Konzepte für die Computernutzung an Schulen

Man korrigiere mich, aber ich gehe fest davon aus, dass sich keine Schule mehr in Deutschland finden wird, bei der sich nicht irgendwo im Schulhaus eine Computerecke als Lernort finden lässt (ausgenommen der bewusste Verzicht auf Technologie aufgrund [überholter] pädagogischer Konzepte). Jede Schule hat sich in den letzten fünf Jahren ein Konzept überlegt, wie man den Computer als Lern-Medium in den Unterricht und Schulalltag integrieren kann. Da die Ausstattung an Computern in der Regel unterhalb der Schülerzahlen liegt, müssen sich mehrere SchülerInnen einen Rechner teilen – oder viele SchülerInnen verzichten zugunsten einer kleineren, ausgewählten Gruppe.

Das Konzept, dass sich mehrere SchülerInnen im Laufe eines Schultages einen Computer teilen können, würde einer bedarfsorientierten Verteilung entsprechen. Diese bedarfsorientierte Verteilung lässt sich sowohl mit einem stationären Computerraum oder mit mobilen Laptopwagen in der Schule umsetzen.  Nach Bedarf kann der Lehrende einen Satz von Computern bestellen und bekommt ihn in seinen Raum geliefert (oder bewegt sich in den Computerraum).

Neben der bedarfsorientierten Verteilung haben wir seit mehreren Jahren die Diskussion, ob nicht eine 1:1 Abdeckung von Computern in der Schule viel sinnvoller wäre. Jede/r SchülerIn besitzt dann einen eigenen Computer und hat ihn immer zur Hand. Man könnte dies als egalitären Ansatz bezeichnen, bei dem jedem Lernenden ein eigener Rechner zu jeder Zeit zur Verfügung steht – unabhängig von seinem akuten Nutzwert. Da jedoch der Einsatz durch digitalisierte Lernmaterialien und zunehmende Rechercheaufträge im Unterricht beständig steigt, steigt auch die Nutzungsmöglichkeit.

Mit einem 1to1 Konzept, welches seit einem Jahr auch als iPad-Version an verschiedenen Schulen evaluiert wird, hätte man also eine idealtypische Situation geschaffen: Jeder hat seinen Rechner immer dabei und kann überall mit ihm arbeiten und lernen.

Problematisch wird bei den 1to1 Projekten jedoch immer die Finanzierung. Wer kommt für die Kosten auf, wenn plötzlich bis zu 10x mehr Rechner von den Schulen gekauft werden müssen? Und wer übernimmt die ebenfalls steigenden Wartungskosten? Und wie ist das mit der Versicherung?

Aus diesen Gründen sind die meisten 1to1 Projekte an Regelschulen auch Projekte auf Zeit gewesen und konnten nicht dauerhaft installiert werden.

Ich fasse die beiden Möglichkeiten der Ausstattung mit Computern noch mal zusammen:

  1. Ein Rechner für viele Nutzer – one-to-many
    Bedarfsorientierte Verteilung über Computerräume oder Ausleihdienste
  2. Ein Rechner für einen Nutzern – one-to-one
    Egalitäres Prinzip: Jeder hat in der Schule seinen Rechner immer zur Hand

Die Frage, die mich – angestoßen durch einen zur Zeit nicht auffindbaren Artikel von Beat Döbeli Honegger – umtreibt: Wie lange müssen wir uns noch mit diesen Limitierungen auseinandersetzen? Ist nicht selbst one-to-one inzwischen überholt? Wer von uns nutzt denn nur ein einziges (!) elektronisches Gerät?

Wir haben in den vergangenen Jahren einen enormen Verfall der Preise von elektronischen Geräten erfahren; kombiniert mit einer ebenso enormen Leistungssteigerung. Dadurch ergeben sich neue Nutzungsmöglichkeiten, die in unserem Alltag immer unverzichtbarer werden. Das Smartphone, einst als Mobiltelefon eingeführt, ist uns heute Fahrscheinautomat, Bankzentrale, Navigation und Kommunikationsmittel zugleich. Und fast jeder Schüler hat ein solches Gerät inzwischen in der Tasche!

Ich glaube, dass wir in Zukunft mit einer one-to-one Lösung keinen Preis mehr gewinnen werden. Zu eingeschränkt sind die Nutzungsmöglichkeiten. Wir müssen mittelfristig many-to-one denken, also mehrere Endgeräte für einen Schüler. Längere Texte lassen sich an einer Tastatur schreiben, unterwegs ist jedoch das Smartphone der optimale Kommunikationskanal. Videoschnitt lässt sich an den Workstations besser erledigen, während für die Recherche vielleicht ein Tablet ausreicht. Kombiniere ich alles in einem Gerät, kommt ein unbrauchbarer Kompromiss dabei heraus.

Many-to-one? Ist das nicht noch teurer als das bereit heute unfinanzierbare one-to-one Modell?
Nein, da sich die Preisspirale für die technischen Geräte weiter nach unten drehen wird. Bereits heute kaufen wir Notebooks für unter 300 €. Dafür haben wir vor fünf Jahren noch weit mehr als das 4-fache bezahlt. Bei den Desktop Computern ist der Verfall schon ein paar Jahre länger her und wurde durch den Wunsch nach noch mehr Leistung in den Spiele- und Grafik-Sparten kompensiert. Aber einen einfachen PC für die üblichen Büroarbeiten gibt es bereits ab 160 €…

Die meisten SchülerInnen haben heute ein Smartphone, für das man vor etwas mehr als einem Jahr noch an die 800 € bezahlt hat. Warum sollten nicht auch die Tablet-Computer bald für alle finanzierbar sein?

Die SchülerInnen werden in fünf Jahren mit einer technischen Ausstattung an die Schulen kommen, die den heutigen Standard als lächerlich dastehen lassen wird. Das soll den heutigen Stand nicht diskreditieren, sondern die positive Entwicklung deutlich machen.

Wenn wir also heute in den Gesprächen mit den zuständigen Stellen und Behörden darum kämpfen müssen, dass die betagten Rechner ausgetauscht oder neue Arbeitsplätze installiert werden können, bereitet sich die Gesellschaft bereits darauf vor, digitale Endgeräte immer und überall zur Verfügung stehen zu haben. Wir müssen als Schule dann ’nur‘ noch Infrastruktur bereit halten. Diese Entwicklung können wir heute schon bei allen Entscheidungen berücksichtigen; zum Beispiel bei der Einrichtung und dem Ausbau der WLAN Stationen für schnellen Internetzugang oder der Konfiguration eines Servers.

Ähnliche Gedanken hat sich am Wochenende auch Martin Kurz in seinem Beitrag „Mobile Learning als Antwort auf fehlende Ressourcen in der Schule“ gemacht.

Zum Abschluss noch nachgeschoben:
Es gibt einen Grund, warum die oben skizzierte Entwicklung nicht eintreten könnte und Schulen an einem one-to-one Konzept noch lange festhalten werden: das Kontrollbedürfnis – oft kommuniziert über die Notwendigkeit einer Bewertung. Wie soll ich eine Leistung bewerten, wenn ich nicht alle erstellten Inhalte und Medien vorliegen habe? Und wie soll ich prozessual beraten, wenn Teile der Kommunikation in einem nicht zu kontrollierendem Raum stattfinden?

Wenn ein Rechner von der Schule gestellt wird, kann der Computer als ’nicht persönlicher Gegenstand‘ begriffen und zur unterschiedlichen Zwecken durch die Lehrenden eingesehen werden. Bei einem Leihgerät ist die Frage der Privatsphäre für die darauf gespeicherten Daten eben eine andere als bei einem eigenen Gerät.
Der Kontrollverlust, dass Schüler frei und unmittelbar mit der Außenwelt kommunizieren können, stellt für Schulen und ihre Kultur eine Zäsur dar. Filter und ein Proxy reduzieren zwar die Bedenken, werden sie aber nicht in Gänze auflösen können.

Auch ist die Frage der sozialen Ungleichheit bei der Finanzierung von privaten Kommunikationsgeräten ungeklärt. Hier glaube ich aber, dass es ähnlich sein wird wie damals bei mir und den ersten Schreibgeräten: Der erste Füller wurde von der Schule beschafft, damit alle den gleichen Pelikan Füller haben. Nach nicht einmal zwei Monaten setzte die Entropie ein…

43 Gedanken zu „Konzepte für die Computernutzung an Schulen

  1. Julius

    Als Hinderungsgrund nicht zu vergessen: Der Teufelskreis digitaler Lernmaterialien. So lange die Technik nicht sehr verbreitet ist, entwickeln die Verlage nur wenig Materialien für solche Geräte. Deren Anschaffung lohnt sich aber erst, wenn die genug Materialien vorliegen. Da hilft es auch nicht, dass alle Schüler Smartphones besitzen, denn die haben meines Erachtens zu kleine Displays.

    Nebenbei: Der wenig sorgsame Umgang mancher Schüler mit ihrem Lehrbuch wird viele Lehrer nicht gerade von der Idee begeistern, solchen Schülern elektronische Geräte in die Hand zu geben.

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      1. Julius

        Was genau bedeutet »persönliche Gerät«? Ist es selbst gekauft, von der Schule geliehen oder hat der Staat es bezahlt, aber es gehört tatsächlich dem Schüler?

        Die beiden ersten Interpretationen treffen ja auch auf Schulbücher zu, ohne dass diese von allen Schülern gut behandelt werden. Behandeln Schüler aus 1:1-Projekten ihre Geräte vielleicht deshalb besser, weil sie auch mit allem anderen sorgsam umgehen?

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        1. Ulf Blanke

          Nach meiner Erfahrung (6 Jahre Koordinator eines Notebook-Projekts) behandeln die Schüler ihre Geräte deshalb besonders sorgsam, weil sie einen persönlichen Mehrwert darin erkennen.

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          1. E-mail

            @6fd9452ceac4b6f891d74c471b46a111:disqus 
            Wer genau schreibt hier, dass Schüler zerknirscht wären, wenn sie ihr Zeug nicht dabeihaben?

        2. Beat Döbeli Honegger

          Lernende behandeln ihre Geräte dann sorgsamer, wenn sie wissen, dass sie sich ins eigene Fleisch schneiden, wenn das Gerät kaputt geht (weil sie dann für eine gewisse Zeit kein Gerät haben, weil sie dann die Reparatur bezahlen müssen o.ä.). Persönlich in diesem Zusammenhang meint somit: Ich kann nicht bei Bedarf einfach auf ein anderes Gerät zurückgreifen.

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          1. Julius

            Die gleiche Argumentation gilt beim Schulbuch. Wenn man das kaputtmacht oder verbummelt, schneidet man sich ebenso ins eigene Fleisch (hat es eine Weile nicht und muss es ersetzen). 

          2. Beat Döbeli Honegger

            (da die Antwort unten bei mir keinen Reply-Link mehr anzeigt…) Der kleine aber feine Unterschied besteht darin, dass ein Schüler sein Smartphone oder Netbook stärker vermissen wird als sein Schulbuch, denn das Schulbuch kann er nur für den Unterricht und die Hausaufgaben in EINEM Schulfach verwenden, das mobile Gerät aber in ALLEN Schulfächern UND VOR ALLEM in der Freizeit zum Spielen und Kommunizieren…

          3. Felix Schaumburg

            Schaut man sich an, wie die SchülerInnen mit ihren Mobiltelefonen umgehen, ist die Sorge unbegründet. Ein digitales Gerät ist ein Kommunikationskanal, auf den man nicht verzichten möchte.
            Ein Schulbuch kann man damit kaum vergleichen, da es für den Schüler einen rein schulischen Zweck erfüllt und wenig „Sinn“ macht.

          4. Sorry

            Oh ja, meine Schüler sind auch jedes mal richtig zerknirscht, wenn sie ihr Zeuchs nicht dabei haben oder eine Lektüre nicht rechtzeitig besorgt haben. Entschuldigt Leute, leidet ihr etwas an Realitätsverzerrung?

          5. Julius

            @ SorryWer genau schreibt hier, dass Schüler zerknirscht wären, wenn sie ihr Zeug nicht dabeihaben?

          6. Sorry

            Die Formulierung hier war „ins eigene Fleisch schneiden“, und mancher scheint zu denken, dass Schüler das in irgendeiner Weise interessiert.

  2. Anonymous

    Auch ich habe die große Hoffnung, dass wir in absehbarer Zeit zumindest eine one-to-one-Versorgung hinbekommen. Ob nun Smartphones oder Tablets – beide bedeuten den Beginn der Post-PC-Ära in der Schule, aus meiner Sicht ein wichtiger Meilenstein für die systematische und dauerhafte Einbindung digitaler Medien in den Unterricht.

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  3. Jana Hochberg

    Ähnliche Gedanken geistern mir auch in letzter Zeit durch den Kopf. Eine
    Many-to-One Lösung, auf die bei vielen alltäglichen Anwendungen
    zurückgegriffen werden kann, könnten die Schüler mit sich herum tragen (bspw. Smartphones).
    Allerdings möchte ich einem Kind nicht zumuten, dass es noch mehr in seinem Ranzen mit sich herum tragen muss.

    Seltenere Anwendungen, wie bspw. Filmschnitt etc. könnte man über
    einzelne Stationen anbieen, welche in der Schule aufgesucht werden
    können. Das Gefühl dort private Daten zu hinterlassen ist dann kaum
    ausgeprägt, da an diesen Stationen sehr gezielt gearbeitet wird und
    somit die erschafften Daten im Überblick gehalten (und anschliessend
    gelöscht) werden können.

    Antworten
    1. Julius

      „Allerdings möchte ich einem Kind nicht zumuten, dass es noch mehr in seinem Ranzen mit sich herum tragen muss.“

      Erdkundebuch, Atlas, Tafelwerk, Mathebuch, Deutschlektüre und Hausaufgabenheft würde es im Idealfall ja nicht mehr geben. Oder sie müssten nicht mehr mitgenommen werden …

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  4. Herr Schwarzmüller

    Und doch bleibe ich skeptisch bei der Finanzierbarkeit im Allgemeinen und
    dem unlösbaren Problem der ungleichen technischen Ausstattung von Schülern.
    Wenn ich richtig verstanden habe, dann meint many-to-one nicht nur ein Smartphone, was unter meinen Schülern
    vielleicht 30% (und das mit einer großen Bandbreite an technischer
    Leistungsfähigkeit) besitzen. Selbst wenn es in ein paar Jahren 100% sind, wie
    sieht es dann mit der ‚Grundversorgung‘ an Tablets,
    heimischen Workstations und technischen Errungenschaften aus, die es heute noch
    gar nicht gibt? Wer hat schon vor 5 Jahren an den Erfolg eines iPads gedacht?
    Auch wenn die Preise fallen, wir bleiben in einem in dieser Masse nicht
    finanzierbaren Bereich- weder durch Eltern noch durch Schulen. Selbst wenn die
    Preise auf 25% ihres heutigen Niveaus sinken (was bei Workstations und Laptops wohl
    kaum der Fall sein wird, da das Ende der Fahnenstange erreicht ist), sind wir
    immer noch bei mehreren hundert Euro… Also müssen wir davon ausgehen, dass
    nicht immer alle Schüler alles zur Verfügung haben werden und dann kommen wir
    direkt zu der Verschärfung der am Ende des Artikels nachgeschobenen Probleme…

    Und was heißt das für die Zukunft des Computereinsatzes in der Schule? Die
    Schule muss nicht 1:1 den Zustand der technischen Vielfalt der Gesellschaft abbilden,
    um Schülern den sinnvollen Umgang mit Medien und Technik zu vermitteln. Die
    Schüler müssen nicht immer und überall das Tablet
    zur Verfügung haben, Photos machen können, um dann live in einem Wiki oder Blog
    die neuesten Lerninhalte nach neuesten technischen Standards in soziale
    Netzwerke zu integrieren. Sie müssen lernen, was möglich ist und wie man damit
    sinnvoll umgeht – sie müssen nicht zu Anwendern
    ausgebildet werden. Sie müssen den kompetenten Umgang mit und die kritische
    Bewertung von Technik lernen. Diese Fähigkeiten sollten sie fit für den
    verantwortungsvollen und produktiven Umgang mit Technik in jedem gesellschaftlichen
    Zusammenhang machen.

    Ich bin überhaupt nicht gegen den Computereinsatz in der Schule, aber der
    Einsatz um des Einsatzes Willen und der damit verbundenen Möglichkeiten ist
    weder finanzierbar noch pädagogisch sinnvoll. Es reicht nicht, immer nur auf die
    schwammige Wolke einer digitalen Zukunft
    zu reden/schwärmen und mit diesem Zukunftsoptimismus alles Bestehende als
    überholt hinzustellen. Was heißt schon zukunftsfähig, wenn niemand weiß, wie
    die Zukunft aussieht.

    Antworten
    1. Anonymous

      Aus meiner Sicht geht es nicht (in erster Linie) um Technik, sondern um ein Instrument zur Öffnung des Unterrichts. Und dafür eignen sich digitale Medien nach meiner Erfahrung ganz hervorragend, zumindest dann, wenn sie kurzfristig verfügbar sind.

      Antworten
    2. Beat Döbeli Honegger

      Finanzierbarkeit ist ein vorgeschobenes Problem. Wäre der politische Wille da bzw. wäre eine Mehrheit von der Sinnhaftigkeit des Ansinnens überzeugt, dann liesse sich 1:1 problemlos finanzieren: Die Preise und die technische Entwicklung erleichtern 1:1 zunehmend, der private Gerätebesitz ist heute schon massiv besser als die schulische Ausstattung, die fehlende Chancengerechtigkeit lässt sich mit staatlichen Mitteln herstellen. Siehe dazu auch http://beat.doebe.li/projects/hep11/sld015.htm

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      1. Herr Schwarzmüller

        Im Allgemeinen stimme ich zu. Nur leider werden öffentliche Gelder nicht danach verteilt, wie sinnvoll eine Investition im Bildungsbereich ist. Seit wie viel Jahren werden massive Investitionen im Bildungsbereich für mehr Förderung, mehr Lehrer, kleinere Klassen, Renovierung von Gebäuden, Schaffung eines vernünftigen Ganztagsangebots usw. gefordert? Kaum jemand bestreitet, dass diese Investitionen durchaus lohnend wären – dennoch werden sie nicht getätigt.
        Ich halte die Nicht-Finanzierbarkeit daher nicht für ein vorgeschobenes, sondern für DAS entscheidende Problem in der Frage der technischen Ausstattung eines Schülers.
        Wenn natürlich der politische Wille da wäre, dann wäre alles möglich – welche Partei schreibt sich auf die Fahnen, die Investiionen in die Bildung zu verdoppeln?

        Antworten
          1. Herr Schwarzmüller

             Ja, Verdoppelung war zugespitzt und keineswegs berechnet. Aber über welche Summen sprechen wir denn? Wenn hier allerdings auf die Finanzkraft der Eltern verwiesen wird und die Schule nur Infrastruktur zu schaffen hat, dann sehe ich auch kein Problem – außer dass die Eltern diese Ausgaben nicht tragen werden…

    3. Felix Schaumburg

      Ein Gedanke: Würde die Schule und das Elternhaus enger kooperieren und die Frage der Versicherung klären: Wir hätten bereits deutlich mehr Rechner in den Klassenräumen als heute. Viele Schüler haben bereits ihren eigenen Computer zu Hause. Wenn dies ein Laptop wäre – was in Zukunft sicherlich mehr und mehr der Fall sein wird, wenn man auf die Verkaufszahlen schaut – dann kann dieser theoretisch auch in der Schule eingesetzt werden… wenn dies gewünscht wird.

      Darüber hinaus ist unstrittig, dass für eine Reduzierung der sozialen Ungleichheit die Schule einen Grundausstattung an Geräten bereithalten muss, um finanzschwächeren SchülerInnen die Teilhabe zu ermöglichen. Sicher!

      Was heißt schon zukunftsfähig, wenn niemand weiß, wie
      die Zukunft aussieht.

      Ich weiß nicht, wie sie aussehen wird. Aber ich weiß, dass sie digitaler sein wird als die Gegenwart bisher ist.

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      1. hj

        Ich verstehe nicht so ganz, wieso immer von DER Schule die Rede ist. In Deutschland zumindest gibt es doch sehr unterschiedliche Schulformen und SchülerInnen mit sehr unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten. Auch der Background ist sehr unterschiedlich. Ein guter Freund hat einige Jahre an einer Hauptschule unterrichtet. In seinem Alltag war es kaum möglich, die Schüler mal soweit zu bekommen, dass sie sich auf den Unterricht konzentrieren. Die Eltern haben sich umgekehrt häufig kein Stück für die Schule oder die Leistungen ihrer Kinder interessiert. In so einer Umgebung stelle ich es mir sehr schwierig vor, alle mit Rechnern auszustatten, die Nutzung während des Unterrichts zu regulieren etc. Was ist außerdem mit Gewalt unter Schülern? Was passiert, wenn Schüler A das Smartphone von Schüler B in den Gully wirft, Schüler B mangels Zeugen das aber nicht beweisen kann? Wer haftet denn dann? Ich meine, da hängen dann ja ein paar Euro dran…

        Die Frage der sozialen Ungleichheit wird mir vor diesem Hintergrund auch zu schnell vom Tisch gewischt. Man wird auch kaum den Besitz eines Füllers mit dem eines Smartphones vergleichen können…

        Kurz: So gut die Ideen ja grundsätzlich sind. Aber einfach jedem ein Smartphone/ einen Tablet-PC in die Hand zu drücken wird den Unterricht ohne Konzept zum sinnvollen Einsatz selbstverständlich nicht besser machen und die in manchen Schulen ohnehin schwierigen sozialen Fragen auch nicht im Handumdrehen lösen. Und dazu hätte ich gerne ein paar mehr Antworten und Erfahrungen.

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  6. Daniel Eisenmenger

    Die Verfügbarkeit von digitalen Materialien halte ich für die Akzeptanz und Durchsetzung auf Lehrerseite auch entscheidend. Interessant, was ich da aus Italien gehört habe: Dort sind die Schulen und Lehrer per Gesetz verpflichtet (wer immer das dann befolgt und kontrolliert) im Unterricht mindestens 20% mit digitalen Materialien zu arbeiten.
    Darüber kann man sich natürlich streiten. Der Effekt ist jedoch interessant: Die Schulbuchverlage, die italienischen, aber auch andere, z.B. große Fremdsprachenverlage anderer Länder, die auf dem großen italienischen Markt präsent sind, machen nun entsprechende Angebote, weil sonst ihre Bücher, wenn ich das richtig verstanden habe, nicht mehr zugelassen werden.
    D.h. plötzlich bemühen die sich bieten jede Menge an digitalem Material (digitalisierte Bücher, Übungen, Lernplattformen) an, was wiederum den Lehrer und Schülern den Einsatz digitaler Endgeräte erleichtert, zur größerer Akzeptanz und vermehrtem Einbindung der vorhandenen Geräte, u.a. auch in Italien massiv angeschaffte IWBs, im Unterricht und daraus resultierend der Anschaffung neuer führt. Natürlich kann man Schule auch grundlegend neu denken, aber als Zwischenschritt, scheint mir das, soweit ich das aus den Berichten zweier italienischer Kolleginnen, gehört habe, letztendlich gut zu funktionieren.

    Antworten
  7. Beat Döbeli Honegger

    Lieber Felix,

     „Die Frage, die mich – angestoßen durch einen zur Zeit nicht auffindbaren
    Artikel von Beat Döbeli Honegger – umtreibt: Wie lange müssen wir uns
    noch mit diesen Limitierungen auseinandersetzen?“

    Hmm, leider weiss ich nicht, welchen Artikel Du nicht findest (freue mich aber natürlich, dass er Dich zu obenstehenden Gedanken angestossen hat…). Alles was ich im Zusammenhang mit 1:1 computing gesagt oder geschrieben habe, sollte unter http://doebe.li/w2173 zu finden sein. Der Gedanke, dass 1:1 vermutlich auch nicht das Ende der Fahnenstange darstellen wird, ist mir sehr bewusst geworden in der Vorbereitung unser Fachtagung vom Februar 2011 (http://ims.phz.ch/fachtagung) und hat dann auch zum Untertitel „Wie viele Computer braucht ein Schulkind?“ geführt.

    Die Frage, wann 1:1 computing in der Schule Realität sein wird, habe ich konkret vor einem Jahr gestellt (http://beat.doebe.li/projects/phbern10/sld069.htm) und wie folgt beantwortet: Technisch gesehen sofort, angesichts des Beharrungsvermögens des Bildungssystems nie. Man bilde den Mittelwert von „sofort“ und „nie“ 😉

    Antworten
  8. Maik Riecken

    Und jetzt bitte wieder landen. Ich habe große Sorge, dass es mit den den neuen Medien ein Analogon zu der Hardwaregeschichte geben wird: Man stellt sie hin und lässt sie da sein. Dann schauen alle drauf und sagen – toll, haben wir – so wie mit unseren Computerräumen vor einigen Jahren (Sprachlabor war auch sowas).

    Ohne die Menschen, die als Lernvermittler mit diesen Methoden und der Hardware arbeiten sollen, bleiben wir utopische Spinner, Metaseierer und nichts weiter.

    Ich will keine iDingens oder Netbooks in meiner Schule sehen ohne ein Konzept zur methodischen Einbindung und ohne ein Konzept, um das Kollegium in größerer Breite mit(!)zunehmen. Es ist einfach, z.B. ein iDingens zu kaufen und davon begeistert zu sein, es für sich im Unterricht zu verwenden, mit den SuS einzusetzen usw.. Es ist aber im Prinzip *******egal, ob es ein iDingens oder was anderes ist. Die Arbeit im Kollegium ist natürlich stressig, weil das eben Arbeit ist und Geduld braucht…

    Schaut euch mal die Betriebszeit in Stunden der Beamerlampen auf euren Medienwagen in Relation zur Existenz selbiger an. Wir Chemiker fangen hier gerade mit sowas wie einem Notebookwagen (1to4) an. Was kann ich tun, mit dem, was schon da ist? Bringen uns diese Maximalansätze wirklich weiter?

    Gruß,

    Maik

    PS:
    gstatic, google-analyics.com, facebook.com, wordpress.com, fccdn.net, twitter.com, disqus.com, quantserve.com … ganz schön viele Datenharvesterscripten hier…

    Antworten
    1. Ulf Blanke

      Hallo Maik,

      natürlich ist one-to-one oder sogar many-to-one in den meisten Schulen noch Zukunftsmusik. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir Leuchtturm-Projekte brauchen, um anschließend in der Breite etwas verändern zu können. So verstehe ich auch die Diskussion hier.

      Gruß
      Ulf

      P.S.: Ich bin kein Fan von Notebook- oder Medienwagen. 😉

      Antworten
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  11. Florentina Sauerbach

    „Jede Schule hat sich in den letzten fünf Jahren ein Konzept überlegt,
    wie man den Computer als Lern-Medium in den Unterricht und Schulalltag
    integrieren kann.“

    Das „Jede“ finde ich sehr optimistisch – sie existieren vielleicht auf dem Papier, aber es sind oftmals reine Ideensammlungen oder Pflichtpapiere, hinter denen gewiss keine gemeinsame Vision steht.

    Maik spricht mir mit „Landen bitte“ aus der Seele, Veränderung bedarf vieler kleiner, aber kontinuierlicher Schritte – dazu gehört auch die Lehrerausbildung und die verpflichtende Weiterbildung in Bezug auf Medieneinsatz, Schwerpunkt auf der Didaktik, die sich durch den Einsatz auch verändert. Die Technologie erklärt sich oftmals ja von alleine.

    Ich bin häufig an unterschiedlichen Schulen, da durfte ich dann solche Sachen hören wie: „Ich hab mich zu Beginn meiner Ausbildung in den ersten 10 Jahren ganz viel weitergebildet, das reicht, in 10 Jahren geh ich in Rente.“ Oder: „Wie? Wir haben neue PCs? Seit wann?“ Antwort der Kollegin: seit vorletztem Schuljahr.

    Ich mach hier niemandem einen Vorwurf – Akzeptanz entsteht aber nur dann, wenn der Mehrwert gesehen wird. Das ist der Knackpunkt.
    Man sollte nicht versuchen, allen alles aufzubürden, sondern die Möglichkeit geben, wenn man bspw gute Konzepte vorlegt, auch Klassensätze von was auch immer für die eigene Klasse  bestellen zu können und zwar genau so, wie es dem Bedarf entspricht. Nicht für jede Schülergruppe sind Laptops, ipads, Flachbildschirme geeignet – und auch nicht jeder Lehrer will das in seiner Klasse haben.

    Der Einsatz von neuen Medien verbreitet zudem sich deutlich besser über Mundpropaganda und gute Bsp., die den Mehrwert verdeutlichen und das Interesse wecken, es selbst einmal auszuprobieren, als die Anwesenheit von Geräten. Zudem erhöht eine limitierte Anzahl an Geräten auch den Reiz, diese auch zu nutzen 😉

    Antworten
    1. Felix Schaumburg

      Das „Jede“ finde ich sehr optimistisch – sie existieren vielleicht auf dem Papier, aber es sind oftmals reine Ideensammlungen oder Pflichtpapiere, hinter denen gewiss keine gemeinsame Vision steht. 

      Optimistisch wäre ich gewesen, wenn man die Überlegungen alle als „vollkommen“ bezeichnen wollen würde. Dass sich jede Schule Gedanken gemacht hat meinte ich auf der ganz grundlegenden Ebene: Wie stellen wir die bereitgestellten Geräte in unserer Schule auf und wie erhalten Lehrende und Lernende Zugriff darauf?

      Das liegt in der Verantwortung eines jeden Kollegiums – die Rechner kommen von außen. Erfolg oder Misserfolg lassen sich bei der Erarbeitung der Medienkonzepte (leider?) sehr leicht ablesen. Wenn man die Konzepterstellung und -umsetzung nicht ernst nimmt, sondern nur auf dem Papier betrieben hat, kommt ein abgeschlossener Computerraum dabei heraus :/

      Eine daran anschließende interessante Frage ist:
      Wie gehen Lehrende mit der Diversifizierung der Geräte um? 
      Müssen sie nicht eigentlich die Entwicklung der jüngeren Generation mitmachen um kompatibel zu bleiben? Oder sind sie die, die die von großer Ablenkung geprägten Jugend durch Ruhe und Erfahrung einfangen – ohne (digitalen) Medieneinsatz? Halt wie der freundliche Opa auf dem Schaukelstuhl, der Geschichten erzählt?

      Antworten
      1. Florentina Sauerbach

        Ich halte ehrlich gesagt beides für wichtig – auch den ruhigen (aber unverstaubten!) Opa im Schaukelstuhl. Dann bitte noch den flippigen Junglehrer, der alles auf Links krempelt und neue Ideen und viele Medienangebote mitbringt und der Lehrer mittleren Alters, der sich gezielt Ideen des Junglehrers herausnimmt und mit seiner Erfahrung zeigt, was man alles mehr noch aus einem kleinen Element herausholen kann, ohne die Kinder überschütten zu müssen mit Angeboten und die peppige Oma, die sich freut in Sachen Medien von Ihre Schülern der Klasse 10 noch etwas dazulernen zu dürfen – in ihrer Klasse 5 beeindruckt sie dann schwer mit ihrem neu erworbenen Wissen 😉

        Nein, aber ernsthaft: Ich denke einfach, es gibt nicht DIE Lösung, DIE Ausstattung oder DEN Weg – es gibt nur unsere Schüler, und an Ihre speziellen Bedürfnisse muss das Angebot angepasst werden – diese sind sehr unterschiedlich.
        Ich bin wirklich ein Freund der neuen Medien, aber ich denke, dass sich die momentane Sit nicht ändert/bessert, wenn wir HAhefte, Bücher und co.  abschaffen und den Kindern iPads in die Hand drücken – ganz im Gegenteil.

        Neue Medien gehören in den Unterricht, aber sie müssen sinnvoll eingesetzt werden – ebensowenig wie sie einen Lehrer ersetzen können, können sie Hefte und Buch obsolet machen. Es handelt sich hier nur um ein weiteres Mittel, weches den Unterricht oft sinnvoll ergänzt, aber nicht immer.

        Und wenn die PCräume abgeschlossen sind, dann wurde Energie im Rahmen der Schulentwicklung vergeudet, indem die Schulleitung brav das mitgespielt hat, wonach die Politik/ Gesellschaft schreit, im Sinne des: „Dann hat die liebe Seele ruh“, werden Sprachlabore, ach nee, jetzt sind es ja PCräume eingerichtet und aus die Maus ;-)- Demnach würde ich (sofern ich sie denn hätte ;-)) Gelder nur den Schulen zukommen lassen, wo klar ist, sie wollen etwas bewegen, sie haben Ideen, da passiert etwas, und dort wo nichts passiert, nachhaken warum man verharrt, Weiterbildungsangebote bereitstellen usw.

        Es hat ja schließlich einen Grund, das nichts geschieht – genauso wie die Schüler überfordert sein können, kann auch die Lehrkraft überfordert sein – ein Rückzug ins altbekannte, immer wohlfunktionierende Schema ist dabei nur allzu menschlich, da es Orientierung und Sicherheit bietet. Den Klassenraum dann mit Laptops zu bestücken, um die Akzeptanz zu fördern, wäre eher kontraproduktiv. D.h., Lehrende sollten sich schon der Entwicklung anpassen, aber Sie brauchen auch genügend Freiraum und Unterstützung, um sich dieser Herausforderung zu stellen, für manche ist das sehr schwer…

        Antworten
  12. Anonymous

    1-to-1 oder many-to-1 ist durchaus eine interessante und wichtige Frage. Bevor Schulen sich mit diesem Problem auseinandersetzen, müssen sie sich zunächst um weitaus größere Baustellen kümmern. Für mich steht da an erster Stelle die Unterrichtsentwicklung. Schulen, die zu offeneren, schüler- und kompetenzorientierten Unterrichtsformen finden, werden auch deutlich offener sein für die Integration digitaler Medien, da diese sich in entsprechende Unterrichtsszenarien nahtlos einfügen. Erst dann können digitale Medien im 1-to-1 oder gar many-to-one Szenario ihre Stärken überhaupt voll ausspielen.

    In jenen Schulen, welche in ihrer Unterrichtsentwicklung noch immer in der Steinzeit verharren, werden die digitalen Medien als weiteres Instrument nebst Buch, Heft, OHP und Wandkarte im klassisch belehrenden Frontalunterricht verstanden (nach dem Motto: alles schaut jetzt auf die Projektionsfläche; und jetzt gehen wir alle auf diesen Link und lesen uns diesen Text durch; wir schreiben eine Zusammenfassung in unser Heft; …). Dort haben Schüler ohnehin kaum eine Chance, das wahre Potential dieser Medien für ihr Lernen zu erfahren, geschweige denn, dass sie sich dort zu kompetenten Nutzern entwickeln können.

    Fazit: Ich halte es nach meiner Erfahrung für wahrscheinlicher, dass ein veränderter Unterricht eine Öffnung für digitale Medien nach sich zieht und diese sogar notwendig machen wird, als dass digitale Medien zu einer entsprechenden Veränderung von Unterricht führen werden. Die oft sinnlosen Material- und dann Konzeptschlachten der vergangenen Jahre zeigen, dass Unterricht eher selten positiv verändert haben.

    Oder mit anderen Worten: für den Sprinter ist es angemessen, sich Gedanken über diverse Laufschuhe zu machen. Wer jedoch noch auf allen Vieren krabbelt, sollte zunächst sehen, dass er auf zwei Beine kommt.

    Antworten
    1. Ulf Blanke

      Das sehe ich anders. Nach meiner Erfahrung können digitale Medien auch als „Türöffner“ dienen, um den Unterricht Stück für Stück zu verändern. Wer schon einmal in einer Notebook-Klasse unterrichtet hat, wird wissen, was ich meine. Digitale Medien revolutionieren den Unterricht nicht, aber sie können eine Sogwirkung in Richtung selbstgesteuertes Lernen entfalten. 

      Antworten
      1. Felix Schaumburg

        Sogwirkung, ja – vielleicht wird aber auch einen gewissen Druck aufgebaut.
        Zumindest sehe ich das zunehmend, dass die SchülerInnen kommen und gerne einen WLAN Zugang hätten, um mit ihrem Laptop in den Freistunden zu arbeiten (Oberstufe).

        Antworten
  13. Pingback: Blogposting 06/13/2011 « Nur mein Standpunkt

  14. Christian Grune

    Eine praktische Frage stellt sich hier für mich: Wie können die bereits vorhandenen Erfahrungen und Konzepte gebündelt, sortieret und für eine systematische Diskussion aufgearbeitet werden? Ich denke, es braucht Lösungsansätze auf 4 Ebenen:
    1) Finanzierbarkeit: Hier gibt es Erfahrungen aus den Notebook, iPad/iPhone Projekten, die zeigen, dass 1to1 finanzierbar ist, im Vergleich zu PC-Pools auch nicht zwingend teurer kommen. Gefordert sind hier die Schulträger und die Länder, aber auch die Unternehmen, die die Geräte bereitstellen. Gibt es dazu Übersichten, Kostenvergleiche?
    2) Konzepte/Medienentwicklungspläne/Best Practice in Schulen: Ich habe den Eindruck, dass einige „Eingeweihte“/Engagierte hier sehr unter sich diskutieren, die Breite an Schulen hier nicht erreicht wird. Hier ist die Schnittstelle Schulentwicklung und Fortbildung gefragt – welche Länder sind hier aktiv, wie können die bspw. in NRW, NI, HH vorhandenen Konzepte mehr in der Praxis verankert werden?
    3) Langfristige wirtschaftliche Betrachtung: Als Investition wird oft nur die Anschaffung betrachtet, Folgekosten wie Service, Wartung vernachlässigt. Wie können TCO Betrachtungen in Investitionsentscheidungen einfliessen?
    4) Schulische Infrastruktur: Wenn mobile Geräte zum Einsatz kommen, braucht es ein Netzwerk in der Schule. Dies scheint der Flaschenhals zu sein: Offene, gleichzeitig sichere Netze, die professionell gewartet werden und das Einbuchen externer Geräte ermöglichen. Jeder Hotspot kann das, die in Schulen oft nicht….Und es braucht webgestützte Plattformen (Lernumgebungen), die als Klammer, gemeinsam genutzer (und sicherer) Raum den Austausch und die Kommunikation unterstützen.

    Ich würde hier gern diese Diskussion nutzen, um ein Anforderungen aus der Schulpraxis zusammenzutragen: Der Didacta Verband erarbeitet in einer Arbeitsgruppe Bildung und Technologie einen Leitfaden für Bundesländer und Schulträger, diese Art von Entscheidungen in Zukunft strategischer und auf ökonomischer Grundlage anzugehen – das pädagogische sollte hier nicht fehlen.

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