Digitaler Arbeitsalltag

Es gehört zu einer guten Sitte, dass man hin und wieder über seine täglichen Tools berichtet. Einen gerade gelesenen Beitrag möchte ich daher gerne zum Anlass nehmen und meine eigenen Arbeitsmittel kurz vorstellen:

  • DropBox: Mit der DropBox arbeiten wir inzwischen in drei Arbeitsgruppen eng zusammen und pflegen zur Zeit in vier Fächern gemeinsame Ordner für Unterrichtsmaterial. Das Ganze läuft so nahtlos ineinander, dass ich auf diese Art der Kollaboration inzwischen nicht mehr verzichten könnte. (Wer die DropBox selber mal testen möchte kann das hier tun und bekommt dann direkt noch 250 MB dazu.)
  • iCal: Meine Verwaltung von Terminen und Stundenplänen läuft über iCal, den ich mit dem iPhone abgleiche. Dadurch habe ich überall Zugriff und kann kurzfristig Änderungen eintragen, die über MobileMe und Push direkt auch auf dem MacBook sichtbar werden. Vorteil: Da iCal mit dem vCalendar-Format arbeitet, kann man sich mit vielen Kollegen digitale Einladungen zusenden und so Terminankündigungen vereinfachen.
  • OpenOffice: Obwohl Pages viel schicker aussieht haben wir uns in den Arbeitsgruppen darauf geeinigt, primär mit OpenOffice zu arbeiten. Dies ist dann nötig, wenn man die Dateien über die DropBox austauschen möchte (wenn doch mal Pages, dann auf jeden Fall ein PDF beilegen). Es ist keine Liebe, aber man gewöhnt sich dran und genießt die Vorteile, dass man ein offenes Dokumentformat verwenden kann (.odt) und so kaum Formatierungsprobleme auftauchen.
  • TeacherTool: Für die gesamte Unterrichtsdokumentation, die überlicherweise über Notenlisten und Kursbücher abläuft, verwende ich seit letztem Schuljahr TeacherTool. Dieses Programm läuft auf dem iPhone und funktioniert inzwischen ohne größere Probleme (Version 1.5 – kommt in ein paar Tagen über iTunes). Ich genieße es, dass ich schnell Feedback über die letzten Wochen geben kann (gegenüber Kollegen und Schülern) und mit der Wiedervorlage nicht so schnell vergesse, wenn noch etwas abgegeben oder ein Referat besprochen werden muss. Habe damit alle Infos immer in der Tasche.
  • moodle: Für die Oberstufe habe ich in den letzten drei Jahren sehr intensiv neben dem Unterricht ein moodle geführt und dort neben Aufgaben auch die Themen dokumentiert und alle Arbeitsblätter und Quellen hinterlegt. Im laufenden Schuljahr habe ich darauf vorerst verzichtet, da mit der Format zu eng erscheint.
  • Blog: Für die Kommunikation in und mit der eigenen Klasse verwende ich ein WordPress Blog, welches mit ‘authenticator‘ nach außen hin geschlossen ist. Hier werden aktuelle Notizen hinterlegt, die Elternbriefe gesammelt oder Berichte aus der Woche oder von spannenden Unterrichtsprojekten von den Schüler/innen verfasst.
  • Wiki: Anstelle eines moodles versuche ich zur Zeit in einem 11er Kurs ein Wiki einzusetzen. Dies erscheint bisher deutlich attraktiver für die Schüler/innen zu sein und bietet eine größere Flexibilität bei der Gestaltung der Inhalte. Da ich auf den Service von wikispaces.com zurückgreife, erspare ich mir außerdem die Wartung eines zusätzlichen Wikis auf dem eigenen Server.
  • MindMeister: Sowohl für Unterrichtsplanungen mit den Schüler/innen, als auch für ie Dokumentation von Projekten oder als rudimentäre ToDo-Liste in einer Arbeitsgruppe setze ich sehr gerne MindMeister ein. Die Oberfläche ist ansprechend und selbsterklärend und die Ergebnisse lassen sich gut exportieren oder unterwegs auf dem iPhone ansehen und bearbeiten. Seamless.
  • lo-net2: Nein, mögen tue ich diese Plattform nun wirklich nicht. Und daher setze ich sie auch im eigenen Unterricht nicht ein. Da wir aber als Schule vor ca. drei Jahren entschieden haben, dass die Fachkonferenzen dort ihre Protokolle und Dokumente hinterlegen, ist es einer Erwähnung wert. Immerhin kamen darüber viele Kollegen erstmalig in den Kontakt mit Online-Lernplattformen.
  • OmniFocus: Auch ohne strenges GTD-Prinzip ist mir OmniFocus eine große Hilfe für die ganzen Kleinigkeiten, die am Tag erledigt werden müssen. Ich spare mir so das Papier und kann sowohl unterwegs (iPhone) wie auch am Rechner komfortabel Notizen eintragen und als erledigt abhaken. Den Twitter-Beitrag von macmind vor ein paar Tagen unterstütze ich voll…
  • GoogleReader & Instapaper: Um die tägliche Flut an Nachrichten zu organisieren setze ich GoogleReader und Instapaper ein, die sich mit ein paar Tricks hervorragend ergänzen. Auf diese Weise kann ich nicht nur den interessanten Diskussionen folgen, sondern finde auch den ein oder anderen Artikel für eine Klausur. Auf dem iPhone genauso wie im Web oder auf dem Mac.
  • DevonThink: Mein zentraler Datensammler ist DevonThink Pro Office. Alles, was als Interessantes von außen kommt, wird dort hinterlegt (ausgenommen Unterrichtsmaterial). Mit den integrierten Import-Optionen werden sowohl Papier wie auch Webseiten verarbeitet und wegsortiert.
  • MobileMe: Der Sync der Kalender, Adressen und Bookmarks läuft über MobileMe.

Über Feedback und Anregungen bin ich dankbar.

17 Gedanken zu „Digitaler Arbeitsalltag“

  1. Danke – das ist ja noch viel besser als ein Kommentar :-)

    Die MAc-Applikationen wie ical, Adressbuch, ilife und iwork habe ich tatsächlich “übersehen” zu erwähnen – so alltäglich und selbstverständlich sind sie mir schon geworden.

  2. Danke – das ist ja noch viel besser als ein Kommentar :-)

    Die MAc-Applikationen wie ical, Adressbuch, ilife und iwork habe ich tatsächlich “übersehen” zu erwähnen – so alltäglich und selbstverständlich sind sie mir schon geworden.

  3. Und ich sehe gerade, dass ich GoogleDocs ausgelassen habe. Ergänze ich dann jetzt mal eben hier:

    GoogleDocs: Über GoogleDocs arbeite ich noch nicht viel, da ich immer noch sehr skeptisch bin, was mit den Daten dort passiert. Trotzdem habe ich dort ein paar Eingabedatenbanken oder offene Dokumente hinterlegt. So können beispielsweise die Schüler/innen selbstständig die analoge Hausaufgabentafel in der Schule ins Netz übertragen und ggf. mit Notizen erweitern.

  4. Und ich sehe gerade, dass ich GoogleDocs ausgelassen habe. Ergänze ich dann jetzt mal eben hier:

    GoogleDocs: Über GoogleDocs arbeite ich noch nicht viel, da ich immer noch sehr skeptisch bin, was mit den Daten dort passiert. Trotzdem habe ich dort ein paar Eingabedatenbanken oder offene Dokumente hinterlegt. So können beispielsweise die Schüler/innen selbstständig die analoge Hausaufgabentafel in der Schule ins Netz übertragen und ggf. mit Notizen erweitern.

  5. Meine Arbeitsumgebung sieht ähnlich aus. Statt Dropbox verwende ich Wuala und statt OmniFocus benutze ich seit Jahren rememberthemilk. TeacherTool werde ich testen, ich bin mir nicht sicher, ob sich die Investition lohnt (vielleicht könntest du ja mal ein paar Erfahrungen posten). So weit, dass sich Arbeitsgruppen über Web 2.0-Dienste austauschen sind wir allerdings noch nicht, hier reicht immer noch ein Mail. Letztlich finde ich das auch nicht bedauerlich, denn bei aller Begeisterung muss die Arbeitsumgebung mit den Kollegen möglichst einfach sein, damit die Hemmschwelle mitzumachen nicht zu hoch wird.

  6. Meine Arbeitsumgebung sieht ähnlich aus. Statt Dropbox verwende ich Wuala und statt OmniFocus benutze ich seit Jahren rememberthemilk. TeacherTool werde ich testen, ich bin mir nicht sicher, ob sich die Investition lohnt (vielleicht könntest du ja mal ein paar Erfahrungen posten). So weit, dass sich Arbeitsgruppen über Web 2.0-Dienste austauschen sind wir allerdings noch nicht, hier reicht immer noch ein Mail. Letztlich finde ich das auch nicht bedauerlich, denn bei aller Begeisterung muss die Arbeitsumgebung mit den Kollegen möglichst einfach sein, damit die Hemmschwelle mitzumachen nicht zu hoch wird.

  7. Noch ergänzen könnte man nach der letzten Woche Etherpad, welches zweimal in unterschiedlichen Gruppen spontan zum Einsatz kam. Etherpad lässt sich toll in eine Gruppenarbeit integrieren, bei der die einzelnen Teams zentrale Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachteten und sich so gegenseitig helfen konnten.

    Etherpad liefert dabei kein finales Dokument, welches ausgedruckt und archiviert werden könnte, sondern ist quasi ein offener Chat mit Anregungen und Kommentaren.

    http://etherpad.com/

  8. Noch ergänzen könnte man nach der letzten Woche Etherpad, welches zweimal in unterschiedlichen Gruppen spontan zum Einsatz kam. Etherpad lässt sich toll in eine Gruppenarbeit integrieren, bei der die einzelnen Teams zentrale Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachteten und sich so gegenseitig helfen konnten.

    Etherpad liefert dabei kein finales Dokument, welches ausgedruckt und archiviert werden könnte, sondern ist quasi ein offener Chat mit Anregungen und Kommentaren.

    http://etherpad.com/

  9. Bezüglich dropbbox, iCal, Omnifocus, Devonthink, MobileMe stimme ich dir absolut zu.
    Mit Moodle habe ich ebenfalls in den letzten Jahren in der Oberstufe gearbeitet. Positiv ist, dass ich als Admin kaum etwas zu tun habe. Aber irgendwie bringt es auf Dauer nichts, der Nutzen geht über den einer Datenablage nicht hinaus. Optisch ist es einfach öde.
    Leider gelingt es mir nicht meine Mitstreiter zu mehr Kollaboration zu überzeugen, ich sitze allein auf meiner Web 2.0-Insel.

  10. Bezüglich dropbbox, iCal, Omnifocus, Devonthink, MobileMe stimme ich dir absolut zu.
    Mit Moodle habe ich ebenfalls in den letzten Jahren in der Oberstufe gearbeitet. Positiv ist, dass ich als Admin kaum etwas zu tun habe. Aber irgendwie bringt es auf Dauer nichts, der Nutzen geht über den einer Datenablage nicht hinaus. Optisch ist es einfach öde.
    Leider gelingt es mir nicht meine Mitstreiter zu mehr Kollaboration zu überzeugen, ich sitze allein auf meiner Web 2.0-Insel.

  11. Hallo Kerstin,

    bei uns hat die DropBox eine größere Akzeptanz und – ja vielleicht sogar – Beliebtheit erhalten, als die Qualitätsanalyse anstand und wir in den Fachkonferenzen das Material zusammentragen mussten. Das hat hervorragend über die DropBox funktioniert.

    Im Anschluss daran haben sich nun Grüppchen gebildet, die beispielsweise ihr Material im Fach Chemie und Naturwissenschaften in einem DropBox Ordner pflegen. Interessant dabei: Jeder Kollege hat seinen eigenen Bereich, in dem er arbeitet. Über das Sharing haben wir aber die Möglichkeit, in die Arbeit einzusehen und Ideen zu übernehmen.

  12. Hallo Kerstin,

    bei uns hat die DropBox eine größere Akzeptanz und – ja vielleicht sogar – Beliebtheit erhalten, als die Qualitätsanalyse anstand und wir in den Fachkonferenzen das Material zusammentragen mussten. Das hat hervorragend über die DropBox funktioniert.

    Im Anschluss daran haben sich nun Grüppchen gebildet, die beispielsweise ihr Material im Fach Chemie und Naturwissenschaften in einem DropBox Ordner pflegen. Interessant dabei: Jeder Kollege hat seinen eigenen Bereich, in dem er arbeitet. Über das Sharing haben wir aber die Möglichkeit, in die Arbeit einzusehen und Ideen zu übernehmen.

  13. dass sich Arbeitsgruppen über Web 2.0-Dienste austauschen sind wir allerdings noch nicht, hier reicht immer noch ein Mail. Letztlich finde ich das auch nicht bedauerlich, denn bei aller Begeisterung muss die Arbeitsumgebung mit den Kollegen möglichst einfach sein, damit die Hemmschwelle mitzumachen nicht zu hoch wird.

  14. Ich bin auf der Suche nach einer Antwort, ob in Schulen auch schon social media platforms eingesetzt werden, vor allem um Lehrer und Eltern in Kontakt zu bringen. In vielen großen Konzernen ist das ein Top-Thema für die Zusammenarbeit im Intranet.
    Wie sehen Sie das?

    Herzlichst
    Armin Vogt

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