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	<title>EduShift &#187; Schule</title>
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	<description>laut gedacht…</description>
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		<title>Von Trojanern, Paragraphen &amp; Schule</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 17:43:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Schaumburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[schultrojaner]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Auf der offenen Tagung &#8220;<a href="http://www.urheberrechtsbuendnis.de/workshop122011.html">Fair, open &#38; sustainable: Ein Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft!</a>&#8221;  des Aktionsbündnisses &#8220;<a href="http://www.urheberrechtsbuendnis.de/">Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft</a>&#8221; habe ich einen kleinen Einblick bekommen, wie an den Unis &#8211; leider ohne bedeutende Beteiligung der Schulen &#8211; für eine praktikable Umsetzung des Urheberrechtes gerungen wird. Ein paar Überlegungen zur Tagung sollen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der offenen Tagung &#8220;<a href="http://www.urheberrechtsbuendnis.de/workshop122011.html">Fair, open &amp; sustainable: Ein Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft!</a>&#8221;  des Aktionsbündnisses &#8220;<a href="http://www.urheberrechtsbuendnis.de/">Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft</a>&#8221; habe ich einen kleinen Einblick bekommen, wie an den Unis &#8211; leider ohne bedeutende Beteiligung der Schulen &#8211; für eine praktikable Umsetzung des Urheberrechtes gerungen wird. Ein paar Überlegungen zur Tagung sollen im Folgenden notiert sein.</p>
<p><em>Vielleicht tut an dieser Stelle &#8211; auch zum Verständnis des Folgenden &#8211; ein kurzer Disclaimer not: Ich stehe der Idee des &#8220;Urheberrechts&#8221; durchaus kritisch gegenüber und glaube, dass durch das digitale Leitmedium eine &#8220;kleine Reform&#8221; nicht mehr ausreichen wird, um die unterschiedlichen Interessen von Urhebern, Rechteinhabern und Verbrauchern zu befriedigen. Möglicherweise ist ein Reset und &#8220;zurück auf null&#8221; der einzige Weg, der mittelfristig Lösung schafft.</em><br />
<span id="more-2373"></span><br />
<strong>Zum Schultrojaner</strong><br />
Der Begriff des &#8220;Schultrojaners&#8221; hat sich für den öffentlichen Diskurs etabliert, nicht zuletzt durch den auslösenden Artikel bei <a href="http://netzpolitik.org/2011/der-schultrojaner-eine-neue-innovation-der-verlage/">netzpolitik.org</a> und den offenen Brief von <a href="http://herrlarbig.de/2011/11/01/betreff-schultrojaner-liebe-schulbuchverlage/">Torsten Larbig</a>.<br />
Begrifflich ist die Software damit aber falsch beschrieben, da es sich nicht um einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trojanisches_Pferd_(Computerprogramm)">Trojaner</a> im eigentlichen Sinne handelt, der als &#8220;Schadsoftware&#8221; unerkannt auf den Geräten installiert werden soll. Auch die im <a href="http://www.google.de/search?q=Gesamtvertrag+zur+Einräumung+und+Vergütung+von+Ansprüchen+nach+§53+UrhG">Gesamtvertrag zur Einräumung und Vergütung von Ansprüchen nach §53 UrhG</a> formulierte &#8220;Plagiatssoftware&#8221; (siehe §6.4) ist irreführend, da es sich bei digitalen Kopien nicht um ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Plagiat">Plagiat</a> handelt, also um das &#8220;Aneignen fremder geistiger Leistungen&#8221;, sondern um <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digitalisierung#Endprodukt">Digitalisate</a>.</p>
<p>Interessant ist, dass aus der vertraglichen Perspektive die Software eigentlich unnötig ist, da in §6.2 bereits sichergestellt wird, dass die Länder &#8220;die Einhaltung des vorliegenden Gesamtvertrages an den staatlichen Schulen regelmäßig überprüfen&#8221; werden. Eine Einhaltung ist also bereits gewährleistet und müsste &#8211; mit einer gesonderten Software &#8211; nicht unbedingt unterstützt werden.<br />
Bedenkt man, welchen Trubel gerade die Software verursacht hat, muss man sich schon fragen, warum die entsprechende Passage Bestandteil des Vertrages wurde. Eine entsprechende öffentliche Diskussion war doch absehbar. Umso mehr: cui bono?</p>
<p><strong>Der Gesamtvertrag zu §53</strong><br />
Guido Brombach hat im Anschluss an eine Podiumsdiskussion zum gleichen Thema bei der Boell-Stiftung seine Bedenken gegen den Gesamtvertrag im <a href="http://www.dotcomblog.de/?p=3036">Blog</a> formuliert.<br />
Dort schreibt er, dass durch den Gesamtvertrag keine Rechtssicherheit, sondern eher Unsicherheit im schulischen Alltag hergestellt werden würde. Ist dem so?</p>
<p>Der Gesamtvertrag erlaubt, dass Medien in Schulen genutzt werden können. Zwar nur analog, aber es ist erlaubt und wird vergütet.<br />
Ohne den Vertrag müssten Schulen mit jedem Rechteinhaber individuelle Absprachen treffen, wenn Material eingesetzt wird, das in irgendeiner Art und Weise urheberrechtlich geschützt ist.<br />
Der Gesamtvertrag hat also durchaus positive Auswirkungen für den Alltag an den Schulen &#8211; wenn man an der Idee des Urheberrechts… <em>siehe disclaimer</em>.</p>
<p>Das interessante ist, dass durch den Gesamtvertrag und die urheberrechtlichen Hinweise in den Büchern die Vervielfältigung von Material immer nur in analoger Form vorgesehen ist. Eine Digitalisierung wird grundsätzlich und in jeder Form ausgeschlossen.</p>
<p><del>Neu war für mich, dass in Niedersachsen die ersten Schulen nach Urheberrechtsverletzungen durchsucht werden, um die Einhaltung des Gesamtvertrages zu überprüfen. Das geschieht ganz ohne Software, sondern durch echte Menschen, die Materialräume und Computer durchsuchen…<br />
<em>[Update Jan. 2012: Auf Nachfrage wurde diese Aussage im Nachhinein widerrufen, obwohl dies auf der Tagung verkündet worden war. Es muss also offen/unbestätigt bleiben, ob es entsprechende Aktivitäten an den Schulen gegeben hat.]<br />
</em></del><em>[Update Feb. 2012: Die GEW-Wittmund schreibt im Blog, dass nun die Schulleitungen als Digitalisate-Jäger eingesetzt werden sollen. Demnach finden in Niedersachen also die ersten Umsetzungen für die Durchsuchung der Schulgebäude statt. Weitere Informationen: <a href="http://www.gew-wittmund.de/?p=1570">http://www.gew-wittmund.de/?p=1570</a>]</em></p>
<p><strong>Der vergessene §52a</strong><br />
Bisher ist in der Diskussion <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__52a.html">§52a</a> leider viel zu wenig beachtet worden, der noch bis 2013 gilt und dann wegfällt &#8211; sofern keine Folgevereinbarung getroffen wird.<br />
In <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__52a.html">§52a &#8211; &#8220;Öffentliche Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung&#8221;</a> &#8211; ist eine so genannte Schranke formuliert, die unter bestimmten Bedingungen die Nutzung von urheberrechtlich geschütztem Material im schulischen und universitären Kontext erlaubt.</p>
<blockquote><p>§52a<br />
Zulässig ist,</p>
<ol>
<li>veröffentlichte kleine Teile eines Werkes, Werke geringen Umfangs sowie einzelne Beiträge aus Zeitungen oder Zeitschriften zur Veranschaulichung im Unterricht an Schulen, Hochschulen, nichtgewerblichen Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung sowie an Einrichtungen der Berufsbildung ausschließlich für den bestimmt abgegrenzten Kreis von Unterrichtsteilnehmern</li>
</ol>
<p>öffentlich zugänglich zu machen, soweit dies zu dem jeweiligen Zweck geboten und zur Verfolgung nicht kommerzieller Zwecke gerechtfertigt ist.</p></blockquote>
<p>Es ist damit durchaus möglich, Werke einem kleinen Kreis von Personen verfügbar zu machen. Dies kann zum Beispiel bedeuten, dass mit einem Passwort, das nur eine Lerngruppe bekannt ist, Material zum Download bereitgestellt wird. Wie genau der &#8220;abgegrenzte&#8221; Bereich definiert ist, ist strittig.</p>
<p>Über den §52a haben die Schulen also heute die Möglichkeit, genehmigungsfrei auf bestimmte Werke zuzugreifen und diese unterrichtlich einzusetzen. Allerdings betrifft dies nicht Schulbücher, da diese ja in keinster Weise digital erfasst werden dürfen. Es geht um Zeitungsartikel, Romane oder andere Text und audio-visuelle Dokumente, die nicht speziell für die Schule produziert worden sind.</p>
<p>Problematisch bei §52a ist der Passus &#8220;kommerzielle Zwecke&#8221; &#8211; ähnlich wie auch beim Recht auf Privatkopie.<br />
Geht man in der Schule bisher davon aus, dass Lehrende ein kommerzielles Interesse haben (Unterricht), so ist die Interpretation an den Universitäten etwas differenzierter, da die wissenschaftliche Arbeit eher forschenden als kommerziellen Charakter hat. Wo und wie die Unterscheidungen im Falle eines Falles gemacht wird, ist offen.</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Das Urheberrecht ist in seiner derzeitigen Form nicht auf die Digitalisierung vorbereitet. Die Diskussionen unter den Bibliothekaren auf der Tagung waren spannend zu verfolgen &#8211; und zeigten die unterschiedlichen Umgangsweisen mit der aktuellen Situation auf. Wer möchte, sollte mal zur Uni-Bibliothek seiner alma mater gehen und dort fragen, wie man es mit der Digitalisierung und Ausleihe von Schriften hält…<br />
Für die Schulen bedeutet die aktuelle Situation einerseits Klarheit, andererseits aber eine erhöhte Unsicherheit, da im Gesamtvertrag §6.7 formuliert ist, dass ggf. gegen &#8220;staatliche Schulleiter und Lehrkräfte disziplinarische Maßnahmen einzuleiten&#8221; sind, wenn Verstöße gegen das Urheberrecht nachgewiesen werden können.<br />
Die zunehmende Digitalisierung in den Schulen und die Ankündigung einzelner Verlage, in Zukunft auch Lehrbücher digital anbieten zu wollen, ist bisher ein Widerspruch zum Urheberrecht</p>
<p>Eigentlich gibt es zur Zeit nur eine sichere Ausfahrt aus der Situation des Urheberrecht:</p>
<ol>
<li>Öffentlich geförderdertes Wissen sollte auch öffentlich verfügbar sein. #openaccess</li>
<li>Material, welches die Lehrenden für ihren Unterricht erstellen, sollte grundsätzlich mit einer Creative-Commons-Lizenz versehen sein. #cc</li>
</ol>
<p><em>Nachsatz</em>: Auf dem Podium und in den Diskussionen waren die &#8220;Piraten&#8221; immer wieder ein Thema. Scheinbar ist der Einzug in Abgeordnetenhaus in Berlin doch bedeutender als man es zuerst meinen könnte. So soll das überraschend gute Abschneiden in Berlin dazu geführt haben, dass alle Überlegungen zum Urheberrecht in den politischen Kreisen erstmal auf &#8216;on hold&#8217; gesetzt worden sind. Kein Ministerium möchte sich zur Zeit dazu äußern. Immerhin.</p>
 <p><a href="http://www.edushift.de/?flattrss_redirect&amp;id=2373&amp;md5=e914d1f94ea84cb172fd30fd4c25f8c4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.edushift.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Berufe ändern sich &#8211; andere nicht</title>
		<link>http://www.edushift.de/2011/09/18/berufe-aendern-sich-andere-nicht/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Sep 2011 09:53:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Schaumburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Als ich am letzten Schultag vor den Sommerferien mit der Klasse 12 einen Rückblick auf die Themen des letzten Jahres im Fach Sozialwissenschaften durchgeführt habe, hat eine Schülerin als Beispiel für den Sozialen Wandel folgendes berichtet:</p> <p>&#8220;Stell Dir mal vor, ein Landarzt, der das ganze Leben lang auf dem Land rumgefahren ist und Leute untersucht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich am letzten Schultag vor den Sommerferien mit der Klasse 12 einen Rückblick auf die Themen des letzten Jahres im Fach Sozialwissenschaften durchgeführt habe, hat eine Schülerin als Beispiel für den Sozialen Wandel folgendes berichtet:</p>
<p>&#8220;Stell Dir mal vor, ein Landarzt, der das ganze Leben lang auf dem Land rumgefahren ist und Leute untersucht hat, wird alt und möchte gerne seine letzten Berufsjahre in der Stadt in einem Krankenhaus verbringen. Das schafft er doch gar nicht mehr, da er mit den ganzen Maschinen nicht mehr zurecht kommt! Die Technik hat sich so entwickelt, dass er wahrscheinlich nur noch Landarzt sein kann. Er wird also arbeitslos &#8211; oder macht noch ein paar Jahre weiter.&#8221;<br />
<span id="more-2142"></span><br />
Lassen wir die Bewertung darüber, ob ein Landarzt wirklich nicht mit technologischen Hilfen arbeitet und es im städtischen Krankenhaus ruhiger ist, außen vor und betrachten die eigentliche Aussage: Durch den Strukturwandel und die technologische Entwicklung haben sich die Arbeitsplätze so fundamental gewandelt, dass sie nicht mehr wiederzuerkennen sind. Landwirtschaft oder Bergbau sind heute nicht mehr &#8211; auch nicht in Ansätzen &#8211; mit den Bedingungen zu Beginn des letzten Jahrhunderts zu vergleichen.</p>
<p>Anders sieht es dagegen mit dem Lehrerberuf aus. Würde man einen Lehrer aus der ersten Hälfte des 20 Jahrhunderts  in eine Schule von heute stecken, er würde sich zurecht finden. Die Tafel steht vorne, der Kartenständer rechts davon, die Wandkarten befinden sich in den Sammlungsräumen der Fächer. Im Lehrerzimmer hat jeder Lehrende einen (kleinen) Platz, auf dem sich Bücher stapeln und in den Pausen spricht man bei einer Tasse Kaffee über die Unzulänglichkeiten der Kundschaft. Als Medien gibt es neben der Tafel und der Wandkarte noch einen Epidiaskop und die OHPs &#8211; muss man aber beides nicht benutzen.</p>
<p>Einzig die Schüler würden wahrscheinlich heute kaum noch kompatibel sein. Zu &#8220;aufmüpfig&#8221;, &#8220;undiszipliniert&#8221;, &#8220;distanzlos&#8221;&#8230; worüber sich der zeitreisende Lehrende aber auch noch mit seinen heutigen KollegenInnen unterhalten könnte.</p>
<p>Kann das sein?</p>
<p>Wir haben die Landwirtschaft umgekrempelt, den Bergbau zurückgefahren, beginnen das Atomzeitalter hinter uns zu lassen und haben flächendeckend Telefon und Internet installiert. Die Ehe wurde durch die Pille neu erfunden und Kinder können heute von Vätern großgezogen werden.</p>
<p>Aber bei der Schule nehmen wir an, sie sei in ihrer heutigen Form eine Naturkonstante?</p>
 <p><a href="http://www.edushift.de/?flattrss_redirect&amp;id=2142&amp;md5=636ecd3b0c934f3655fea6dff8e54065" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.edushift.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Dueck: Das Internet als Gesellschaftsbetriebssystem</title>
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		<pubDate>Sun, 01 May 2011 16:12:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Schaumburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Wer den Vortrag von <a href="http://www.omnisophie.com/">Gunter Dueck</a> (<a href="http://twitter.com/wilddueck">wilddueck</a>) im Rahmen der re:learn bisher noch nicht gesehen hat, sollte dies nachholen. Er fasste auf der re:publica 2011 viele seiner Gedanken zusammen und besticht dabei vor allem durch seine Art, Geschichten zu erzählen. Nach der re:publica 2011 hat er seinen Vortrag als den &#8220;vielleicht besten in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer den Vortrag von <a href="http://www.omnisophie.com/">Gunter Dueck</a> (<a href="http://twitter.com/wilddueck">wilddueck</a>) im Rahmen der re:learn bisher noch nicht gesehen hat, sollte dies nachholen. Er fasste auf der re:publica 2011 viele seiner Gedanken zusammen und besticht dabei vor allem durch seine Art, Geschichten zu erzählen. Nach der re:publica 2011 hat er seinen Vortrag als den &#8220;vielleicht besten in meinem Leben&#8221; bezeichnet.</p>
<p>Kleine Appetithäppchen:</p>
<ul>
<li>Wer hat heute einen Job, den man nicht durch eine Webrecherche erfüllen könnte?</li>
<li>Was können Sie einem Menschen noch sagen, wenn der andere sich 2 Stunden vorbereitet hat?</li>
<li>Welche Berufe bleiben in Zukunft noch übrig?</li>
<li>Das Internet macht fachliches Wissen obsolet! Der Lehrer muss wirklich pädagogisch arbeiten &#8211; der Rest ist wertlos geworden.</li>
<li>Als Lehrer haben Sie doch nichts mehr in der Hand. Nur noch: Sie müssen es SO interpretieren.</li>
<li>Das Wissen der Welt muss in Youtube &#8211; von den &#8220;echten&#8221; Denkern, wir brauchen keine Amateur-Intelligenz mehr.</li>
</ul>
<p>Kurz: anschauen.<br />
<center><iframe width="560" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/woA4R3KrACg?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></center></p>
 <p><a href="http://www.edushift.de/?flattrss_redirect&amp;id=1881&amp;md5=3a14eee0a6cf5715414aa35cc2b81555" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.edushift.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Leitmedienwechsel und &#8230;</title>
		<link>http://www.edushift.de/2011/04/03/leitmedienwechsel-und/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Apr 2011 18:12:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Schaumburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[leitmedienwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>In den letzten Tagen, auch nach dem <a href="http://educamp.mixxt.de/">EduCamp</a> 2011 in Bremen, hat sich vieler Orten eine angeregte Diskussion um den <a href="http://www.edushift.de/2010/10/20/leitmedienwechsel/">Leitmedienwechsel</a> und seine Folgen für das Schulsystem entwickelt. Es kommt ganz offensichtlich Bewegung in die Diskussion. Im Folgenden möchte ich eine unvollständige Sammlung an Links zu Artikeln notieren, die ich in dem Kontext für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Tagen, auch nach dem <a href="http://educamp.mixxt.de/">EduCamp</a> 2011 in Bremen, hat sich vieler Orten eine angeregte Diskussion um den <a href="http://www.edushift.de/2010/10/20/leitmedienwechsel/">Leitmedienwechsel</a> und seine Folgen für das Schulsystem entwickelt. Es kommt ganz offensichtlich Bewegung in die Diskussion. Im Folgenden möchte ich eine unvollständige Sammlung an Links zu Artikeln notieren, die ich in dem Kontext für beachtenswert halte und mir in den letzten Tagen in die Hände gefallen sind. Ergänzungen gerne als Kommentar!<br />
<span id="more-1819"></span><br />
Auf dem EduCamp hatten Lisa Rosa und ich in einer <a href="http://educamp.mixxt.de/networks/wiki/index.echb11-F3">Session</a> gefragt, wie das Bild eines bisherigen Lehrers in Zukunft beschrieben werden kann. Da wir begrifflich weder beim &#8220;Lehrer&#8221;, noch beim &#8220;Coach&#8221; oder &#8220;Lernbegeleiter&#8221; glücklich wurden, haben wir uns auf die Suche nach dem &#8220;Dings&#8221; gemacht. Ergebnisse aus der Session finden sich <a href="http://typewith.me/echb11-lehrer">hier</a> im Etherpad.</p>
<p>Beat Döbeli fragt <a href="http://wiki.doebe.li/Beat/WieSollDieSchuleAufDenLeitmedienwechselReagieren">Wie soll die Schule auf den Leitmedienwechsel reagieren?</a> und legt für seine Überlegungen eine nette Tabelle an. Ob man sich darauf einigen können wird, in Zukunft nur noch mit Verweis auf die Codes zu sprechen? &#8220;Ich halte ja 2b für absolut notwendig.&#8221; &#8220;1a ist nur der Anfang.&#8221; &#8220;Blöde Utopisten mit ihrem Level 5 Gequatsche&#8221;.</p>
<p>Bei Lisa Rosa gibt es gleich zwei Artikel:</p>
<ol>
<li>Im Beitrag <a href="http://shiftingschool.wordpress.com/2011/04/01/leitmedienwechsel-und-bildungssystem/">Leitmedienwechsel und das Bildungssystem</a> verweist sie auf die Sudbury School, in der self-directed-learning eine große Rolle spielt. Dazu gibt es ein kurzes Video, das sich anzuschauen lohnt.</li>
<li>Im zweiten Beitrag <a href="http://shiftingschool.wordpress.com/2011/03/31/der-kongress-der-pferdekutscher/">Der Kongress der Pferdekutscher</a> zieht sie einen Vergleich zwischen dem Leitmedienwechsel und der Einführung des Autos. Die Pferdezüchter waren froh, dass die Autos sich durchsetzten, da sie dann noch mehr Pferde züchten könnten, um die ganzen Autos aus den Straßengräben zu ziehen.<br />
Dort verlinkt ist ein PDF von Georg Rückriem: <a href="http://shiftingschool.files.wordpress.com/2011/03/gr_pferdekutscheraufsatz1.pdf">Pädagogik + Medien = Medienpädagogik?</a></li>
</ol>
<p>Irgendwie nur im weiten Dunstkreis, aber doch auch relevant: Die Posse um das Twittern vom Regierungssprecher Steffen Seibert. Bei carta gibt es mehr: <a href="http://carta.info/39476/das-unbehagen-der-hauptstadtjournalisten-mit-dem-twitternden-regierungssprecher/">Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher</a><br />
Der Fall macht deutlich, dass wir nicht nur im privaten Umfeld oder in der Schule die Erfahrung machen, dass die neuen Kommunikationsmittel Konflikte hervorbringen &#8211; die vielleicht noch an Härte und Empörungspotential zulegen werden. Die beiden Gruppen versucht Peter Kruse durch die <em>digital visitors</em> und <em>digital residents</em> zu beschreiben. Wer den Vortrag von der re:publica 2010 noch nicht kennt: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ryiuuUKQJy0#t=0h0m42s">hier</a> reinschauen (oder direkt <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ryiuuUKQJy0#t=0h12m31s">in media res</a>).</p>
<p>Vom 13. bis zum 15. April findet in Berlin die <a href="http://re-publica.de/11/">re:publica 2011</a> statt, auf der auch in diesem Jahr wieder die Subkonferenz <a href="http://www.joeran.de/relearn-republica-2011-programm/">re:learn</a> stattfinden wird (einen ganz großen Dank an <a href="http://www.joeran.de/">Jöran</a>!). Am Donnerstag wird im Rahmen der re:learn Gunter Dueck  über <a href="http://re-publica.de/11/blog/panel/das-internet-als-gesellschaftsbetriebssystem/">Das Internet als Gesellschaftsbetriebssystem</a> sprechen. Im Anschluss daran werden <a href="http://twitter.com/#!/wilddueck">Gunter Dueck</a>, <a href="http://twitter.com/#!/jmm_hamburg">Jöran Muuß-Merholz</a>, <a href="http://twitter.com/#!/lisarosa">Lisa Rosa</a>, <a href="http://twitter.com/#!/tastenspieler">André Spang</a> und <a href="http://twitter.com/#!/schb">ich</a> darüber diskutieren, &#8216;wie der Leitmedienwechsel an die Schulen kommt&#8217; (<a href="http://re-publica.de/11/blog/panel/beyond-medienkompetenz/">Beyond Medienkompetenz</a>).<br />
Wer danach erfahren möchte, wie man ein <a href="http://re-publica.de/11/blog/panel/digitales-leben-in-der-analogen-schule/">digitales Leben in einer analogen Schule</a> gemeistert bekommt, kann gerne noch ein wenig bleiben. Es gibt drei Kurzvorträge zu den Themen &#8220;iPaducation&#8221;, &#8220;Pauxifizierte Texte&#8221; und die &#8220;Digitale Schultasche&#8221;.</p>
<p>In Instapaper notiere ich übrigens Artikel, die den Leitmedienwechsel betreffen, in diesem <a href="http://www.instapaper.com/folder/1080082/rss/77902/ghLYyyaUhjnmXuhPLC5TFhrQAQ">RSS Feed</a>.</p>
 <p><a href="http://www.edushift.de/?flattrss_redirect&amp;id=1819&amp;md5=1b1ddb321da0ab457999ed5b75cf7fbb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.edushift.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Selbständige Schule</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Jan 2011 09:32:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Schaumburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[edushift]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Transformation]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Christian Füller (<a href="http://twitter.com/ciffi">@ciffi</a>) hat für ein Bildungspodium in Berlin die Diskussion über selbständige Schulen angestoßen. In einer kleinen MindMap [<a href="http://robertcaesar.files.wordpress.com/2011/01/fdp2.pdf">PDF</a>] stellt er die wesentlichen Bezüge zu anderen schulpolitischen Themen wir PISA, bottom-up etc. vor. Das Thema &#8220;Selbständige Schulen&#8221; organisiert er entlang von Leitfragen, die ich aufgreifen möchte.</p> <p>Wollen Eltern wirklich autonome [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Christian Füller (<a href="http://twitter.com/ciffi">@ciffi</a>) hat für ein Bildungspodium in Berlin die Diskussion über selbständige Schulen angestoßen. In einer kleinen MindMap [<a href="http://robertcaesar.files.wordpress.com/2011/01/fdp2.pdf">PDF</a>] stellt er die wesentlichen Bezüge zu anderen schulpolitischen Themen wir PISA, bottom-up etc. vor. Das Thema &#8220;Selbständige Schulen&#8221; organisiert er entlang von Leitfragen, die ich aufgreifen möchte.</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p>Wollen Eltern wirklich autonome Schulen?</p></blockquote>
<p><span id="more-1601"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Das zu beurteilen liegt nicht bei mir. Der Zulauf von Privatschulen zeigt zumindest, dass ein gewisses Interesse gegeben sein muss.</p>
<p style="text-align: justify;">Aus meiner eigenen Erfahrung bei Innovationen am Schulsystem hat sich gezeigt, dass es bei Veränderungen vor allem auf das Verhältnis von Elternhaus und Lehrerschaft ankommt. Vertrauen die Eltern den Lehrern, dass sie das, was sie vorhaben, auch ernst nehmen und bestmöglich umsetzen? Wenn dieses Vertrauen da ist, ist einiges möglich. Dafür muss man arbeiten.</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p>Lässt der Staat Schulen in Freiheit – oder nimmt die KMK sie alle wieder an die Kandare?</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Das Problem selbständiger Schulen ist auch, welchen Gewinn eine Schule durch diesen Schritt erhält. Flexiblere Verwendung der Finanzen &#8211; ok. Schule ist in der Regel aber kein Wirtschaftsbetrieb, sodass die Begeisterung des Personals eher gering ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Die um die Schule herum gesponnen Regeln bedingen außerdem, dass wesentliche Veränderungen nur sehr schwer möglich sind. Vorschriften an Schulzeiten, inhaltliche Vorgaben und die vermaledeite &#8220;Justiziabilität&#8221; ersticken viele Veränderungswünsche im Keim.</p>
<p style="text-align: justify;">Für engagierte Diskussionen dürfte die Qualitätssicherung und der Anspruch von Schulen führen, durch sie allen Mitgliedern einer Gesellschaft die Möglichkeit zur Partizipation am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Wie gehen wir mit dem Spannungsfeld &#8220;Offene Curricula vs. einheitlicher Wissenskanon&#8221; um? Muss ein Schüler bis in die 10 Klasse Chemie-Unterricht erleben, wenn sein eigentliches „Element“ die Sprachen sind und er dort aufblüht? Wie gehen wir mit der Exzellenz jedes einzelnen Schülers um?</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist also nicht (nur) die KMK, sondern die Verankerung der Schule im System. Die Diskussion beginnt beim Beamtenstatus Lehrender und führt über standardisierte Lernzielkontrollen bis zum Föderalismus&#8230;</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p>Kann man mit (lange) verbeamteten Lehrern noch Schule in eigener Verantwortung machen?</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Gehen Reformen nur mit jungen Kollegien? Sind &#8220;alte&#8221; Lehrende nicht mehr bereit, sich an einem Veränderungsprozess zu beteiligen? Ersticken die Kollegien im Dung der 1000 Säue, die in den letzten Jahrzehnten durch die Lehrerzimmer getrieben wurden?</p>
<p style="text-align: justify;">Die notwendigen Veränderungen der Schule durch neue Wissensstrukturen und gesellschaftliche Umbrüche auf eine generationale Bank zu schieben, halte ich für zu einfach. Zum Einen ist ein junges Kollegium keine Garantie für Veränderung, zum Anderen ist das Warten auf ein Aussterben der älteren keine befriedigende Lösung &#8211; fernab einer moralischen Bewertung&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Ist es im Management nicht üblich, kränkelnden Abteilungen eine kleine Auszeit und eine Entwicklungsaufgabe zu geben, um die Selbstheilungskräfte zu mobilisieren?</p>
<p style="text-align: justify;">Ein erster Schritt, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren, besteht jedoch darin, dass sich eine Schule ihr Scheitern eingesteht. Erst wenn dieser Erkenntnisprozess eintritt, dass man mit dem bisherigen Vorgehen keine qualitative Arbeit mehr leisten kann, ist man bereit dazu, sich für etwas Neues zu öffnen. In Kollegien, die seit Jahren ihren Unterricht abhalten und die einen Weg gefunden haben, die Arbeitsbelastung auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, wird man keine freiwillige Umwerfung der routinierten Abläufe einfordern können, ohne auf erheblichen Widerstand zu stoßen.</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p>Wo kommen die Schulleiter befreiter Schulen her?</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Brauchen wir <em>einen</em> Schulleiter? Ist eine Verteilung der Aufgaben der Schulleitung auf einen administrativen und einen pädagogischen Verantwortlichen nicht sinnvoller? Einige Neugründungen gehen diesen Weg, wie beispielsweise der <a href="http://www.campus-klarenthal.com/Leitungsteam.html">Campus Klarenthal</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Vielleicht kann man andere Schulen nicht als &#8220;freies-Schulen-Add-on&#8221; für das bestehende System erhalten, sondern nur durch eine Neuerfindung. Die müsste erzwungen werden, indem die Vorgaben von außen radikal reduziert werden und gleichzeitig eine &#8220;nicht freie Schule&#8221; keine Option mehr ist.</p>
 <p><a href="http://www.edushift.de/?flattrss_redirect&amp;id=1601&amp;md5=df580e4f0bff0b963181db0db432d35e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.edushift.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Notiz: Distanz und Nähe in der Schule</title>
		<link>http://www.edushift.de/2010/09/17/notiz-distanz-und-nahe-in-der-schule/</link>
		<comments>http://www.edushift.de/2010/09/17/notiz-distanz-und-nahe-in-der-schule/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 Sep 2010 16:26:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Schaumburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">In &#8220;das magazin&#8221; hat es 2009 einem Beitrag mit dem Thema gegeben: &#8220;Die Schule vom Kind her denken&#8221;. Darin heisst es unter anderem:</p> <p>Ein Kind muss sich geborgen fühlen, in den ersten Lebensjahren vorab bei seinen Eltern, später dann bei seiner Lehrerin. Das Kind will sich ebenso an die Lehrerin binden wie an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">In &#8220;das magazin&#8221; hat es 2009 einem Beitrag mit dem Thema gegeben: &#8220;Die Schule vom Kind her denken&#8221;. Darin heisst es unter anderem:</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p>Ein Kind muss sich geborgen fühlen, in den ersten Lebensjahren vorab bei seinen Eltern, später dann bei seiner Lehrerin. Das Kind will sich ebenso an die Lehrerin binden wie an seine Eltern.</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Diese Passage wurde vor den Enthüllungen in Reform- und Klösterschulen getätigt. Sie klingt plausibel und befriedigt unser Bedürfnis nach Geborgenheit. Die Zeiten haben sich aber gewandelt, sodass man diese Aussage durchaus aus kritisch betrachten kann.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Lämpel.jpg&amp;filetimestamp=20060527161411"><img title="Lehrer Lämpel" src="http://www.bluemac.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/Lämpel.jpg" alt="Quelle: Wikipedia.org" width="149" height="187" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Robert Leicht stellt in einem Artikel &#8216;<a href="http://www.zeit.de/2010/13/C-Paedagogischer-Eros">Distanz muss sein</a>&#8216; über den Begriff &#8220;Familie&#8221; im pädagogischen Umfeld fest:</p>
<blockquote style="text-align: justify;"><p>Auch das eine irreführende Terminologie, die etwas behauptet, was gerade nicht der Fall ist: Selbst als Surrogat sind dies keine Familien, die Beziehungen in dieser Gruppe sind kategorisch andere als die in einer Familie. Pädagogen gehen einem geregelten Beruf nach, Eltern sind einfach da – ein Naturereignis. Das eine darf mit dem anderen nicht einmal verbal verwechselt werden.</p></blockquote>
<div style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_1335">
<p style="text-align: left;">Wie denken wir Schule vom Kind? Welche Bedürfnisse haben Kinder? Wie sollen Lehrende mit ihnen umgehen? Welches Berufsverständnis haben Lehrende? Brauchen wir mehr Distanz oder familiäre Verhältnisse?</p>
<p style="text-align: left;">Jede/r muss sich &#8211; bewusst oder unbewusst &#8211; für einen Weg entscheiden.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Anmerkung: Der Beitrag liegt seit einigen Monaten als &#8220;Entwurf&#8221; herum; wahrscheinlich aus gutem Grund. Aber warum die Fragmente nicht als Blog-Notiz raushauen? Also.</em></p>
<p><em> </em></p>
</dl>
</div>
 <p><a href="http://www.edushift.de/?flattrss_redirect&amp;id=920&amp;md5=e0b6375d5b85a57b89a4da4487b53b8e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.edushift.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Sitzordnung für das neue Schuljahr</title>
		<link>http://www.edushift.de/2010/08/29/sitzordnung-fur-das-neue-schuljahr/</link>
		<comments>http://www.edushift.de/2010/08/29/sitzordnung-fur-das-neue-schuljahr/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 14:59:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Schaumburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[edushift]]></category>
		<category><![CDATA[kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Paradigma]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Für das neue Schuljahr werden wir das in den letzten beiden Jahren gewählte Prinzip für eine Sitzordnung weiter verwenden. Wir &#8211; das Klassenlehrerteam &#8211; erstellen die Sitzordnung nicht über die Köpfe der SchülerInnen hinweg. Die Argumentation &#8220;So lernt jeder mit jedem zu arbeiten und man mischt alle mal&#8221; halte ich für nicht sehr lernförderlich. Vielmehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für das neue Schuljahr werden wir das in den letzten beiden Jahren gewählte Prinzip für eine Sitzordnung weiter verwenden. Wir &#8211; das Klassenlehrerteam &#8211; erstellen die Sitzordnung nicht über die Köpfe der SchülerInnen hinweg. Die Argumentation &#8220;So lernt jeder mit jedem zu arbeiten und man mischt alle mal&#8221; halte ich für nicht sehr lernförderlich. Vielmehr möchte ich, dass sich feste soziale Beziehungen finden. Aus Erfahrung weiß jede/r SchülerIn, mit wem er/sie gut zusammen lernen kann. Diese Paarbindung soll beibehalten und gestärkt werden. Gleichzeitig ist es natürlich in der Verantwortung des Lehrenden, die Bestrebungen nach Abkapselung etwas aufzubrechen. Um beides zu verbinden, haben wir uns an dem Konzept der &#8220;Freundschaftsgruppe&#8221; von Siga Diepol orientiert.</p>
<ol>
<li>Jede Schülerin (und Schüler &#8211; ich bleibe jetzt aber bei der weiblichen Form) wählt sich eine Lernpartnerin aus. Dabei ist wichtig zu formulieren, dass die Wahl der Partnerin keine Freunschaftsansage ist &#8211; und vor allem keine Absage an eine andere Freundin. Es geht darum, einen Lernpartner zu finden, mit dem man in möglichst vielen Fächern gemeinsam lernen kann und mit dem man sich dahingehend gut versteht.<br />
Es gilt die feste Zusage, dass diese Zweiergruppen von den Klassenlehrern nicht angerührt werden. Hier haben die Schülerinnen vollste Autonomie.</li>
<li>Im zweiten Schritt setzen sich alle Schülerinnen an die Gruppentische. Bei der Tischgruppenbildung muss nur die Vorgabe beachtet werden, dass an jeder Tischgruppe mindestens ein Mädchen bzw. Junge sitzt.<br />
Da die meisten Lernpartner homogen zusammengesetzt sind, bilden sich so gemischte Gruppen. Da die Schülerinnen sich diese Gruppen selber suchen, gibt es keine Diskussionen darum, dass man &#8220;mit dem ja überhaupt nicht zusammenarbeiten kann&#8221;. Man wählt sich auch die Tischpartner.<br />
Die Klassenlehrer halten sich aber in dieser Phase das Recht vor, nach Absprache eine Veränderung der Tischgruppen vorzunehmen, falls dies aus pädagogischen Gründen sinnvoll ist.</li>
<li>Die Tischgruppen bleiben so quartalsweise oder halbjahresweise bestehen. In den letzten zwei Jahren haben die Schülerinnen gelegentlich den Wunsch geäußert, die Sitzordnung zu ändern. Wenn die Klasse damit einverstanden war, wurde dies durchgeführt.<br />
Jedoch bleibt jede neue Sitzordnung erstmal für mindestens vier Wochen konstant. Ein ständiger Wechsel führt nur zu großer Unruhe.</li>
</ol>
<p>Das Vorteil der Methode: Die Schülerinnen haben entscheidenden Einfluss auf ihre Nachbarn und können sich so im Rahmen des Möglichen eine angenehme Lernumgebung schaffen. Wir haben in unserer Klasse keine Diskussionen darüber gehabt, dass der Sitznachbar ja eigentlich daran Schuld ist, dass man sich nicht konzentrieren kann und für alle Ablenkungen verantwortlich ist.</p>
<p>Siga Diepold formuliert als Vorteile:</p>
<ol>
<li>Eine Freundin an seiner Seite zu haben schafft ein Gefühl von <em>Sicherheit</em>.</li>
<li>Die Gruppentische mit einer anderen Freundschaftsgruppe sorgt für <em>Akzeptanz</em> von anderen.</li>
<li>Durch die gemischten Gruppen aus Jungen und Mädchen wird die <em>Koedukation</em> gefördert.</li>
</ol>
<p>Ein flexibler Klassenraum ohne feste Sitzplätze, mit freien Plätzen, Kissen und einer kleinen Studierecke ist räumlich und personell leider nicht möglich. Man unterrichtet in einer Klasse nicht alleine und muss sich an die Wünsche der Kollegen/innen anpassen. Immerhin sind wir inzwischen so weit, dass alle die Anordnung der Tische akzeptieren, bei denen das Lehrerpult nicht zentral steht und in der Mitte viel Platz ist, um in den Stunden aktiv zu arbeiten und sich viel zu bewegen.</p>
 <p><a href="http://www.edushift.de/?flattrss_redirect&amp;id=1315&amp;md5=d3095448d23c7f51598daf6cffe3819b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.edushift.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Wie lässt sich Lehrerleistung messen</title>
		<link>http://www.edushift.de/2010/08/23/wie-lasst-sich-lehrerleistung-messen/</link>
		<comments>http://www.edushift.de/2010/08/23/wie-lasst-sich-lehrerleistung-messen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 16:30:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Schaumburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Besoldung]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Leistung]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[valueadded]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Im Folgenden möchte ich ein paar Gedanken zur Lehrerbezahlung formulieren. Ausgangspunkt dazu ist die <a href="http://www.bluemac.de/blog/2010/08/22/von-guten-und-schlechten-lehrern/">Diskussion</a> um die &#8220;guten und schlechten&#8221; Lehrer und ein Video, welches mir vor ein paar Tagen zwischen die Finger gekommen ist. Es soll keine abschließende Betrachtung vorgenommen, sondern Gedanken formuliert werden.</p> Ist es gerecht, dass Lehrenden unabhängig von ihrem schulischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Folgenden möchte ich ein paar Gedanken zur Lehrerbezahlung formulieren. Ausgangspunkt dazu ist die <a href="http://www.bluemac.de/blog/2010/08/22/von-guten-und-schlechten-lehrern/">Diskussion</a> um die &#8220;guten und schlechten&#8221; Lehrer und ein Video, welches mir vor ein paar Tagen zwischen die Finger gekommen ist. Es soll keine abschließende Betrachtung vorgenommen, sondern Gedanken formuliert werden.</p>
<ul>
<li>Ist es gerecht, dass Lehrenden unabhängig von ihrem schulischen Engagement das gleiche Gehalt bekommen?</li>
<li>Motiviert man auf diese Weise Lehrende, Schule zu verbessern, wenn es sich finanziell für sie nicht auszahlt?</li>
<li>Zieht man mit einem sicheren Gehalt auf Lebenszeit nicht Menschen an, die mehr an Sicherheit denn an Verbesserung interessiert sind?</li>
</ul>
<p>Das Problem hinter jeder diesem Argument ist die Messbarkeit von &#8220;Lehrerleistung&#8221;.</p>
<p>Da wären zum einen die <em>Kriterien</em> (die ich an <a href="http://www.bluemac.de/blog/2010/08/22/von-guten-und-schlechten-lehrern/">anderer</a> Stelle schon thematisiert habe).  Welche Kriterien möchte man im Schulalltag und im Unterricht ansetzen, um eine höhere oder niedrigere Bezahlung zu legitimieren?</p>
<ul>
<li>Beliebtheit bei den Schülern?</li>
<li>Anzahl der Unterrichtsstunden?</li>
<li>Notendurchschnitte der Lerngruppen?</li>
<li>Leistungszuwächse einzelner SchülerInnen?</li>
</ul>
<p>Wenn man sich auf Kriterien geeinigt hat, muss man diese auch <em>messen</em> können.</p>
<ul>
<li>Wie messe ich Lehrkompetenz?</li>
<li>Wie messe ich Leistungszuwächse bei Schülerinnen abhängig von ihrer Ausgangslage?</li>
<li>Wie bewerte ich schulischen Engagement?</li>
<li>Leistet der stille Lehrer mehr oder der, der alles und jedes laut hinausruft?</li>
</ul>
<p>Und dann noch die Kostenfrage:</p>
<ul>
<li>Wieviel verdient man mit einem LK Chemie gegenüber einer AG zum Thema &#8220;Extraktion von Duftstoffen?&#8221;.</li>
<li>Wieviel kostet eine Lernzielkontrolle oder die Begleitung einer Jahresarbeit?</li>
<li>Welchen Anreiz gibt es für eine schnelle Abgabe der Notenbücher?</li>
</ul>
<p>Um diesen Fragen aus dem Weg zu gehen, werden verbeamtete Lehrende heute pauschal bezahlt.</p>
<ul>
<li>Ist die Beamtenbesoldung noch zeitgemäß?</li>
<li>Müssen Lehrende noch den Beamtenstatus erhalten, um Demokratie zu sichern?</li>
<li>Ruhen sich Lehrende nicht vielmehr auf dem Status aus und vermeiden es, darüber zu sprechen?</li>
</ul>
<p>Dabei böte die große Versorgungssicherheit enorme Freiräume:<br />
Ist es durch die sichere Bezahlung nicht möglich, auch das ein oder andere Experiment zu wagen?<em><br />
</em>Warum wird das Privileg der sicheren Bezahlung nicht genutzt, um davon ausgehend die Arbeitssituation zu verbessern? Die Argumentation &#8220;Sicheres Einkommen = mehr kreatives Potential&#8221; wird als großer Vorteil für die Einführung des <a href="http://www.faz.net/s/Rub0B44038177824280BB9F799BC91030B0/Doc~E508A466D05324C1081CC0E7B0D8885E2~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Grundeinkommens</a> angeführt und prallt an den Lehrenden scheinbar vollständig ab.</p>
<p>Auf folgendes Video bin ich über <a href="http://twitter.com/cervus">@cervus</a> gestoßen und möchte es passend verlinken:</p>
<p><center><iframe class="youtube-player" type="text/html" width="500" height="400" src="http://www.youtube.com/embed/uONqxysWEk8?hl=de_DE" frameborder="0"></iframe></center></p>
 <p><a href="http://www.edushift.de/?flattrss_redirect&amp;id=1148&amp;md5=ee82cc11654ce11088b48eeecc92f8a8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.edushift.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Sechs Möglichkeiten, Lernende zu demotivieren</title>
		<link>http://www.edushift.de/2010/08/19/sechs-moglichkeiten-lernende-zu-demotivieren/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 17:41:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Schaumburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lehren]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bluemac.de/blog/?p=1120</guid>
		<description><![CDATA[<p>Dies ist ein Beitrag außer der Reihe. Ich möchte gerne den Aufsatz &#8220;Sechs Möglichkeiten, Lernende zu demotivieren&#8221; von Manfred Prenzel vorstellen. Es gibt gelegentlich <a href="http://www.bluemac.de/blog/2010/01/18/schools-kill-creativity/">Videos</a> und Texte, die nachhaltig wirken und die man gerne weitergeben möchte. Der Text von Prenzel gehört für mich in diese Kategorie.</p> <p>Der Text fiel mir während meiner Arbeit an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dies ist ein Beitrag außer der Reihe. Ich möchte gerne den Aufsatz &#8220;Sechs Möglichkeiten, Lernende zu demotivieren&#8221; von Manfred Prenzel vorstellen. Es gibt gelegentlich <a href="http://www.bluemac.de/blog/2010/01/18/schools-kill-creativity/">Videos</a> und Texte, die nachhaltig wirken und die man gerne weitergeben möchte. Der Text von Prenzel gehört für mich in diese Kategorie.</p>
<p>Der Text fiel mir während meiner Arbeit an der Uni Wuppertal in die Hände. Jetzt, nach den ersten Jahren Schulpraxis, hat sich gezeigt, welche Bedeutung er für mich und mein Verständnis als Lehrer hat. Der Gedankenganz von Prenzel mit seinen sechs Kategorien bietet Klarheit. Besonders interessant ist dabei sein Ansatz, der dem der üblichen Bücher über &#8216;Motivation im Unterricht&#8217; entgegensteht: Er stellt keine Methoden zur Motivation vor. Prenzel sucht nach Wegen, die vorhandene Eigenmotivation der Lernenden zu schützen, indem er Aspekte der Demotivation benennt und diesen entgegenwirkt.</p>
<p style="text-align: center;">___</p>
<p>Manfred Prenzel stellt zu Beginn fest:</p>
<blockquote><p>&#8220;Trotz intensiver Anstrengungen ist es der modernen Motivationsforschung nicht gelungen, das Versprechen einzulösen, mit dem Comenius von 350 Jahren seine &#8220;Große Didaktik&#8221; begann. Bis heute warten Lehrende und Lernende darauf, zu erfahren, wie ohne Verdruss und unnütze Mühe, dafür in Freiheit und mit Vergnügen, all das gründlich gelehrt und gelernt werden kann, was für dieses und das künftige Leben nötig ist&#8221;. (Prenzel, a.a.O.)</p></blockquote>
<p>Und gerade weil die Motiviation der Lernenden von den Lehrenden als besonders relevant angesehen wird, interessieren sich die Lehrenden in erster Linie dafür, wie eine &#8220;hohe Motivation&#8221; erreicht werden kann. Kaum ein Buch über Unterrichtsmethoden lässt in der Einleitung aus, dass die hohe Motivation der Schülerinnen und Schüler ein wesentlicher Bestandteil eines erfolgreichen Lernprozesses sei und dass die Motivation durch einen feinfühlig angeleiteten Methodenwechsel zu fördern sei.</p>
<p>Prenzel stellt jedoch klar, dass bisher nicht endgültig geklärt ist, wie &#8220;vergnügliches und gründliches Lernen erreicht werden kann&#8221;. Es sei daher nicht sinnvoll, ständig zu versuchen, Motivation zu initiieren. Vielmehr lohnt es sich, einen Blick darauf zu werfen, wie man Lernende durch den schulischen Alltag nicht mehr als notwendig demotiviert, damit die eh vorhandene Motivation erhalten bleibt.</p>
<p>Nach Prenzel liegt eine Demotivation dann vor, wenn die &#8220;vorhandene Lernmotivation durch fremde Eingriffe oder Maßnahmen reduziert wird&#8221;. Er geht also davon aus, dass der Lernende an sich eine hohe Motivation in den Lernprozess mitbringt. Erst durch die Interaktion innerhalb der Lernsituation (hier im Besonderen: Unterricht) wird durch unterschiedliche äußere Einflüsse die Motivation reduziert. Verantwortlich dafür ist in den meisten Fällen das Verhalten des Lehrenden.</p>
<p>Dabei wird Motivation bei ihm sowohl von der <em>Bedeutung</em> der Lerninhalte für den Lernenden abhängig gemacht, wie auch von dem Grad der <em>Selbstbestimmung</em> während des Lernprozesses. Sind beide Parameter hoch, so bezeichnet er den Schüler als &#8220;interessiert&#8221;. Ist sowohl Selbstbestimmung wie die Bedeutung der Lerninhalte für den Lernenden gering, so haben wir es mit einem &#8220;amotivierten&#8221; Schüler zu tun. Da dies meist ein herbeigeführter Zustand ist, muss im Vorfeld eine Demotivation stattgefunden haben. Lehrende und Lernende kennen diesen Zustand gut.</p>
<p><strong>1. Die Verantwortung der Lehrenden und die Autonomie der Lernenden</strong></p>
<p>Durch die schulische Konstruktion hat der Lehrenden einen wesentlichen Einfluss für die Autonomie des Lernenden. Er trägt daher eine besondere Verantwortung. Anhand eines Experimentes zeigt Prenzel auf, dass gerade die Verantwortung, die sich die Lehrenden für den Lernprozess der Lernenden zusprechen, kontraproduktiv ist. Dies liegt daran, dass man in der Regel Produktorientiert denkt und ein festes Ziel vor Augen hat. Die Aussage &#8220;Du sollst&#8221; steht dabei den Lernenden im Wege, eigene Wege zu entdecken und unterschiedliche Lösungen zu finden. Tückisch ist das Setting gerade deshalb, weil es oft unbemerkt bleibt und die Beteiligten im festen Glauben lässt, man würde doch nur etwas Gutes tun. Die gefühlte Verantwortung des Lehrenden steht der Autonomie des Lernenden oft diametral gegenüber.</p>
<p>Schule sollte weniger kontrollieren, keine engen Vorgaben machen und weniger geführte Aufgaben stellen. Stattdessen sind Bedingungen herzustellen, die autonomes Lernen ermöglichen. Dies bedeutet in erster Linie, Wahlmöglichkeiten zuzulassen und Lernenden für individuelle (=unkonforme) Wege zu ermutigen.</p>
<p>Fazit: Lehrende sollten einfach versuchen, weniger absichtlich und mehr unabsichtlich zu handeln und darauf vertrauen, dass mehr vom Selben erreicht wird, wenn man nicht ständig glaubt, die Verantwortung übernehmen zu müssen. Denn Lernende erreichen die Ziele meist erfolgreicher durch weniger absichtsvolles Handeln der Lehrenden. Wer darin eine Paradoxie sieht, nähert sich dem pädagogischen Dilemma.</p>
<p><strong>2. Struktur, Zieltransparenz und wahrgenommene Bedeutung</strong></p>
<p>Lehren bedeutet immer, dass es eine bestimmte Zielorientierung gibt. Diese ist dem Lehren konstitutiv. Jedoch schließt ein Unterricht, der Ziele verfolgt, nicht die Autonomie des Lehrenden aus. &#8220;Ohne Wissen über Ziele und ihre Begründungen, über verschiedene Zugangsmöglichkeiten und deren Konsequenzen, ist eine Autonomie ein schönes, aber leeres Ideal.&#8221;</p>
<p>Prenzel arbeitet die Bedeutung der Zieltransparenz heraus. Lernende müssen die Wege kennen, auf die sie der Lehrende gerne schicken möchte.</p>
<p>In angeführten Studien (siehe Quellennachweis) wird gezeigt, dass viele Lehrende ihre Ziele im alltäglichen Unterricht oft nicht offenlegen. Prenzel stellt dazu drei Theorien auf, warum dies der Fall ist:</p>
<ol>
<li>Lehrende wollen schnell zur Sache kommen und keine Zeit damit vergeuden, Inhalte und Ziele zu begründen, die eh nicht zur Diskussion stehen.</li>
<li>Die Sinnbezüge liegen aus Sicht der Lehrenden eh &#8220;auf der Hand&#8221;.</li>
<li>Wenn man Lehrziele durchdenkt, kann es dazu führen, dass die inhaltlichen Bezüge schnell über den &#8220;Tellerrand der eigenen Lehrveranstaltung&#8221; hinausgehen und damit ein Legitimitätsproblem herbeiführen können.</li>
</ol>
<p>Informierende Unterrichtseinstiege sind eine Möglichkeit, für diese Transparenz zu sorgen. Dies reicht alleine jedoch nicht aus, wenn der Bezug bzw. die Bedeutung für die Lernenden für sich selber nicht ersichtlich ist.<br />
Im weitesten Sinne wird hier die &#8220;Sinn-Frage&#8221; angeschnitten, zu der es bei Lisa Rosa ein Interview [<a href="http://static.twoday.net/LisaRosa/files/Sinnbildung-lernen.pdf">PDF</a>] mit Rückheim und Erdmann gibt.</p>
<p><strong>3. Anpassung der Lehre an das Niveau der Lernenden: Instruktionsqualität</strong></p>
<p>Prenzel unterscheidet zwei Stufen von Lernzielen:</p>
<ul>
<li>höhere Lernziele -&gt; Verstehen</li>
<li>niedere Lernziele -&gt; Faktenwissen, Grundfertigkeiten</li>
</ul>
<p>Durch niedere Lernziele werden Lernende deutlich mehr demotiviert als durch höhere Lernziele. Das problemlösende Lernen, bei dem man selber nachdenken und neue Wege finden kann (und muss), führt zu mehr Motivation.</p>
<p><strong>4. Fehlendes Zutrauen und mangelnde Kompetenz</strong></p>
<p>Lehrende kontrollieren viel. Oft sehr viel mehr als sie müssten. Wie schon im ersten Punkt (Autonomie des Lerners) angesprochen, ist oft das fehlende Vertrauen in die Lösungskompetenz der Lernenden die Ursache. Daher sollten Lehrende Vertrauen in die Kompetenzen der Lernenden entwickeln und nicht jeden Arbeitsschritt, jeden kleinen Weg kontrollieren, bewerten und reflektieren. Prenzel merkt an, das hier im besonderen Maße eine Attribution nach Geschlechtszuordnung vorgenommen wird. Dies betrifft beispielsweise die naturwissenschaftlichen Fächer, in denen &#8220;erfahrungsgemäßt die Jungen einfach besser sind&#8221;. Bei den Mädchen führen Rückmeldungen dann zu keiner hohen Motivation, die mit &#8220;Schön, dass Du es geschafft hast&#8230;&#8221; beginnen. Auch positiv gemeinte Rückmeldungen können je nach Kontext und Bedeutung demotivierend wirken.</p>
<p><strong>5. Soziale Einbindung: gehören Lernende auch dazu?</strong></p>
<p>Lernende und Lehrende bilden eine Gemeinschaft. Viel zu selten gibt es das Bewusstsein, dass es eine gegenseitige Abhängigkeit gibt, die gepflegt und genutzt werden kann. Gegenseitige Partizipation an Überlegungen und in Gesprächen gehören ganz zentral dazu.</p>
<p>Motivational vorteilhaft ist, dass durch eine intakte Kollaboration innerhalb der Lehr-Lern-Gruppe das Bedürfnis nach sozialer Integrität gestärkt wird. Das Gefühl, dazu zu gehören und gebraucht zu werden, hat einen große Bedeutung für meine Motivation und damit für das Selbstverständnis, mit dem ich in einem sozialen Gefüge interagiere.</p>
<p><strong>6. Was interessiert den Lehrenden der Lehrstoff?</strong></p>
<p>Wenn Lehrende ihren Lehrstoff selber nicht sonderlich interessant finden, sondern vor allem die Lehre über eine geschichtliche Notwendigkeit argumentieren oder &#8220;weil es eben im Lehrplan steht&#8221;, dann kann nach Prenzel auch die Motivation der Lernenden nicht hoch sein. Man könnte auch sagen:</p>
<p style="text-align: center;"><em>Die Motivation des Lehrenden kennzeichnet die maximale Motivation der Lernenden.</em></p>
<p>Demotivierend für eine Lernsituation ist, wenn der Lehrende das Gefühl vermittelt, die eigene Zeit zu vergeuden und kein Interesse zeigt. Was ist aber mit den Lehrenden, die jedes Jahr aufs Neue einen Lerninhalt wieder und wieder durchnehmen müssen? Prenzel gibt den Tipp, dass man den Lehrnstoff aus den Augen der Lernenden sehen sollte und so immer wieder neu entdecken kann. Der Rollenwechsel tut sein übriges, um das Verständnis für die Situation der Lernenden zu stärken.</p>
<p style="text-align: center;">____</p>
<p>Wenn ich nun versucht habe, wesentliche Gedanken von Prenzel zusammenzufassen, dann ist dies sicherlich nur unzureichend gelungen. Dies betrifft besonders die Beispiele und Untersuchungen, die er zur Untermauerung seiner Thesen aufführt.</p>
<p>Es sei daher unbedingt empfohlen, in der nächsten Bibliothekt nach dem Buch zu suchen und sich die Seiten zu kopieren. Leider ist der Artikel bisher nicht digital veröffentlicht worden.</p>
<p><em>Quelle:<br />
Manfred Prenzel Sechs Möglichkeiten, Lernende zu demotivieren<br />
(in H. Gruber &amp; A. Renkl (Hrsg.): Wege zum Können. Determinanten des Kompetenzerwerbs. Bern, Verlag Huber, 1997)</em></p>
 <p><a href="http://www.edushift.de/?flattrss_redirect&amp;id=1120&amp;md5=4b712c406ecdd87d185c27651c7a43d8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.edushift.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zwischenbericht &#8220;Digitale Schultasche&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 17:47:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Schaumburg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Mich erreichte gerade eine Mail:</p> <p>Kannst Du mal die Vorteile des iPads gegenüber einem Laptop zusammenzufassen, die sich nicht auf &#8220;das Surfgefühl ist einfach toll&#8221; oder &#8220;im Bett kann man damit besser Mails tippen als mit dem iPhone&#8221; beschränken?</p> <p>Die beiden Punkte sind aber relevant, auch wenn sie überall runtergebetet werden. Ich sitze weniger am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mich erreichte gerade eine Mail:</p>
<blockquote><p>Kannst Du mal die Vorteile des iPads gegenüber einem Laptop zusammenzufassen, die sich nicht auf &#8220;das Surfgefühl ist einfach toll&#8221; oder &#8220;im Bett kann man damit besser Mails tippen als mit dem iPhone&#8221; beschränken?</p></blockquote>
<p>Die beiden Punkte sind aber relevant, auch wenn sie überall runtergebetet werden. Ich sitze weniger am Schreibtisch und nutze inzwischen auch mal Sofa und Stühle&#8230; die bisher ein unbeachtetes Dasein geführt haben.</p>
<p>Aber darüber hinaus:</p>
<p>Das Schreiben von längeren Texten am iPad ist schwierig/gewöhnungsbedürftig. Es geht zwar, aber eine richtige Tastatur ist definitiv besser und schneller. Andererseits ist es deutlich angenehmer als am iPhone &#8211; ein Zwischending eben.</p>
<p>In der Schule nutze ich das iPad jetzt seit zwei Tagen:</p>
<ul>
<li>Die Notizen, die ich während des Tages machen muss, sind oft kurz und &#8220;Merkzettel&#8221;. Dafür eignet sich zum einen ein Stück Papier in der Hosentasche, oder das schöne Programm <a href="http://itunes.apple.com/de/app/penultimate/id354098826?mt=8">Penultimate</a>.</li>
<li>Sollte es Änderungen und Ergänzungen an der Unterrichtsplanung geben, so kann ich das über das iPad gut machen. Ich habe das entsprechende Word-Dokument über die <a href="http://itunes.apple.com/de/app/dropbox/id327630330?mt=8">DropBox</a> verfügbar und kann es mit <a href="http://www.iphoneblog.de/2010/05/19/ea-em-fem-office-2-hd-tag-19/">Office2 HD</a> bearbeiten.</li>
<li>Bücher und Co. bleiben auch zu Hause, da ich inzwischen alle aktuell genutzten Werke eingescannt und über den <a href="http://itunes.apple.com/de/app/goodreader-for-ipad/id363448914?mt=8">GoodReader</a> verfügbar habe. Werden Arbeitsblätter oder Unterlagen für eine Stunde gebraucht, werden diese in einer blauen Mappe mitgenommen.</li>
<li>Den Server kann ich über <a href="http://www.mochasoft.dk/iphone_vnc.htm">VNC</a> verwalten.</li>
</ul>
<p>Meine (fast) papierlose Schultasche besteht also aus 1. dem iPad (700 g), 2. einer blauen Mappe mit ein paar weißen Blättern und ggf. den Arbeitsblätter (250 g) und 3. einem Kugelschreiber. Find ich angenehm.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.bluemac.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/iPad_Schultasche.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1085" title="iPad_Schultasche" src="http://www.bluemac.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/iPad_Schultasche.jpg" alt="" width="384" height="288" /></a></p>
<p>Ist das nun ein Bruch und alles wird anders? Mhh&#8230; Für ein erstes Fazit müssen wohl noch ein paar Wochen ins Land ziehen. In den letzten beiden Tagen habe ich zumindest den Laptop in der Schule nicht vermisst. Wenn das so bleibt, könnte sich mein Mediennutzungsverhalten grundlegend ändern.</p>
<p>Was mir ganz klar noch fehlt:</p>
<ol>
<li>Ein vernünftiger Sync der Arbeitsdaten zwischen iPad-Programmen und der DropBox</li>
<li>OmniFocus for iPad</li>
<li>Die Möglichkeit, systemweit das Videosignal über VGA auszugeben. (Das <a href="http://damianduchamps.wordpress.com/2010/04/20/ipad-und-projektor/">hier</a> ist nur eine Zwischenlösung.)</li>
<li>Eine Benutzerverwaltung, um das iPad auch mal Schüler/innen für eine spontane Recherche in die Hand zu drücken.</li>
</ol>
 <p><a href="http://www.edushift.de/?flattrss_redirect&amp;id=1084&amp;md5=a0c17f8c91c5f726a9957f8ef16f4ba9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.edushift.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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