Ein kleiner Rückblick
Um 2000 herum muss es gewesen sein, dass ich mir meine erste Domains gekauft habe: machausmeister.de. Damals arbeitete ich bei einem lokalen Apple-Händler und hatte vor, über die Webseite Support und Co. anzubieten. Das hat sich aber nicht weiter ergeben, da ich durch einen Wechsel der Arbeitsstelle auch andere Schwerpunkte setzte.
Etwa im Jahr 2004 habe ich dann die Domain “bluemac.de” erworben, um meine Web-Aktivitäten darüber laufen zu lassen. Anfangs war die Webseite statisch (2o04 via archive.org), dann ein kleines Wiki (2005 via archive.org) und seit April 2006 läuft sie über WordPress.
Christian Füller (@ciffi) hat für ein Bildungspodium in Berlin die Diskussion über selbständige Schulen angestoßen. In einer kleinen MindMap [PDF] stellt er die wesentlichen Bezüge zu anderen schulpolitischen Themen wir PISA, bottom-up etc. vor. Das Thema “Selbständige Schulen” organisiert er entlang von Leitfragen, die ich aufgreifen möchte.
Wollen Eltern wirklich autonome Schulen?
Für die heutige schulinterne Fortbildung zum Mediencurriculum der Fächer Kunst und DuG habe ich kurze Anleitungen für die Programme iPhoto 8 (aus iLife ’09), Comic Life und iChat erstellt sowie für die Suche nach Videos über Edmond. Zielgruppe sind Personen, die bisher gar nicht oder nur wenig am Computer und mit den genannten Programmen gearbeitet haben.
Vor ein paar Tagen habe ich zwei deutsche Schulbuchverlage angeschrieben, deren Werke wir im Unterricht jahrgangsübergreifend einsetzen, ob ich als Lehrer die Bücher als PDF beziehen könnte, um damit dem Projekt “papierfreie Lehrertasche” noch etwas Schwung zu geben.
Heute kam von beiden Verlagen die knappe Rückmeldung:
Unsere Bücher werden weder in PDF-Form angeboten, noch ist dies künftig in Planung. (Schöningh)
Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass unsere Schülerbände bisher nicht als pdfs bezogen werden können. Auch eine digitale Version für das iPad ist bisher nicht geplant. (Schroedel)
Am Abend des EduCamps in Aachen wurden Thomas Bernhardt, Karl-Heinz Pape, Marcel Kirchner und Christian Spannagel und ich (Mostafa Akbari und Jean-Pol Martin kamen später noch dazu) von Friedrich A. Ittner zum Gespräch geladen um uns Gedanken über die Bedeutung der (Allgemein-)Bildung in Zukunft zu machen. Buzzwords waren streng verboten, sind aber doch nicht ganz vermieden worden.
Educamp 2010 Aachen – Zukunft der Bildung from Erdna Yam on Vimeo.
Wie läuft es denn so mit dem iPad im Schulalltag? Kann man die papierlose Schultasche noch aufrecht halten, oder ist es auf Dauer doch zu aufwändig?
Es läuft gut, und es wird besser.
Seit meinem Bericht im Mai 2010 hat sich einiges verändert. Das Setting ist kleiner geworden und die Handhabung wird zunehmend runder. Das liegt sowohl an dem Update für das iPad, welches vor einer Woche veröffentlicht wurde. Und auch an der Aktualisierung von Google, die es endlich erlaubt, die GoogleDoc Dokumente auch auf mobilen Endgeräten zu editieren.
Für die, die sich auch mit dem Gedanken einer papierfreien (Schul-)tasche beschäftigen, folgende Tipps aus den bisherigen Erfahrungen. Ich freue mich über einen Erfahrungsaustausch.
Lässt sich das iPad sinnvoll als Endgerät im Unterricht einsetzen? Diese Frage beschäftigt gerade die KAS in Köln, die in der Steuergruppe darüber lebhaft diskutiert hat. Ich habe mich an der genannten Stelle bereits über die Vor- und Nachteile des iPads ausgelassen und möchte nun ein paar Programme nennen, mit denen man das iPad sinnvoll als Endgerät einsetzen kann.
Soeben hat Google die Version von GoogleDocs freigegeben, die sich auch von mobilen Endgeräten mit iOS oder Android bearbeiten lassen.
Nach den Gedanken zum „Leitmedienwechsel“ und zum „Changing Paradigms“, bei denen Ken Robinson und Hans-Peter Dürr aufgegriffen worden sind, ein Video von Gunter Dueck, welches in eine ähnliche Richtung stößt. In dem Vortrag auf der TEDxRheinNeckar spricht Dueck über das Bildungssystem und erklärt, warum Goethe es nicht gewollt hätte, dass wir heute Faust I und II lesen und sagt auch, was mit den Lehrern passiert, wenn sich das Bildungssystem geändert hat.
Dueck besitzt die Fähigkeit, Geschichten lebhaft zu erzählen und stößt zum Nachdenken an – unvermeidlich. Die 23 Minuten sollte man sich gönnen:
(Dank an @cervus, der das Video aufgetan und an @lisarosa, die es auf Twitter kräftig verbreitet hat).
Sir Ken Robinson hat wieder gesprochen und alle stimmen fröhlich in den Chor der Befürworter ein: “Er hat Recht” – “Gut, dass er es mal sagt” und vor allem die Hoffnung: “Jetzt wird es sicherlich einen Ruck geben”. Ich gehöre auch dazu – dabei ist die Frage, warum…? Eigentlich gibt es keinen guten Grund, außer an einem Hype teilzunehmen.
Ich versuche das letzte Video zum Anlass zu nehmen und ein paar Gedanken dazu zu notieren.
Vor ein paar Tagen wurde von RSA-Animate ein Teil einer Rede von Robinson aufgearbeitet, die er bereits am 16. Juni 2008 gehalten hatte. Audio, Video und Transcript des Vortrages gibt es bei theRSA.
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