Die Gewerkschaften sind schuld

Auf einem Kongress zur Technologie im Klassenzimmer sind auch Herr Dell und Herr Jobs vorstellig geworden.

Einig waren sich beide in der Hinsicht, dass Schulbücher Quatsch sind und durch digitale Angebote ersetzt werden sollten. In das Horn wird ja bereits seit Jahrzehten geblasen. Mit Recht und Unrecht.

Für die (scheinbar auch in den USA herrschenden) Bildungsmisere machte Steve Jobs die Gewerkschaften verantwortlich. Schulleitungen, die Lehrende nicht wie in jedem anderen Unternehmen auch kündigen könnten, wären nicht zeitgemäß und würden der Qualität von Schule nicht förderlich sein. Lebenslange Anstellungen seien nicht mehr zeitgemäß (einen Beamtenstatus wie in Deutschland kennt man übrigens nicht).

„What kind of person could you get to run a small business if you told them that when they came in they couldn’t get rid of people that they thought weren’t any good?“

Währenddessen beschwichtigte Herr Dell und sagte, dass man es so nun auch nicht sehen könnte. Die Gewerkschaften hätten ja auch einiges Gutes erreicht.

Und wir? Warum eigentlich nicht wirklich den Beamtenstatus in Frage stellen, die Gehälter flexibel gestalten, eigene Büros in den Schulen einrichten, ein vernünftiges Verhältnis Lehrende:Lernende (1:10) einführen? Stammtischparolen hin oder her.

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