2 Gedanken zu „Truefiction

  1. Hokey

    …dann benutzt sie das Ding als Wecker, zum Simsen und als Deko für den Tisch? Und macht mit ihrem PC das, was Studenten heute schon lange damit machen? Aber der alte Prof und seine Uni sind ganz fies „archaisch“, Laura selber jedoch ganz doll zukunftsorientiert und rebellisch, wenn sie frontal an der bunten E-Tafel präsentiert?

    Habe das Video schon per Twitter genossen und mich gewundert,dass es dort gehypt wird. Informationsgewinn, Fiktionsgewinn und Utopiegewinn sind gleich Null. Alles ist schon da, auch wenn uns der Kommentar zur „dramatischen Zeitreise“ anderes glauben machen will. Zweckpessimissmus könnte man das nennen: Der zwanghafte Versuch, die Gegenwart schlecht zu reden, warum auch immer, vielleicht, um irgendwie dagegen zu sein, um auch mal (R)revolutionär zu sein, um sich irgendwie zur Avantgarde zu zählen, wer weiß. Welchen Mehrwert siehst du darin? (Abgesehen davon, dass das Video als solches ordentlich gemacht und die Idee mit den andauernd eingeblendeten Informationen wirklich schön ist.)

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  2. Felix Schaumburg

    Hallo Hokey,

    vielleicht liegt der Knackpunkt genau dort, dass nämlich beides schon bzw. noch da ist: Die „neue“ digitale Welt und die „archaische“ der Universität und Schule. Beide Seiten leben in ihrer Realtität, die im Alltag nicht immer kompatibel ist. Aber sie arrangieren sich, sonst würde es nicht irgendwie doch weiter gehen.

    Ich glaube nicht, dass dort etwas „schlecht geredet“ wird. Dies wird nicht die Absicht der Autoren gewesen sein. Es wird aufgezeigt, dass sich gerade ein Wechsel anbahnt in der Art, wie wir kommunizieren. Genauer: nicht „wie“, sondern über welche Medien und mit welcher Chronologie. Durch Netzwerke wie das Internet wird eine zeitversetzte, aber überall verfügbare Kommunikation ermöglicht.

    Erlebst du nicht auch, dass das Verständnis dafür, dass Du im Referendariat ein Blog geführt hast (und heute noch führst), bei Kollegen/innen und anderen Leuten kopfschütteln hervorruft? Und warum hast Du es dann trotzdem gemacht?

    Hier scheint sich doch etwas zu verändern. Vielleicht ist der Begriff des „Leitmedienwechsels“ durchaus passend, um die Entwicklung zu beschreiben.

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