Präsentationen regen an

Präsentationen haben einen eher schlechten Ruf, wenn es um den Einsatz in Lernumgebungen geht. Das liegt vor allem daran, wenn sie in die Hände von Lehrenden kommen, die damit oft der Gefahr erliegen, eine stringente Auflistung von vielen Inhalten und Daten zu fabrizieren, die unflexibel ist und die Rezipienten in eine Passivität bringt. Zumindest selten zum Lernen. (Aber: Es gibt auch andere Beispiele!)

Was aber, wenn die Präsentation von denen eingesetzt wird, die sich ein Thema erarbeiten. Also so, wie es normalerweise auch im Unternehmen eingesetzt wird, wenn man eine neue Idee seinem Team vorstellen möchte. Khoi Vinh, seines Zeichens Desginer bei der New York Times, hat seine Erfahrungen dazu veröffentlicht. Es zeigte sich, dass Personen, die normalerweise Schwierigkeiten bei der Vorstellung von Ideen hatten, mit einer Präsentation deutlich bessere Ergebnisse erzielen. Grund: Man muss sich vorher Gedanken machen, was wirklich wichtig ist und wo der Kern der These liegt.

Warum das nicht auch im Unterricht gezielter unter dieser Perspektive, als Tool, einsetzen (und nicht als „Übung“ für Präsentationen).

Dass Khoi Vinh bei sich auf das Programm Keynote von Apple setzt, ist schön. Es soll aber auch mit Produkten wie PowerPoint funktionieren, wenngleich zu befürchten ist, dass dann die eigentliche Suche nach dem Wesentlichen hinter den Bemühungen zur Bedienung der Programmoberfläche zurückstehen wird.

via: Die Kritiker

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