Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab! - Gedankensplitter
Eine schöne Auflistung….
Zeno.org ist die größte Online-Bibliothek im deutschen Sprachraum. Ihr Inhalt reicht über viele Wissensbereiche. Zeno.org präsentiert eine viele Epochen und Kulturen umspannende Sammlung literarischer Texte und eine Fülle von hochberühmten Lexika, Handbüchern und Nachschlagewerken.
Unter anderem findet sich dort eine umfassende Sammlung von Max Weber (bisher leider der einzige Soziologe, der bedacht worden ist…).
Für Recherchearbeiten hervorragend geeignet. Wer die Bücher aber dann wirklich lesen möchte, sollte sich die gedruckten Ausgaben beim Buchhändler seiner Wahl holen. Notizen und die Abnutzung gehören dazu.
Auf der gerade beendeten GMW Tagung 2007 hat Professor Dr. R. Schulmeister in seiner Eröffnungsrede die aktuelle Situation des Bildungswesens (hier Schwerpunkt Hochschule) beschrieben. Er nimmt sich dazu den Bologna-Prozess vor und stellt fünf “unzeigemäße Behauptungen” auf, die die ganze Tragweite und Dramatik der aktuell laufenden Bemühungen beschreibt.
(Video ab Minute 19 ff.)
Was passiert, wenn der “utopische Überschuss” der Universitäten langsam aber sicher verloren geht?
Berufsausbildung statt wissenschaftliche Bildung?
Auch die Schulen werden davon nicht verschont… Und sei es sekundär durch die Lehrerausbildung.

Es ist schon interessant, welche Flecken auf der Welt sich besonders für die Geschehnisse in Burma interessieren. Es kann nicht nur von dem Zugang zum Internet abhängig sein. Denn sowohl Russland, China als auch Süd-Amerika sind in weiten Teilen erschlossen.
Trotzdem kommen die meisten Besucher des Blogs zu den Geschehnissen in Burma aus den historisch-demokratischen Ländern Europas und den USA.Â
Quelle: http://ko-htike.blogspot.com
via: A teacher’s Life
Nach einer frühen Ankündigung und einer laangen Funkstille ist nun die Agenda für das ATI 2007 endlich verfügbar. Wie bereits in den letzten beiden Jahren wird der Kongress wieder von Apple gestemmt – unter Mithilfe der ADEs (Apple Distinguished Educators).
In den Workshops werden von Lehrenden für Lehrende die Möglichkeiten erlebt, die man mit den so genannten “neuen Medien” (schrecklich, dass wir das Medium Computer immer noch dort subsummieren…) im Unterricht haben kann. Kein strenger Vortragsmarathon, sondern Aktivität und Ausprobieren, Fehler machen, Lösungen finden und Ideen entwickeln.
Für die Teilnehmer gibt es für die Dauer des Seminares ein MacBook. Support und Hilfe bei den ersten Schritten oder bei kniffligen Detailfragen wird es ebenfalls geben.
Also für jeden etwas, oder? Ich würde mich freuen, viele engagierte Leute dort zu treffen.
Weitere Informationen und Anmeldung: Apple Lehrerkongress 2007
Spiegel-Online meldet soeben:
Was zuviel ist, ist zuviel: Der Norddeutsche Rundfunk hat sich mit sofortiger Wirkung von seiner Moderatorin Eva Herman getrennt. Als Grund nannte der Sender ihre umstrittenen Äußerungen zur Familienpolitik in der Nazi-Zeit.
Betrachten wir die Aussagen von Frau Hermann aus einer anderen Perspektive: Die Familie ist in der frühen Industriegesellschaft nach Beck gekennzeichnet gewesen von einem Zerfall in Moderne (Arbeitswelt des Mannes) und Gegenmoderne (Hausarbeit der Frau).
Mit einem fortschreitenden gesellschaftlichen Wandel wird zunehmend auch der Teil der Gesellschaft, der bisher durch “Liebe” und “Ehe” in ständischen Strukturen festgehalten wurde, marktwirtschaftliche durchdrungen.Ausgehend von dieser Vollvermarktung wird sich eine Gegenmoderne, wie von Frau Herman erwünscht, nicht einfach wieder herstellen lassen. Die Freisetzung in paradiesische Ursprünge – verstanden als marktwirtschaftlich nicht durchdrungene (Teil-)Gesellschaften – hat bisher noch nicht funktioniert.
Die unbezahlte Familienarbeit wird dem Grundriß der alten Industriegesellschaft nach als natürliche Mitgift qua Ehe zugewiesen. Ihre Übernahme bedeutet prinzipiell Versorgungsunselbständigkeit. Wer sie übernimmt – und wir wissen, wer das ist -, wirtschaftet mit Geld aus »zweiter Hand« und bleibt auf die Ehe als Bindeglied zur Selbstversorgung angewiesen. Die Verteilung dieser Arbeiten – und darin liegt die feudale Grundlage der Industriegesellschaft – bleibt der Entscheidung entzogen. Sie werden qua Geburtund Geschlecht zugewiesen.
Quelle: Beck/Beck-Gernsheim: Das ganz normale Chaos der Liebe, Frankfurt 1990, S. 36
Sollte Frau Herman vielleicht eine der letzten Romantikerinnen sein, die sich in dieser Hinsicht garnicht so weit entfernt von den von ihr eigentlich gescholteten ’68ern?
Mit populistischen Parolen und naiv-biologistischen Vorstellung einer geordneten Welt hat Eva Herman inzwischen ja mehrfach auf sich aufmerksam gemacht. Bisheriger Höhepunkt war “Das Eva-Prinzip”…
Jetzt legt Frau Herman mit “Das Prinzip Arche Noah” nach. Bei der Buchvorstellung ist ihr dabei rausgerutscht, was nicht wirklich verwundert:
In diesem Zusammenhang machte die Autorin einen Schlenker zum Dritten Reich. Da sei vieles sehr schlecht gewesen, zum Beispiel Adolf Hitler, aber einiges eben auch sehr gut. Zum Beispiel die Wertschätzung der Mutter. Die hätten die 68er abgeschafft, und deshalb habe man nun den gesellschaftlichen Salat. Kurz danach war diese Buchvorstellung Gott sei Dank zu Ende.
Quelle: Hamburger Abendblatt
Für viele sicherlich nichts Überraschendes, dies aus Frau Hermans Mund zu hören. Andere, die sich bisher mit den Sprüchen “das ist doch eine vernünftigen Ansicht, dass man die Rollen überdenken sollte. Die Kinder brauchen ein geschütztes Zuhause…” herausgeredet haben, sollte jetzt die Tragweite bewusst werden. Hoffentlich.Ist Frau Herman unter diesem Umständen im GEZ finanzierten Rundfunk noch haltbar? Ich als Beitragszahler denke nein.
Wer sich auf solch anachronistische Weise äußert, gehört nicht an ein öffentliche finanziertes Sprachrohr wie TV oder Radio.
ITM berichtet von einer Diskussionsrunde ‘Classroom 2.0′ im Rahmen der ‘Office 2.0 Conference’, in der die großen Fragen rund um ‘Web 2.0 im Unterricht’ geklärt werden sollen. Für die Kollaboration ist ein Board und ein Wiki geöffnet worden, in dem (auch extern…) mitarbeiten können.
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