In Liebe zur Universität

Die Revolution durch Bologna wird für Studierende und Professoren sieben Tage die Woche spürbar. Damit endet eine deutsche Tradition, die zwar elitär, aber doch herausragend war. Aus der ihre Kinder umsorgenden Alma Mater, der Universität, wird die (Hoch) Schule – ein kategorialer Unterschied.

Ein Nachruf einer Universität in deutschen Landen, die es kaum noch gibt und wahrscheinlich auch nicht mehr geben wird. Frank Berzbach rezensiert einen Essay von Jochen Hörisch: “Die ungeliebte Universität”.

Meine Meinung? Ich hab bisher nur die Rezenion gelesen und kenne den Aufsatz selber nicht. Die Diskussion ist aber nicht neu…
Ich persönlich sehe in der aktuellen Entwicklung nach Bologna große Chancen und hoffe, dass die Uni eben nicht zu einer Sekundarstufe III für die Studierenden verkommt, sondern über die Modularisierung auch die Möglichkeit eröffnet wird, das Studium flexibel und nach den eigenen Neigungen zu gestalten. Leider scheint die aktuelle Entwicklung eher gegenläufig zu sein. Die Scheine stehen mehr noch als vor ein paar Jahren im Mittelpunkt und die Ökonomisierung (wo bekomme ich welchen Schein schneller?) erreicht eine neue Stufe. So werden die Studierenden zwar schnell zu nutzbarem Humankapital, allerdings bleibt oft das auf der Strecke, was “Bildung” genannt wird.

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