OER – Stand März 2012

Seit Ende vergangenen Jahres erfreuen sich die Open Educational Resources, kurz „OER“, einer größeren öffentlichen Aufmerksamkeit. Grund dafür war die Diskussion um den „Schultrojaner„, in deren Folge auch die Problematik der Lizenzierung von Materialien, die an Schulen und Universitäten für „Bildungszwecke“ eingesetzt werden, thematisiert wurde.

Im März diesen Jahres haben Jöran Muuß-Merholz, Mirjam Bretschneider und ich uns die Situation rund um das Thema OER an Schulen genauer angeschaut und eine Bestandsaufnahme gemacht. Das „Whitepaper Open Educational Resources (OER) für Schulen in Deutschland“ ist im Auftrag des Internet & Gesellschaft Co:llaboratory entstanden.

Wir haben versucht, wesentliche Akteure zu erfassen, die besondere Situation für das Urheberrecht an Schulen zu beleuchten und mögliche weitere Entwicklungen für die Open Educational Resources aufzuzeigen. Dabei wird auch auf die besondere Rolle der Schulbuchverlage eingegangen.

Dass es zum jetzigen Zeitpunkt noch keine klare Definition darüber gibt, was genau mit OER gemeint ist, wurde im Vorfeld der Veröffentlichung oft angemerkt. Im Whitepaper haben wir daher verschiedene Definitionen benannt und sind nicht dem Versuch erlegen, eine „alles umfassende“ Definition zu finden. Konsens scheint zur Zeit zu sein, dass es sich um bildungsrelevante Materialien handelt, die unter einer Lizenz angeboten werden, die die Nutzung und Weiterverarbeitung von Inhalten ermöglicht.

Das Papier steht unter einer  Creative Commons 3.0 BY Lizenz und gibt es als GoogleDocs hier, als PDF hier und als kommentierbare Version hier.

Update (24.06.2012):
Eine für den Druck optimierte Version gibt es hier als PDF: V1.0.1-OpenEducationalResources

2 Gedanken zu „OER – Stand März 2012

  1. Richard

    Hallo Felix,

    das Papier gefällt mir ausgesprochen gut. Ergänzend (auch zur Session auf dem Educamp in Köln) der Hinweis, dass wir gestern geplant haben (Herr Larbig war auch dabei) was wir bei Edutags machen können, um OER-Bestrebungen zu unterstützen. Hier die Ergebnisse, die Umsetzung auf edutags.de folgt dann in den kommenden Wochen:
    – Wenn Material eine maschinenlesbare (cc)-Lizenz enthält, wird diese von Edutags in Zukunft ausgelesen und bei den Trefferlisten direkt angezeigt, damit der Nutzer informiert ist.
    – Anbieter von OER erhalten ein vereinfachtes Verfahren, um ihrer Materialien auf Edutags publik zu machen. der Plan ist zudem auch eine Schnittstelle anzubieten, so das Edutags dann ggf. auch direkt mit dem CMS des Anbieters kommunizieren kann.
    – Wir werden prüfen unter welche Lizenz die Daten auf Edutags sinnvollerweise gestellt werden können, damit auch hier die Nutzenden Rechtssicherheit haben, was sie mit den Ergebnislisten machen können.

    Auch wenn es im ersten Schritt zwar nicht viele Ressourcen sein werden, die über die Lizenzen verfügen, hilft das wahrscheinlich ein wenig, das Thema weiter in die Welt zu tragen.

    Viele Grüße,

    Richard

    Antworten
    1. Felix Schaumburg Beitragsautor

      @Richard:
      Hallo Richard,

      das sind gute Neuigkeiten! Zur Zeit geht es ja für die Aggregation der Inhalte erstmal darum, Erfahrungen zu sammeln um dann in einem weiteren Schritt mögliche technische Spezifikationen bereitzustellen, um für Datenbanken eine Automatisierung zu erhalten. Eine OER Datenbank wird sich sicherlich nie alleine pflegen. Wenn wir allerdings APIs andenken würden, mit denen man Material taggen kann, wäre das ein Gewinn.

      Wie könnte eine „maschinenlesbare Lizenz“ in einer Datei aussehen, sodass edutags.de sie findet?
      Welches Material soll angenommen werden? PDF, .odt oder .txt?

      Herzliche Grüße,

      Felix

      Antworten

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