Im letzten Artikel über die “Schulreform von innen – oder außen?” habe ich über den Leitmedienwechsel und seine Auswirkungen auf die Schule gesprochen. In diesem Beitrag möchte ich nun die Zusammenhänge von Schule und Buchgesellschaft etwas genauer darlegen. Dabei beziehe ich mich auf das Buch “Lernen und Lerntätigkeit” von Bernd Fichtner und ein Vorwort von Georg Rückriem [amazon-link].

Ein neues Leitmedium führt zu einer tiefgreifenden Veränderung des gesellschaftlichen Gefüges. Es bleibt nur das Problem, dass wir in den Anfangstagen noch nicht darauf schließen können, welche Veränderungen es sein werden und wann genau diese offensichtlich werden. (via)

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Auf Twitter hatte ich nach einer längeren Diskussion zwischen Sabine Czerny und Christian Füller eingeworfen, dass der Systemwechsel von Schule zwar eine schulische Angelegenheit ist, er aber nur kulturell, also von außen, angestoßen werden kann. Daraufhin hat Christian Füller in seinem Blog pisaversteher.de in der ihm eigenen Art der liebevoll gesetzten Provokation beschrieben, wie es sich mit dem “innen” und “außen” von Schule verhält.

Er ist zu dem Schluss gekommen, dass es ein Zusammenspiel von gesellschaftlicher Entwicklung und schulischen Strukturen geben muss, wenn sich Schule verändern wird:

“Schulreform oder, grundsätzlicher, Systemwechsel, entsteht durch ein wechselseitiges Aufschaukeln der Reformer drinnen und draußen, oben und unten.”

Wie kann man dem widersprechen?

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Als ich am letzten Schultag vor den Sommerferien mit der Klasse 12 einen Rückblick auf die Themen des letzten Jahres im Fach Sozialwissenschaften durchgeführt habe, hat eine Schülerin als Beispiel für den Sozialen Wandel folgendes berichtet:

“Stell Dir mal vor, ein Landarzt, der das ganze Leben lang auf dem Land rumgefahren ist und Leute untersucht hat, wird alt und möchte gerne seine letzten Berufsjahre in der Stadt in einem Krankenhaus verbringen. Das schafft er doch gar nicht mehr, da er mit den ganzen Maschinen nicht mehr zurecht kommt! Die Technik hat sich so entwickelt, dass er wahrscheinlich nur noch Landarzt sein kann. Er wird also arbeitslos – oder macht noch ein paar Jahre weiter.”

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Vergangenen Freitag war ich mit einer Lerngruppe wieder an dem Punkt: Wir hatten das Thema von vor den Ferien in Erinnerung gerufen und uns die Bedeutung für die kommenden Themen klar gemacht. Viele Informationen dazu fand man in den eigenen Aufzeichnungen und den Schulbüchern, aber einiges eben auch nicht. Wie konnten wir jetzt das Problem lösen, ohne es auf die nächste Stunde zu verschieben und damit vielleicht der Bedeutungslosigkeit auszuliefern? Bisher habe ich dann das “Klassen-iBook” aus dem Schrank geholt oder das iPad an eine Schülergruppe gegeben, dass sie sich drum kümmern solle. Eine Gruppe für alle – die anderen machten weiter oder warteten. Beides nicht sinnvoll für eine gute Arbeitsatmosphäre.

Am Freitag habe ich einfach mal wieder in die Klasse gefragt, an welchen Tischen denn überall ein Smartphone, iPod o.ä. verfügbar ist, mit dem man über WLAN ins Internet gehen könne. Bis auf einen Tisch waren an allen Tischen mindestens zwei Geräte verfügbar.

Warum also nicht nutzen?

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Mit ihren Statements haben Jöran Muuß-Merholz und Lisa Rosa im Hyperland Blog des ZDF das Thema “Medienkompetenz? WTF?!” bereichert. Es geht in dem Beitrag um eine “neue digitale Gesellschaft”, die Rolle der Medienkompetenz als Lebenskompetenz und darum, dass die Lehrenden den Lernenden ins Netz folgen müssen.

Den Netzspirit kann man nicht vermitteln, den muss man gemeinsam erleben.
(Lisa Rosa)

 

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Wer den Vortrag von Gunter Dueck (wilddueck) im Rahmen der re:learn bisher noch nicht gesehen hat, sollte dies nachholen. Er fasste auf der re:publica 2011 viele seiner Gedanken zusammen und besticht dabei vor allem durch seine Art, Geschichten zu erzählen. Nach der re:publica 2011 hat er seinen Vortrag als den “vielleicht besten in meinem Leben” bezeichnet.

Kleine Appetithäppchen:

  • Wer hat heute einen Job, den man nicht durch eine Webrecherche erfüllen könnte?
  • Was können Sie einem Menschen noch sagen, wenn der andere sich 2 Stunden vorbereitet hat?
  • Welche Berufe bleiben in Zukunft noch übrig?
  • Das Internet macht fachliches Wissen obsolet! Der Lehrer muss wirklich pädagogisch arbeiten – der Rest ist wertlos geworden.
  • Als Lehrer haben Sie doch nichts mehr in der Hand. Nur noch: Sie müssen es SO interpretieren.
  • Das Wissen der Welt muss in Youtube – von den “echten” Denkern, wir brauchen keine Amateur-Intelligenz mehr.

Kurz: anschauen.

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Kurz zum Kontext: Gunter Dueck wurde von Ulrike Reinhard in einem fast zweistündigen Interview zu verschiedenen Aspekten der gesellschaftlichen Veränderungen interviewt. Bei dem Gespräch ging es in erster Linie um die Veränderungen im Wirtschaftssystem und wie das Management auf die absehbaren Umbrüche der Dienstleistungsgesellschaft reagieren kann. Dueck fordert dazu auf, eine neue Gesellschaft zu konzeptualisieren: Die Exzellenzgesellschaft. Er geht dabei auch auf die Rolle der Schule ein.

Während des Videos habe ich getwittert und würde gerne die kurzen Tweets aufgreifen und weiter ausführen.

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Ein kleiner Rückblick

Um 2000 herum muss es gewesen sein, dass ich mir meine erste Domains gekauft habe: machausmeister.de. Damals arbeitete ich bei einem lokalen Apple-Händler und hatte vor, über die Webseite Support und Co. anzubieten. Das hat sich aber nicht weiter ergeben, da ich durch einen Wechsel der Arbeitsstelle auch andere Schwerpunkte setzte.

Etwa im Jahr 2004 habe ich dann die Domain “bluemac.de” erworben, um meine Web-Aktivitäten darüber laufen zu lassen. Anfangs war die Webseite statisch (2o04 via archive.org), dann ein kleines Wiki (2005 via archive.org) und seit April 2006 läuft sie über WordPress.

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Christian Füller (@ciffi) hat für ein Bildungspodium in Berlin die Diskussion über selbständige Schulen angestoßen. In einer kleinen MindMap [PDF] stellt er die wesentlichen Bezüge zu anderen schulpolitischen Themen wir PISA, bottom-up etc. vor. Das Thema “Selbständige Schulen” organisiert er entlang von Leitfragen, die ich aufgreifen möchte.

Wollen Eltern wirklich autonome Schulen?

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Am Abend des EduCamps in Aachen wurden Thomas BernhardtKarl-Heinz PapeMarcel Kirchner und Christian Spannagel und ich (Mostafa Akbari und Jean-Pol Martin kamen später noch dazu) von Friedrich A. Ittner zum Gespräch geladen um uns Gedanken über die Bedeutung der (Allgemein-)Bildung in Zukunft zu machen. Buzzwords waren streng verboten, sind aber doch nicht ganz vermieden worden.

Educamp 2010 Aachen – Zukunft der Bildung from Erdna Yam on Vimeo.

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