Schlagwort-Archiv: Apps

Das iPad als Dokumentenkamera

Hintergrund

In der Session “Show me your Apps” von @ralfa und @alextee auf dem EduCamp Bielefeld ist die Idee entstanden, das iPad als Dokumentenkamera zu verwenden. @alextee hatte einen AppleTV dabei, um über AirPlay das Bild des iPads auf den Beamer zu übertragen. Weil dies mit älteren Geräten aber nicht ging, haben wir auf einem iPad2 die Kamera-App gestartet und dann das Bild über AirPlay an den Beamer weitergeleitet. Fertig war die mobile Dokumentenkamera. Weiterlesen

Papierfreie Schultasche – November 2010

Wie läuft es denn so mit dem iPad im Schulalltag? Kann man die papierlose Schultasche noch aufrecht halten, oder ist es auf Dauer doch zu aufwändig?

Es läuft gut, und es wird besser.

Seit meinem Bericht im Mai 2010 hat sich einiges verändert. Das Setting ist kleiner geworden und die Handhabung wird zunehmend runder. Das liegt sowohl an dem Update für das iPad, welches vor einer Woche veröffentlicht wurde. Und auch an der Aktualisierung von Google, die es endlich erlaubt, die GoogleDoc Dokumente auch auf mobilen Endgeräten zu editieren.
Für die, die sich auch mit dem Gedanken einer papierfreien (Schul-)tasche beschäftigen, folgende Tipps aus den bisherigen Erfahrungen. Ich freue mich über einen Erfahrungsaustausch.

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Apps im Unterricht

Lässt sich das iPad sinnvoll als Endgerät im Unterricht einsetzen? Diese Frage beschäftigt gerade die KAS in Köln, die in der Steuergruppe darüber lebhaft diskutiert hat. Ich habe mich an der genannten Stelle bereits über die Vor- und Nachteile des iPads ausgelassen und möchte nun ein paar Programme nennen, mit denen man das iPad sinnvoll als Endgerät einsetzen kann.

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Das iPhone im Schulalltag

Nach der kurzen Vorstellung oft verwendeter Tools lenken wir heute den Blick auf das iPhone.

Meine iPhone Bildschirme sehen wie folgt aus:

iPhone1

  • BeejiveIM (App-Store)
    Um zwischendurch online gehen zu können oder bei Tagungen und Aktionen in der Schule schnell ansprechbar zu sein nutze ich BeejiveIM. Der Messenger unterstützt Push-Dienste und verrichtet seit dem letzten Update vollkommen problemlos seinen Dienst. Auch der Wechsel von WLAN zum GSM-Netz funktioniert tadellos.
    Für meinen öffentlichen Account, den auch viele Schülerinnen und Schüler kennen, habe ich mir dazu als Statusmeldungen die Raumnummern eingerichtet. Auf diese Weise wissen die Kontakte schnell, wo man mich ggf. auffinden kann.
  • Tweetie (App-Store)
    Als Twitter-Client der Wahl kristallisiert sich gerade Tweetie heraus – nachdem es vorher lange Zeit Twitterfic gewesen war. Was ist an Tweetie mag: sieht schick aus, lädt zügig und hat den Vorteil, dass man Nachrichten auch zwischenspeichern kann. Tweetie merkt sich die letzte Ansicht beim Verlassen des Programms und lädt exakt die gleiche Stelle wieder. Dass das Programm nicht ständig im Hintergrund läuft merke ich daher gar nicht.
  • Wikipanion (App-Store)
    Schon oft hatte ich im Unterricht die Situation, dass man einige Daten (Geschichte), Formeln (Chemie) oder Zahlen (Politik) nicht parat hatte. Dann ist es ungemein praktisch, wenn man “Google (hier: Wikipedia) in der Hosentasche hat” (@cervus)
    Meine letzen Sucheinträge: Weinbrand, Tortilla, Exekutive, Citronensäure, Weltbevölkerung, Brasilien, Vandalen, schwarze Oliven, Porzellantiegel.
  • DownTime (App-Store)
    Das kleine Programm macht einen Countdown. Genial für kurze Arbeitsphasen, die zeitlich begrenzt werden. Hält man das iPhone waagerecht erscheint die Anzeige größer, sodass man die Zeit auch an den hinteren Gruppentischen erkennen kann. Vorne an der Tafel positioniert ersetzt es die magnetische Eieruhr.
  • TeacherTool (App-Store)
    TeacherTool 1.5 ersetzt seit diesem Schuljahr meine Kurs- und Klassenbücher. Sowohl Notenlisten, Wiedervorlagen wie Themenübersichten verwalte ich mit dem Programm. Das Aufkommen von Papierlisten hat sich seitdem erheblich reduziert.
  • Byline (App-Store)
    Mein RSS-Reader mit GoogleSync. Bisher habe ich keinen anderen Reader gefunden, der schnell arbeitet und elegant ausschaut. Was mir leider noch fehlt: die Instapaper Integration. Hoffentlich kommt das bald. Solange helfe ich mir mit diesem (http://gettingsoftware.posterous.com/google-reader-instapaper-killer-combo-for-pro) Trick aus.
  • Instapaper (App-Store)
    Während der Woche komme ich oft nicht dazu, interessante Artikel immer gleich zu lesen. Daher notiere ich mir die Artikel in Instapaper. Der Sync zwischen iPhone-App und Webseite funktioniert gut. Vorteil iPhone: Die Daten werden beim Synchronisieren komplett geladen, sodass man auch offline arbeiten kann.
  • OmniFocus (App-Store)
    OmniFocus gehört seit mehr als zwei Jahren zu dem am meisten genutzten Programmen und hat meinen Alltag maßgeblich verändert. Es synchronisiert über einen Server die Todo Listen vom MacBook direkt aufs iPhone und arbeitet – wenn man denn möchte – nach den Ideen von GTD.

iPhone2

  • Circulator (App-Store)
    Verliehene und ausgeliehende Bücher, Arbeitsmaterialien & Co. notiere ich mir in Circulator. Praktisch: Direkte Anbindung ans Adressbuch, sodass man die Personen schnell kontaktieren kann.
  • SplashID (App-Store)
    Passwörter und Zugangsdaten gibt es privat und in der Schule genug. SplashID synchronisiert sich mit dem entsprechenden Programm auf dem Laptop über eine WLAN-Verbindung. Man muss also nicht alle Daten auf dem iPhone eintragen und kann im Notfall alles als Tabellendokument exportieren.
  • DropBox (App-Store)
    Endlich auch nativ fürs iPhone verfügbar! Habe bereits an anderer Stelle beschrieben, wie wir in den Arbeitsgruppen damit arbeiten.
  • MindMeister (App-Store)
    MindMeister ist ein webbasiertes, kollaboratives MindMapping Angebot. Normalerweise kann man es über den Browser bedienen – mit dem App läuft es auch vollständig auf dem iPhone. Praktisch, da wir in der Schule Projektplanungen damit machen und man unterwegs die ein oder andere Idee schnell eintippen kann. Dazu gibt es auch die Funktion “Geistesblitz”. Da die Daten synchronisiert werden, kann man die MindMaps auch offline ansehen.
  • iTranslate (App-Store)
    Vokabeln gängiger Sprachen hin und her übersetzen. Muss man nicht mehr zu sagen. Wer das Widget von Mac OS X kennt, wird sich sofort zurechtfinden.
  • The Chemical Touch (App-Store)
    Obligatorisch für den NW-Lehrer. Das Periodensystem mit allerhand zusätzlichen Infos immer in der Jackentasche.
  • Solutions (App-Store)
    Eine Lösung mit eine bestimmten Konzentration ansetzen ist mit Solutions kein Problem mehr. Erleichtert die zeitlich oft knappe Vorbereitung vor der Stunde.
  • Convertbot (App-Store)
    Umrechnung von Meilen in Kilometern und allerhand mehr.

iPhone3

  • Prowl (App-Store)
    Prowl ist die Verbindung zwischen Growl auf dem Desktop mit den Push-Diensten vom iPhone OS. Genial, wenn man sich sowohl den aktuellen Status vom Server, fertige Up- und Downloads oder geänderte Dateien in der DropBox direkt anzeigen lassen kann. Wer gerne über neue Twitter-Nachrichten informiert werden möchte, kann dies auch mit Prowl und dem Dienst Prey Fetcher erledigen.
    Einfacher ist dies aber über die App Boxcar, die neben Twitter noch Infos aus Facebook und neue E-mails aufs iPhone pushed.
  • StarMap (App-Store)
    Exzellente App für den virtuellen Sternenhimmel, um die in der Schule gelernten Sternbilder in einer – seltenen – sternklaren Nacht aufzufrischen.
  • MacTracker (App-Store)
    Da wir an der Schule verschiedene Generationen von Geräten haben, ist MacTracker ein hilfreiches Tool. Die Datenbank listet alle je gebauten Apple Rechner mit ihren technischen Spezifikationen auf.
  • Feiertage (App-Store)
    Mit dem Progrämmchen habe ich schnell einen Überblick über die Lage der Feiertage und Ferien innerhalb des Schuljahres. Das geht leider mit dem integrierten Kalender auf dem iPhone nicht ganz so komfortabel.

Digitaler Arbeitsalltag

Es gehört zu einer guten Sitte, dass man hin und wieder über seine täglichen Tools berichtet. Einen gerade gelesenen Beitrag möchte ich daher gerne zum Anlass nehmen und meine eigenen Arbeitsmittel kurz vorstellen:

  • DropBox: Mit der DropBox arbeiten wir inzwischen in drei Arbeitsgruppen eng zusammen und pflegen zur Zeit in vier Fächern gemeinsame Ordner für Unterrichtsmaterial. Das Ganze läuft so nahtlos ineinander, dass ich auf diese Art der Kollaboration inzwischen nicht mehr verzichten könnte. (Wer die DropBox selber mal testen möchte kann das hier tun und bekommt dann direkt noch 250 MB dazu.)
  • iCal: Meine Verwaltung von Terminen und Stundenplänen läuft über iCal, den ich mit dem iPhone abgleiche. Dadurch habe ich überall Zugriff und kann kurzfristig Änderungen eintragen, die über MobileMe und Push direkt auch auf dem MacBook sichtbar werden. Vorteil: Da iCal mit dem vCalendar-Format arbeitet, kann man sich mit vielen Kollegen digitale Einladungen zusenden und so Terminankündigungen vereinfachen.
  • OpenOffice: Obwohl Pages viel schicker aussieht haben wir uns in den Arbeitsgruppen darauf geeinigt, primär mit OpenOffice zu arbeiten. Dies ist dann nötig, wenn man die Dateien über die DropBox austauschen möchte (wenn doch mal Pages, dann auf jeden Fall ein PDF beilegen). Es ist keine Liebe, aber man gewöhnt sich dran und genießt die Vorteile, dass man ein offenes Dokumentformat verwenden kann (.odt) und so kaum Formatierungsprobleme auftauchen.
  • TeacherTool: Für die gesamte Unterrichtsdokumentation, die überlicherweise über Notenlisten und Kursbücher abläuft, verwende ich seit letztem Schuljahr TeacherTool. Dieses Programm läuft auf dem iPhone und funktioniert inzwischen ohne größere Probleme (Version 1.5 – kommt in ein paar Tagen über iTunes). Ich genieße es, dass ich schnell Feedback über die letzten Wochen geben kann (gegenüber Kollegen und Schülern) und mit der Wiedervorlage nicht so schnell vergesse, wenn noch etwas abgegeben oder ein Referat besprochen werden muss. Habe damit alle Infos immer in der Tasche.
  • moodle: Für die Oberstufe habe ich in den letzten drei Jahren sehr intensiv neben dem Unterricht ein moodle geführt und dort neben Aufgaben auch die Themen dokumentiert und alle Arbeitsblätter und Quellen hinterlegt. Im laufenden Schuljahr habe ich darauf vorerst verzichtet, da mit der Format zu eng erscheint.
  • Blog: Für die Kommunikation in und mit der eigenen Klasse verwende ich ein WordPress Blog, welches mit ‘authenticator‘ nach außen hin geschlossen ist. Hier werden aktuelle Notizen hinterlegt, die Elternbriefe gesammelt oder Berichte aus der Woche oder von spannenden Unterrichtsprojekten von den Schüler/innen verfasst.
  • Wiki: Anstelle eines moodles versuche ich zur Zeit in einem 11er Kurs ein Wiki einzusetzen. Dies erscheint bisher deutlich attraktiver für die Schüler/innen zu sein und bietet eine größere Flexibilität bei der Gestaltung der Inhalte. Da ich auf den Service von wikispaces.com zurückgreife, erspare ich mir außerdem die Wartung eines zusätzlichen Wikis auf dem eigenen Server.
  • MindMeister: Sowohl für Unterrichtsplanungen mit den Schüler/innen, als auch für ie Dokumentation von Projekten oder als rudimentäre ToDo-Liste in einer Arbeitsgruppe setze ich sehr gerne MindMeister ein. Die Oberfläche ist ansprechend und selbsterklärend und die Ergebnisse lassen sich gut exportieren oder unterwegs auf dem iPhone ansehen und bearbeiten. Seamless.
  • lo-net2: Nein, mögen tue ich diese Plattform nun wirklich nicht. Und daher setze ich sie auch im eigenen Unterricht nicht ein. Da wir aber als Schule vor ca. drei Jahren entschieden haben, dass die Fachkonferenzen dort ihre Protokolle und Dokumente hinterlegen, ist es einer Erwähnung wert. Immerhin kamen darüber viele Kollegen erstmalig in den Kontakt mit Online-Lernplattformen.
  • OmniFocus: Auch ohne strenges GTD-Prinzip ist mir OmniFocus eine große Hilfe für die ganzen Kleinigkeiten, die am Tag erledigt werden müssen. Ich spare mir so das Papier und kann sowohl unterwegs (iPhone) wie auch am Rechner komfortabel Notizen eintragen und als erledigt abhaken. Den Twitter-Beitrag von macmind vor ein paar Tagen unterstütze ich voll…
  • GoogleReader & Instapaper: Um die tägliche Flut an Nachrichten zu organisieren setze ich GoogleReader und Instapaper ein, die sich mit ein paar Tricks hervorragend ergänzen. Auf diese Weise kann ich nicht nur den interessanten Diskussionen folgen, sondern finde auch den ein oder anderen Artikel für eine Klausur. Auf dem iPhone genauso wie im Web oder auf dem Mac.
  • DevonThink: Mein zentraler Datensammler ist DevonThink Pro Office. Alles, was als Interessantes von außen kommt, wird dort hinterlegt (ausgenommen Unterrichtsmaterial). Mit den integrierten Import-Optionen werden sowohl Papier wie auch Webseiten verarbeitet und wegsortiert.
  • MobileMe: Der Sync der Kalender, Adressen und Bookmarks läuft über MobileMe.

Über Feedback und Anregungen bin ich dankbar.