Schulentwicklung II

Zum zweiten Mal in der jungen Schul-Geschichte meiner neuen Schule (GE Nord) habe ich an diesem Wochenende ein BarCamp zur Schulentwicklung durchgeführt – unter dem Namen „PlanBar 2015“.

Der erste Durchlauf war so gut, dass wir als Schulgemeinschaft noch bis heute von den damaligen Ergebnissen zehren: Der Input für die Ganztagsangebote sowie für die Curriculumsentwicklung wurden größtenteils 1:1 aufgenommen. Eine Dokumentation der PlanBar 2013 gibt es hier.

Neben den inhaltlichen Aspekten war aber ein Aspekt im Rückblick wahrscheinlich noch wichtiger: Das Gemeinschaftserlebnis. Schüler, Lehrer, Freunde der Schule – alle haben gemeinsam an Themen des eigenen Interesses gearbeitet, sich ausgetauscht und Pläne für die Zukunft geschmiedet. Ich kenne kein anderes Format, dass dieses Erlebnis immer wieder in so einer beiläufigen Selbstverständlichkeit hinbekommt wie ein BarCamp.

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Ein BarCamp als Teil der Schulentwicklung I

Was ist ein BarCamp?

Ein BarCamp ist ein offenes Konferenzformat, bei dem der Anteil des „selber Denkens“ und sich Einbringens gegenüber klassischen Konferenzen einen viel größeren Teil einnimmt. Weil man auf einem BarCamp immer aktiv ist, spricht man auch nicht von „Teilnehmer_innen“, sondern von den Teilgebern, die ihren Anteil am Gelingen einer Veranstaltung haben.

Das Format eines BarCamps lässt sich nicht einfach durch einen Text beschreiben und lesend erfassen: Man muss es selber erlebt haben. Oft entwickelt sich auf einer Veranstaltung eine eigene Dynamik, die in Worte zu fassen schwer ist und meist vorher nicht absehbar oder gar planbar war.

BarCamps gibt es zu den unterschiedlichen Themen inzwischen überall – sicherlich auch in der Umgebung. Empfehlenswert zum Reinschnuppern ist zum Beispiel ein EduCamp, das sich mit allem beschäftigt, was analoge und digitale Bildung so interessant macht. Im Herbst findet das nächste EduCamp in Berlin statt. Ebenfalls in Berlin startet das OERcamp 2013 im Rahmen der OERde13-Konferenz der Wikimedia. Beides eine gute Gelegenheit, ein BarCamp zu erleben.

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„EduAction“

Unter dem Titel „EduAction – Wir machen Schule“ hat Margret Rasfeld (in Zusammenarbeit mit Peter Spiegel) ihre Erfahrungen von der Schulgründung der Evangelischen Schule Berlin Zentrum – kurz esbz – zusammengetragen.

Es hat sich ja inzwischen eingebürgert, dass erfolgreiche Schulgründungen erst dann erfolgreich sind, wenn die Schulleitung darüber auch ein Buch schreibt. Und das ist gar nicht mal so schlecht, da darüber wesentliche Erfahrungen und Ideen weitergegeben werden und an anderen Stellen als Kristallisationskeime dienen können.

Ich hab das Buch gerne gelesen, vor allen Dingen wegen des starken Praxisbezuges, den weiterführenden Hinweisen am Ende jedes Kapitels und weil es sich bei der esbz um eine (fast) ganz normale Schule handelt. Fast ganz normal, weil sie in freier Trägerschaft ist und sich daher mit geringem Schulgeld teilweise selber finanzieren muss. Es macht aber nicht den Eindruck, dass über diese Stellung eine Begründung zu finden ist, warum Projekte, die an der eszb gut laufen, nicht auf eine Regelschule übertragbar sein sollten. Wer nähre Infos zur Finanzierung wünscht, findet auch diese im Buch.

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