Über die Notwendigkeit von Kopfnoten

Schwellenpädagik schreibt:

Darüber hinaus decken die Fachnoten unser Tätigkeitsfeld nicht umfassend ab: Wenn ein Schüler regelmäßig auf dem Pausenhof auffällt, hat dies keinen Einfluss auf irgendeine Fachnote, doch im Rahmen der halbjährlichen Würdigung der Schülerleistung ist ein Hinweis unbedingt nötig, um Ermahnungen ggf. den nötigen Nachdruck zu verleihen und – ebenso wichtig und leider zu selten praktiziert – vorbildliches Verhalten zu würdigen.

Quelle: Über die Notwendigkeit von Kopfnoten auf Schwellenpädagogik

Muss von mir als Lehrender wirklich jedwedes Verhalten im Rahmen der Schule einer Bewertung, Klassifizierung, Verurteilung unterzogen werden. Lässt sich das vom Lehrenden wahrgenommene Fehlverhalten durch eine Kopfnote nachhaltig verbessern? Bei Fachnoten würde ich zustimmen, dass die erarbeiteten Inhalte in gewissen Rahmen durch ein Raster von 1-6 wiedergegeben werden können. Bei den Kopfnoten geht es um was anderes. Verhalten darf und kann nicht durch Noten sanktioniert werden. Gerade die Sammelnote eines ganzen Kollegiums ist absolut aussagslos, da sich kaum eine Person bei verschiedenen anderen Personen immer gleich verhält. So genannte „Problemschüler“ können bei einem Lehrer positiv durch Mitarbeit und Engagement – auch über den Unterricht hinaus – auffallen, während sie bei Anderen als Querschläger und „Unterrichtsverweigerer“ auftreten. Und welche Note gibt man dann? Egal welche, sie wird nie der Person dahinter gerecht.

Ne, ich bin weder für fünf, noch für zwei Kopfnotenkategorien. Kopfnoten sind nicht ohne Grund vor 30 Jahren bei uns abgeschafft worden. Sie gehören sich einfach nicht.

2 Gedanken zu „Über die Notwendigkeit von Kopfnoten

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