Plötzlich näher

Die weltweite Nahrungsmittelkrise geistert seit Wochen durch die Medien. Zur Kenntnis genommen – beim nächsten Einkauf geschnaubt, dass ja wirklich einige Sachen teurer geworden sind. Das ist doch wirklich ärgerlich. Thema abgeschlossen, betrifft mich ja weiter nicht und man kann es sich ja leisten.

Dann kam diese Mail von meinem Bruder aus Lambarene/Gabun:

Ah, und dann gab es gestern auch kein Brot in Lambarene, weil das Mehl in Libreville so teuer geworden ist. Die Auswirkungen der gestiegenen Preise merkt man sofort. 1 Tag ohne Brot geht ja noch, aber wenn es Wochen werden, fände ich das nicht so cool, dann müsste man auf Reis umsteigen. Haben uns heute gleich ne ordentliche Ladung Baguette direkt von der Bäckerei abgezweigt, bin aber mal gespannt, wie es weiter geht.
Bis dann, 
Wir sitzen alle im gleichen Boot? Klar, aber wir sitzen in Europa doch halt auf den oberen Decks, sodass das langsam eintretende Wasser erstmal unten wirken kann. Vielleicht fällt uns ja noch was ein, bis es oben ankommt. Oder das Problem löst sich von selbst? Was hoffen wir eigentlich? 
Immerhin tun wir was: Mehr Entwicklungshilfe. Beruhigt das Gewissen ungemein. Morgen gehts dann unbesorgt auf eine Geburtstagsfeier – wir machen lecker Fleisch-Frikadellen für alle (als Beilage gibt es Brot).

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