GoogleDocs bietet seit einiger Zeit die Möglichkeit, Umfragen zu erstellen und in der Tabellenkalkulation auswerten zu lassen – auch ohne dass der Besucher einen Google Account hat.
Diese Funktion bietet sich vor allem für schnelle Feedbacks an, die nicht über lange Zeit laufen und einem kleinen Benutzerkreis zugänglich gemacht werden sollen.
“Lernen heute” hat die Funktionen für den Einsatz in der Schule vorgestellt:
Die Schülerinnen und Schüler sind digital naives, die Lehrenden können es auch nicht besser. Wer kann es denn?
Wir befinden uns in einem Transformationsprozess. Die Gesellschaft hat da etwas Neues entdeckt und stürzt sich nun auf die Suche, irgendwelche Handlungsmuster herauszuarbeiten, wie damit umzugehen sei. Für die Schule ist dabei die zentrale Frage: Wer ist der Wissende?
Genau in dieser Frage könnte sich aber eine Bruchstelle finden, die das alte Wissens-Paradigma (begrenzt, geschlossen) vom neuen (unendlich, offen) trennt. Es geht nicht mehr darum, wer die Fakten weiss. Das zählte früher.
Das Wissen ist heute nicht mehr begrenzt, sondern steht allen uneingeschränkt offen. Merkbar wird das zum Beispiel in der Schule, wenn einem ein Schüler der 5. Klasse kurzerhand erklärt, wie das mit den Atomen in der Chemie so sei (Lehrplan: 8. Klasse). Er hat sich selber informiert und war nicht auf die Rationierung durch den Lehrenden angewiesen.
Es zählt nicht mehr das Wissen an sich, sondern die Kompetenz, wie man für sich selber in einem Neuronenstrom Orientierung finden kann.
Die dynamische Vorlesung von Prof. Jean-Pol Martin ist inzwischen stark gewachsen. Ich möchte die Gedanken hier im Blog nicht erneut aufgreifen (kommentiert habe ich dort bereits), sondern einfach dem geneigten Leser, der Interesse am Lernen, der Schule und der Weltverbesserung hat, freundlich darauf hinweisen.
Wo sonst hat man – befreit von CPs und Vorlesungszeiten – die Gelegenheit, sich weiter kritisch mit seinem schulischen Handeln auseinanderzusetzen. Es lohnt sich.
Hatte mir vor knapp einem Jahr mal überlegt, wie man eigentlich einen “Stundenplan” gestalten könnte, bei dem ich als Schüler selber gerne mitmachen würde und dem ich auch aus der Sicht des Lehrers etwas abgewinnen könnte.
Einige Ideen kamen – meine ich mich zu erinnen – aus den Lernbüros der MBS, die wir auch für unseren Chemieunterricht (Kursinterne Differenzierung | KiD) aufgegriffen haben.
Utopie und Spinnerei? Sicher. Aber warum nicht mal drüber nachdenken.
Wie sähen denn die Stundenplan-Utopien von Euch aus? Bin neugierig.
Vom Donnertag bis Sonntag der kommenden Woche (23.10. – 26.10.) findet in Berlin das “Science on Stage Festival 2008” statt. Der Kongress wird sich unter anderem mit der Frage beschäftigen: Alleinunterhalter oder Moderator? Der Nawi-Lehrer von morgen.
Wir haben uns von der Gesamtschule-Barmen mit dem seit einem Jahr laufenden Projekt “KiD – Kursinterne Differenzierung im Chemieunterricht” beworben und sind eingeladen worden, das Konzept dahinter vorzustellen und dabei vor allem auf die neue Rolle des Lehrenden einzugehen.
Mit einer im Projektantrag verbrieften Differenzierung in zwei Leistungsniveaus – die auch auf dem Zeugnis ausgewiesen werden – kann die Rolle des Lehrenden nicht mehr so zentral sein kann wie man das von klassischen Unterrichtsformen oft gewohnt war. Wir agieren mehr als Arrangeure, bereiten das Lernumfeld vor und stehen während der Arbeit den Lernenden mit Rat zur Seite.
Bei dem Projekt hat sich für uns selber deutlich gezeigt, wie wichtig im Schulalltag die gemeinsame Arbeit in einem Team ist. Trotz aller Zeit, die die Planung verschlingt, bringt es am Ende ein Mehr an Spaß bei der Arbeit. Und im weiteren Verlauf ergibt sich auch wieder eine Zeitersparnis, da man die gemeinsamen Arbeitswerkzeuge mit neuen Erkenntnissen etwas anpassen und erneut einsetzen kann.
Finden sich zufällig weitere Leser in Berlin auf dem Kongress ein?
Angestossen von chbeer wollte ich über die Wahl der Sitzordnung bei uns berichten. Auch wenn ich lieber ein völlig mobiles Klassenzimmer hätte, so sind durch die hohen Klassenfrequenzen doch gewisse Grenzen gesetzt, denen man Rechnung tragen muss.
Wir haben folgende Sitzordnung gewählt, bei der das Lehrerpult zur Seite rutscht und nicht mehr im Zentrum steht. Dort ist nun Platz für Aktivitäten. Mit wenig Aufwand kann man das Forum durch Verschieben von drei begrenzenden Tische noch so erweitern, sodass man Kreismethoden wie das Kugellager problemlos machen kann.
Für die Sitzordnung selber haben sich zuerst die Schülerinnen und Schüler einen Lernpartner ausgesucht, mit dem sie zusammen lernen wollen. Diese Gruppe wird von den Klassenlehrern nicht angerührt – hier haben sie volle Autonomie. Grund: Ich lerne immer in sozialen Umgebungen und nur dann, wenn ich mich irgendwie wohl fühle. Dafür ist ein Freund da.
Für die Wahl der Tischgruppen haben wir als Vorgabe gegeben, dass mindestens ein Junge und ein Mädchen an der Tischgruppe sitzen muss. Der Grund dafür sind die vergangenen zwei Jahre… Als wir die Klasse Anfang des Schuljahres übernommen haben, saßen vor uns zwei Gruppen: Links die Jungen, rechts die Mädchen. Dass dies unsinnig ist und Mädchen wie Jungen eigentlich ‘ganz ok’ sind und nicht per se ‘weh tun’ haben sie schnell mitbekommen
.
Allerdings haben wir die Regelung nicht mit Gewalt durchgedrückt. Das Klima ist wichtiger.
Inspiration für die Art der Wahl ist der Vorschlag aus dem Buch “Fundgrube Klassenlehrer” von S. Diepold.
Es gibt verschiedene Wege, eine MindMap zu erstellen. In der Regel sind MindMaps, die auf dem Computer erstellt worden sind, für dritte besser zu lesen und übersichtlicher als jene, die auf dem Papier gekritzelt wurden. Für die eigenen Unterlagen mag die handschriftliche Version Vorteile haben.
Wer gerne unabhängig vom System (Windows oder Mac) arbeiten möchte, für den bieten sich webbasierte Lösungen an. Ich empfehle Euch, für die Erstellung der MindMap folgende Webseiten anzuschauen:
http://mind42.com/
http://www.mindmeister.com/
http://www.mindomo.com/
(Alle drei Webseiten benötigen eine Anmeldung.)
Das schöne an den Angeboten ist, dass man die MindMaps auch “sharen” kann.
Beispiel:
http://www.mind42.com/pub/mindmap?mid=37f99971-15ce-4457-89d6-cb234f5515e3
Hinweis auf einen Hinweis bei lernenheute.wordpress.com: Das Periodensystem einmal komplett vorgestellt mit Videos von Experimenten und kurzen Vorträgen. Super.
Einsatzidee im Unterricht: Warum nicht die Videos gemeinsam übersetzen?
Kurz notiert. Interessante Überlegungen. KaWa inklusive.
http://lernenheute.wordpress.com/2008/04/21/lehrerleistung-messen/
Auf Zeit.de gibt es einen Artikel “Seminar beim Avatar” von Thomas Kerstan.
Schulen sind eben, man mag es beklagen oder begrüßen, ein verdammt träger Organismus. … Wenn etwa ein Arzt aus dem Jahr 1908 mittels einer Zeitmaschine in einem Operationssaal von heute landete, käme er sich vor wie ein Alien. Ein Lehrer aus dem Jahr 1908 hingegen, der heute einen Klassenraum beträte, könnte problemlos den Unterricht fortsetzen.
So ganz falsch ist das Bild wahrscheinlich nicht. Vielleicht würde sich der Pädagoge sogar erschrecken, wenn er aus einer der damals entstehenden Reformschulen an ein so genanntes “klassisches” Gymnasium käme.
Wie also wird das Internet die Bildung verändern? Die Schule der nahen Zukunft wird sich in vielem nicht grundlegend von der heutigen unterscheiden.
Warum auch nicht. Viele Dinge haben sich bewährt und werden nicht ohne Grund aufrecht erhalten. Der persönliche Kontakt, die “Vorträge” von Lehrenden und die gemeinsame Erfahrung sind sinn- und wertvoll.
Von Prof. Bolz habe ich noch den Vortrag im Ohr, dass Web 2.0, Wikis und Co. zwar eine neue Dimension der Akkumulation von Wissen schaffen, das alleine aber nicht ausreicht- es fehlt etwas.“Lernen ist die Erfahrung die man macht mit unüberschaubaren Wissen in der Anwesenheit der Autorität eines Lehrers”
Trotz aller Skepsis wird das Internet die Schulen dennoch aufmischen. Dabei geht es à la longue nicht um die läppische Frage, ob Computer in die Schule sollten oder nicht. Die Schüler (und ja: auch die Lehrer) werden bald in einer Technosphäre leben, die die Schulpraxis automatisch verändert – je höher die Schulklasse, je mehr die Schüler eigenständig lernen, desto stärker.
Da gehen meine Beobachtungen leider auseinander. Zwar setze ich kontrafaktisch voraus, dass die Schülerinnen und Schüler mit einer Textverarbeitung, Lernplattformen und Co. umgehen können. Gegeben ist das aber nicht “natürlich”. Bei Begriffen wie “Formatierungen” oder “PDFs” erntet man fast genauso häufig in der 12 Klasse fragende Blicke wie im Lehrerzimmer. Der Unterschied ist nur, dass den Lehrenden das oft unangenehm ist, den Schülerinnen und Schülern aber egal.
Dazu hat Beat Doebli-Honegger in Abgrenzung zu den “digital natives” den Begriff “digital naives” geprägt. Seine Präsentation ist hier zu finden.
Update: Ein interessanter Artikel dazu auch bei sueddeutsche.de: Die digitale Eisdiele.
Schon heute kann eine leise Ahnung vom Studium der Zukunft bekommen, wer etwa eine Vorlesung an der Harvard Law School in der künstlichen Computerwelt Second Life besucht. Die Studenten und der Professor sind dort mit einem sogenannten Avatar vertreten, einem selbst gestalteten virtuellen Abbild von sich.
Das dies das Studium der Zukunft sein wird glaube ich wiederum nicht so recht. Die Anwesenheit einer echten Lerngemeinschaft ist glaube ich wichtiger. Und dafür reicht nicht der Avatar. Es ist schon der physisch anwesende Mensch, der Ausdruck hat und als Ganzes wirkt, vonnöten. Genauso wie auch im “Alltag”, wo wir zwar chatten, twittern und in Foren aktiv sind, aber uns – bis auf pathologsiche Ausnahmen – doch nicht ganz in diesen Welten verlieren. Zum Glück sind nicht nur Schulen ‘ein träger Organismus’.
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- Der gesell. Wandel durch d. 'Digitalisierung' ist keine Option mehr, sondern inzwischen einfach da. Wir sollten ihn als Chance sehen. #shift 15 hrs ago
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