Schlagwort-Archive: Rückriem

Zu Rückriems „Lernen ohne Pflichtschule“

In einem Blogbeitrag hat sich Georg Rückriem Gedanken über das Verhältnis von Schule, Sinn und Invidividuum gemacht. Sein Artikel: „Lernen ohne Pflichtschule – Ist das überhaupt möglich?“ findet sich hier. Lesenswert!

Interessant an seiner Ausführung ist das Verhältnis von Individuum und dem Lernkonzept, welches wir in der Schule institutionalisiert haben.

Das bisherige Konzept des sich zur Eigenständigkeit entwickelnden Individuums – mit dem immanenten Widerspruch zwischen absichtsvoller Erziehung und selbstreferentiellen Subjektkonzepten – ist ein zentrales Problem der Pädagogik. Luhmann/Schorr lösten das damit einhergehende „Technologiedefizit der Erziehung“ durch die „taktvolle Kommunikation“ [mehr…] und attestierten der Pädagogik damit ein Technologieverdikt. Weiterlesen

Schule und die Buchgesellschaft

Im letzten Artikel über die „Schulreform von innen – oder außen?“ habe ich über den Leitmedienwechsel und seine Auswirkungen auf die Schule gesprochen. In diesem Beitrag möchte ich nun die Zusammenhänge von Schule und Buchgesellschaft etwas genauer darlegen. Dabei beziehe ich mich auf das Buch „Lernen und Lerntätigkeit“ von Bernd Fichtner und ein Vorwort von Georg Rückriem [amazon-link].

Ein neues Leitmedium führt zu einer tiefgreifenden Veränderung des gesellschaftlichen Gefüges. Es bleibt nur das Problem, dass wir in den Anfangstagen noch nicht darauf schließen können, welche Veränderungen es sein werden und wann genau diese offensichtlich werden. (via)

Weiterlesen

Schulreform von innen – oder außen?

Auf Twitter hatte ich nach einer längeren Diskussion zwischen Sabine Czerny und Christian Füller eingeworfen, dass der Systemwechsel von Schule zwar eine schulische Angelegenheit ist, er aber nur kulturell, also von außen, angestoßen werden kann. Daraufhin hat Christian Füller in seinem Blog pisaversteher.de in der ihm eigenen Art der liebevoll gesetzten Provokation beschrieben, wie es sich mit dem „innen“ und „außen“ von Schule verhält.

Er ist zu dem Schluss gekommen, dass es ein Zusammenspiel von gesellschaftlicher Entwicklung und schulischen Strukturen geben muss, wenn sich Schule verändern wird:

„Schulreform oder, grundsätzlicher, Systemwechsel, entsteht durch ein wechselseitiges Aufschaukeln der Reformer drinnen und draußen, oben und unten.“

Wie kann man dem widersprechen?
Weiterlesen