Die Revolution durch Bologna wird für Studierende und Professoren sieben Tage die Woche spürbar. Damit endet eine deutsche Tradition, die zwar elitär, aber doch herausragend war. Aus der ihre Kinder umsorgenden Alma Mater, der Universität, wird die (Hoch) Schule – ein kategorialer Unterschied.
Ein Nachruf einer Universität in deutschen Landen, die es kaum noch gibt und wahrscheinlich auch nicht mehr geben wird. Frank Berzbach rezensiert einen Essay von Jochen Hörisch: “Die ungeliebte Universität”.
Meine Meinung? Ich hab bisher nur die Rezenion gelesen und kenne den Aufsatz selber nicht. Die Diskussion ist aber nicht neu…
Ich persönlich sehe in der aktuellen Entwicklung nach Bologna große Chancen und hoffe, dass die Uni eben nicht zu einer Sekundarstufe III für die Studierenden verkommt, sondern über die Modularisierung auch die Möglichkeit eröffnet wird, das Studium flexibel und nach den eigenen Neigungen zu gestalten. Leider scheint die aktuelle Entwicklung eher gegenläufig zu sein. Die Scheine stehen mehr noch als vor ein paar Jahren im Mittelpunkt und die Ökonomisierung (wo bekomme ich welchen Schein schneller?) erreicht eine neue Stufe. So werden die Studierenden zwar schnell zu nutzbarem Humankapital, allerdings bleibt oft das auf der Strecke, was “Bildung” genannt wird.
Michael Kerres schildert in seinem Blog (Link defekt) den Eindruck eines Seminarraumes an der echten Uni (in Essen). Fernab von eLearning und Internet holt einen die Realität gnadenlos wieder ein.
Kann man in solchen Umgebungen, die nicht einmal von einem Sonnenstrahl erhellt werden (geschweige denn einen Blick ins Grüne zulassen), wirklich motiviert lernen und konzentriert arbeiten? Klar geht das; sicherlich auch in Bunkern.
Lernen und Kreativität aber brauchen ein passendes Umfeld, welches im weitesten Sinne auch eine positive Ausstrahlen besitzen muss. Und wenn man den Studierenden ein solches Setting bieten möchte damit neue Inhalte in einen lernförderlichen Klima erarbeitet werden können, dann beneidet man die Seminarleitung wahrlich nicht. Allerdings ist Herr Kerres nicht allein. An den Unis gibt es haufenweise dieser 70-er Jahre “Verbrechen”, die wegen des Mangels an Mitteln immer noch nicht renoviert wurden und in denen die Fernseher, obwohl warscheinlich seit Jahren defekt und so gut wie nie genutzt, immer noch rechts und Links von der kleinen Tafel an der Tecke hängen und verstauben.
Ich habe das Glück, dass bei uns an der Schule die Situation (noch) deutlich besser ist, sowohl was die ästhetische Raumgestaltung als auch die Verfügbarkeit von so genannten “neuen Medien” betrifft. Wir haben mobile Klassenzimmer, offene Computerräume, WLAN und eine knackige Außenanbindung. Auf der Höhe der Zeit waren die oben beschriebenen Unis aber sicherlich auch mal. Man muss also aufpassen, dass man nicht glaubt den Status final erreicht zu haben.
Was ich mir an technischen Dingen wünsche? (ganz lose Sammlung…)
1. Informationen wie Termin & Co. können auch auf digitalem Wege verteilt werden
2. One-to-one Projekte
3. SmartBoards und Beamer in jeder Klasse
4. Infotafeln im Eingangsbereich mit allen wichtigen Infos zum Tage und allen Plänen
In ihrem Blog hat Lucy Gray eine Liste von Kalendern zusammengestellt. Eine ganze Reihe von Anbietern macht es inzwischen möglich, seine Kalendar im Internet zu pflegen und zu veröffentlichen. Besonders interessant ist das für Arbeitsgruppen…. Warum nicht auch in der Schule nutzen?
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