Podcast mit @afelia

Neben allerlei Gedöns, das mich vom Bloggen abhält, schaffen Guido Brombach (@gibro) und ich es aber zum Glück immer wieder, uns zum Podcasten zu treffen. Letzte Woche hatten wir Marina Weisband (@afelia) zu Gast und haben uns fast zwei Stunden lang über Schule, Digitalisierung und die Piraten unterhalten. Amüsant, unterhaltsam und mit einem charmanten Gast.

afelia_bzt

Unser Podcast „Bildung Zukunft Technik“ findet sich hier: http://bildung-zukunft-technik.de

Die Sendung mit Marina kann direkt über das Web gehört werden – oder man abonniert den RSS Feed mit einem Podcast Client oder direkt in iTunes.

Infrastruktur an Schulen: Kommunikation

Die schulische Kommunikation ist ein sensibles Thema. Jede_r kennt wahrscheinlich die Anekdoten von Lehrer_innen über Diskussionen, ob und wie E-mails als verlässliche Kommunikation in der Schule das Papier und die Postfächer im Lehrerzimmer ersetzen könnten…

Bei allen gegebenen „Problem“, die eine Aushandlung im Team verlangen (zum Beispiel über die Erreichbarkeit)  wird bei der Diskussion doch eins deutlich: Papier ist toll, für den schnellen Informationsaustausch ist es den digitalen Medien aber unterlegen. Es ist also an der Zeit, sich nach Alternativen umzusehen.

Wie könnte aber eine digitale Kommunikation in der Schule aussehen? Welche Tools kann man verwenden – für welche Zwecke? Weiterlesen

Schöne Ferien!

Für mich sind das keine ganz normalen Ferien wie bisher. Ich verlasse dankbar alte Ufer um an einer neuen Schule Neues zu versuchen. Ich freue mich darauf!

Ein BarCamp als Teil der Schulentwicklung I

Was ist ein BarCamp?

Ein BarCamp ist ein offenes Konferenzformat, bei dem der Anteil des „selber Denkens“ und sich Einbringens gegenüber klassischen Konferenzen einen viel größeren Teil einnimmt. Weil man auf einem BarCamp immer aktiv ist, spricht man auch nicht von „Teilnehmer_innen“, sondern von den Teilgebern, die ihren Anteil am Gelingen einer Veranstaltung haben.

Das Format eines BarCamps lässt sich nicht einfach durch einen Text beschreiben und lesend erfassen: Man muss es selber erlebt haben. Oft entwickelt sich auf einer Veranstaltung eine eigene Dynamik, die in Worte zu fassen schwer ist und meist vorher nicht absehbar oder gar planbar war.

BarCamps gibt es zu den unterschiedlichen Themen inzwischen überall – sicherlich auch in der Umgebung. Empfehlenswert zum Reinschnuppern ist zum Beispiel ein EduCamp, das sich mit allem beschäftigt, was analoge und digitale Bildung so interessant macht. Im Herbst findet das nächste EduCamp in Berlin statt. Ebenfalls in Berlin startet das OERcamp 2013 im Rahmen der OERde13-Konferenz der Wikimedia. Beides eine gute Gelegenheit, ein BarCamp zu erleben.

Weiterlesen

Die Zukunft des Schulbuchs – oder: Wie begrenzt wollen wir lernen?

Schule gehört zu unserem Leben dazu. Sie ist kulturell fest verankert und für öffentliche Debatten stets ein Thema mit großem emotionalen Potential. Offenbar hat „Schule“ dabei für uns eine ganz besondere Bedeutung. Wie sich dieses „Besondere“ im Alltag zeigt, welche Rolle das Schulbuch spielt und warum wir uns an den Gedanken gewöhnen sollten, dass es so nicht weiter geht, versuche ich im Folgenden zu entwickeln.

Das System „Schule“

Die Struktur von Schule hat System. Es ist nicht zufällig – oder gar „natürlich“ – so, dass ihr Alltag strukturiert ist, wie er es ist: in Fächer, Unterrichtsstunden und Pausen, dass die Inhalte auf Jahrgangsstufen bezogen entwickelt werden und alle die gleichen Prüfungen ablegen müssen: Schule strebt nach Vereinheitlichung. Nicht erst nach Pisa werden „einheitliche Bildungsstandards“ definiert, nach denen die SchülerInnen unterrichtet werden sollen. Schon vor Pisa haben wir uns über mangelndes „Allgemeinwissen“ lustig gemacht. Wir gehen offensichtlich davon aus, dass ein bestimmtes Pensum an Wissensbausteinen erworben sein muss, um als vollwertige/r BürgerIn am Leben teilnehmen zu können.

Die Schule hat diese Anforderungen nicht erfunden, sondern sie wurden als Notwendigkeit zum Bestehen in einer damals neuen Kultur formuliert. Das dominante Medium, unter dessen Zeichen die Idee der heutigen Schule entstand, ist das Buch. Die Entwicklung der beweglichen Buchstaben haben im 15. Jahrhundert zu Umwälzungen geführt, die zu einer Neuorientierung gesellschaftlicher Strukturen geführt haben.

Weiterlesen

Schulkultur im Wandel

Unsere Schulen sehen sich heute einer Zerreißprobe ausgesetzt. Ihre tradierten Vorstellungen geraten mit immer mehr gesellschaftlichen Entwicklungen in Konflikt, angetrieben durch eine Digitalisierung aller Lebensbereiche. Was ist da los? Haben wir etwas verschlafen?

Beginnen wir mit einer kleinen Bestandaufnahme einer allgemeinen deutschen Schule. Trotz Föderalismus sind die wesentlichen Bedingungen überall gleich und bedürfen keiner gesonderten Unterscheidung.
Das höchste Ziel, die höchste von der Schule auszusprechende Weihe, ist das Abitur, die allgemeine Hochschulreife. Mit diesem Zertifikat wollen wir an den Schulen die kulturelle und organisatorische Fähigkeit bestätigen, das Leben zu meistern. In nicht wenigen Abiturreden wird es in den nächsten Montagen wieder heißen, dass die SchülerInnen nun bereit seien „ins Leben entlassen zu werden“.

Ist es bereits seit jeher fraglich, warum hier Leben und Schule als zwei unterschiedliche Bereiche angesehen werden, so muss man heute feststellen: Das, was Schule vorbereitet, hat mit dem Leben und dem Beruf immer weniger zu tun. Weiterlesen

Was kann Schule in Zukunft leisten?

Was wäre, wenn alles anders kommt? Wenn sich Dinge grundlegend ändern? Welche Folgen kämen auf uns zu? Und wie hat darin etwas, was wir bisher als ‚Schule‘ gekannt haben, eine Zukunft?

Um mich den Fragen zu nähern, könnten möchte ich ein Gedankenexperiment vorschlagen.

Dafür versetzen wir uns in eine Zukunft, die es so oder so ähnlich geben könnte. Angelehnt ist sie an die Insel-Utopie-Romane, die mit unterschiedlichen Nuancen die verschiedenen Autoren immer wieder hervorzuholen wissen. Zuletzt ist mir die Idee in dem Roman von P.M. „Manetti lesen ODER Das gute Leben“ begegnet.

Die kapitalistische Wirtschaft ist an sich selber zu Grunde gegangen. Die Konsumgesellschaft musste sich endgültig eingestehen, was spätestens seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts vorhersehbar war: Die Vorstellung von unendlichem Wachstum auf einem endlichen Planeten ist gescheitert.

Weiterlesen